Jungvolk noch erweitern?

  • Hallo Liebe Imkerfreunde,


    ich bin noch Anfänger was die Imkerei betrifft und erhoffe mir hier einen guten Ratschlag von erfahreneren Imkern.


    Folgende Situation:
    Ich habe mehrere Jungvölker auf 10 Zander-Rähmchen. Es sind verschieden große Ableger gewesen welche auch zu unterschiedlichen Zeiten gebildet worden sind.
    Das eine Jungvolk das nun schon gute 2 Monate bei mir steht ist so kräftig, dass es alle Mittelwände ausgebaut hat und alle Waben mit Brut, Honig und Pollen gefüllt sind.


    Nun meine Frage: Sollte man so ein Jungvolk noch auf 2 Zargen erweitern oder ist es besser das so zulassen und es auf einer Zarge zu überwintern?
    Wer hat Erfahrungen mit solch einer Situation und kann mir einen Ratschlag geben?


    Vielen Dank schon mal!


    Grüße
    Luis

  • Ich würde es nicht in Zagreb überwintern, aber gegen zweizargig spricht nichts. Mußt halt langsam aber stetig weiterfüttern.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Nee, und wenn Du fütterst, bekommen die die noch locker voll. Keine Hektik, wir haben erst Juli! Die brüten noch bis November. Jede Brutwabe, die ausläuft, füllt drei Wabengassen. Die anderen Ableger würden das auch alle noch schaffen. Aber denk an die Varroa!


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • okay super dann kommt auf das eine Volk nachher gleich noch eine Zarge drauf.


    Ja die Varroa! Also mit Milchsäure wurden die Ableger bei der Bildung behandelt. Ende August und Mitte September werde ich jeweils eine Ameisensäure Behandlung durchführe und OX dann im Winter;-)

  • Ende August ist viel zu spät. Du erntest doch keinen Honig von Deinen Ablegern und mußt nicht bis zum Abschleudern warten (selbst dann ist Ende August sehr/zu spät). Mach die erste Behandlung besser Mitte/Ende Juli, und die zweite dann Anfang September. Und dann OS im brutfreien Zustand im Winter.


    Viel Erfolg,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Rase!


    Grundsätzlich hättest du recht, aber bei den Ablegerkonzepten von Dr. Aumaier und Dr. Liebig ist ein Punkt, dass die Ableger in der brutfreien Zeit gegen die Varroa behandelt werden. Das hat nämlich den Vorteil, dass die Ableger nicht genau in der Zeit ihres größen Wachstumes behandelt werden müssen und so die Entwicklung gestört wird.


    Wenn die Ableger in der brutfreien Zeit behandelt worden sind, kann die Juli/August Behandlung ausfallen.



    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Luis999!


    Die zweizargige Überwinterung hat Vor- und Nachteile.


    Der Vorteil ist, dass man sich im Frühjahr um die Futterversorgung nicht kümmern muss, vorausgesetzt man hat im Herbst genügen eingefüttert. Bei der einzargigen Überwinterung kann man den größten Teil des Futters erst spät im Jahr, etwa Mitte September geben, da ansonsten das Brutnest zu stark eingeschnürt würde. Der Futtermenge sind überhaupt enge Grenzen gesetzt.


    Der Nachteil ist, dass bei zweizargigen Völkern die AS-Behandlung einen schlechteren Wirkungsgrad hat.


    MfG
    Honigmaul