Zwei Ablegerkästen zu einem "Zusammenführen" bzw. Ableger temp. teilen

  • Hallo Zusammen,
    ich habe die Chance an zwei Ableger zu kommen die der Imker schon eine ganze Zeit gepflegt und bisher nicht losgeworden ist, allerdings haben diese Ableger 9 Waaben.


    Da die Zanderbeuten ja recht groß sind, wird es recht eng im Auto. Meine Frage nun:
    Kann ich den Ableger zum Transport für ca. 1h in zwei 5-Waaben-Ablegerkästen aufteilen?
    Alternativ: denkt ihr es ist ein Problem, wenn ich die beiden Ablegerkästen zusammenschraube und ein loch reinsäge damit eine Verbindung von beiden besteht?


    Mein Auto ist leider recht eng und klein, falls beides nicht Optimal ist werde ich nur ein Volk nehmen und sie direkt in meiner Beute transportieren.


    Danke und liebe grüße
    Philipp

  • Hallo Philipp
    entschuldige aber ich stehe kurz auf dem Schlauch.
    Dein Auto ist für eine Zanderbeute zu klein, aber 2 5-Wabenableger passen rein?
    Welche Beutenart ist DEINE Beute.
    Auftrennen und Loch reinsägen und zusammenschrauben; halte ich auf jeden Fall für keine gute Idee. Wenn ich es richtig verstanden habe.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Phillipp,


    ich check die Frage nicht? Du hast 18 Waben und du willst diese auf 4 5er Kästen aufteilen, weil das weniger Platz braucht?
    Was hast du überhaupt für ein Auto, selbst in einen Smart sollte man 2 Zanderzargen bringen, eine im Fussraum und eine auf den Beifahrer sitz.
    Warum willst du die Ablegerkästen zersägen? Was soll denn das bringen?
    Erstens wird es ein Käse und 2. was willst du dann mit den Zersägten Ablegerkästen nächstes Jahr machen?


    Ich empfehl dir, entweder sich ein Auto ausleihen in dem man 2 Zanderzargen rein bekommt, ansonsten nur 1en holen.

  • Ich habe mich evtl. Etwas unklar ausgedrückt. Es sind Zwei Völker auf je 9 Waben. Es ist ein Ford Fiesta. Ich muss 1h mit den Bienen fahren, da will ich die Bienen ungern auf der Rückbank Transportieren. In meinen Kofferraum passt nur eine Zanderbeute. Knapp daneben würden aber noch zwei ablegerkästen passen. Ich werde wohl einfach nur einen Ableger nehmen oder zwei mal fahren.

  • Ja, Du kannst ein Volk mal für eine Stunde aufteilen. Das halten die aus, das ist ja auch nicht anders als beim Ableger erstellen. Plötzlich fehlen welche und Mama ist auch nicht da und nach der Stunde freuen sich dann wieder alle.
    Trotzdem würde ich schauen, dass die Rähmchen in Fahrtrichtung orientiert sind. Wenn Du Sorgen hast, dass Dir Bienen ausbüxen, wenn Du mit ihnen im Auto sitzt, dann kleb ordentlich Klebeband um alle neuralgischen Stellen. Pass aber auf, dass das Lüftungsgitter frei bleibt, auch wenn Du die Beute auf eine Sitzbank stellst!


    Mir ist letzthin ein Ablegerkasten im Auto aufgegangen (mein Fehler, zu sorglos). Die paar Bienen, die herauskamen, flogen alle am Rückfenster herum und wollten da raus. Nervös war ich schon, aber von mir wollten die nichts wissen.


    Viel Spass!
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Eben darauf achten das die Waaben in Fahrtrichtung stehen. Wo liegt da das Problem?


    Trotzdem würde ich schauen, dass die Rähmchen in Fahrtrichtung orientiert sind.


    Mit eurem in Fahrtrichtung aufstellen wird doch wieder nur "altes" Wissen weitergegeben.
    hier muss man höchstens unterscheiden was für Abstandshalter die Rähmchen haben und ob diese bei Dadant etc. fixiert sind bzw. bei Zander und co alle drinn sind.


    Wer von euch beiden traut sich und erklärt mir den Sinn und Zweck des in Fahrtrichtung Aufstellens oder anders herum, was passiert bei einer verdrehten Ausrichtung oder gar beim gekippten Transport (wenn die Zarge auf eine Stirnseite gestellt wird)



    @philphilphilphil
    Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann pack sie wie sie sind ein, mach 1 Woche vorher die Durchsicht und nehm sie mit den jetzigen Beuten mit. Da klebt nun alles so gut zusammen, da kannst die vermutlich auf dem Kopf transportieren ohne irgend ein verrutschen der Rähmchen. Dann kannst sie ohne Probleme auch auf der Stirnseite stehend befördern -dazu die Deckelauflage auf den Rähmchenoberträgern prüfen, damit hier kein Spiel ist.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Wer von euch beiden traut sich und erklärt mir den Sinn und Zweck des in Fahrtrichtung Aufstellens oder anders herum, was passiert bei einer verdrehten Ausrichtung oder gar beim gekippten Transport (wenn die Zarge auf eine Stirnseite gestellt wird)


    Wenn die Rähmchen quer zur Fahrtrichtung stehen, dann klappern sie bei jeder Bodenwelle gegeneinander. Auch mit Hoffmann-Seiten und wenn die Kiste voll ist. Zumindest bei mir sind Bodenwellen (Bordsteine, Schwellen, Schlaglöcher, sonstige Hubbel) und Beschleunigungen/Bremsen wesentlich häufiger als Kurven, wo sie sich natürlich bei Längsausrichtung eher zur Seite lehnen. Da meine Beuten beim Fahren mit mir in einem Raum stehen, kann ich sehr gut hören, was da passiert. Gegen quer spricht auch, dass bei einer scharfen Bremsung wahrscheinlich noch dünnflüssiger Nektar durch die Gegend fliegt, der längs drin bleiben würde.


    Gegen längs hochkant spricht nichts, wenn der Deckel direkt auf den Rähmchen liegt, bei mir tut er das nicht, das würde je nach Neigungsgrad ziemlich schlackern.


    Die Rähmchen werden bei voller Kiste auch in anderer Ausrichtung als längs nicht runterfallen, das ist schon klar. Aber es klappert halt öfter, und das braucht man den Bienen nicht antun.


    Viele Grüße
    Kikibee

    With lots of room for improvement.


  • Wer von euch beiden traut sich und erklärt mir den Sinn und Zweck des in Fahrtrichtung Aufstellens oder anders herum, was passiert bei einer verdrehten Ausrichtung oder gar beim gekippten Transport (wenn die Zarge auf eine Stirnseite gestellt wird)


    Für mich geht es um die Beschleinigungskräfte. Dabei Stufe ich die Kräfte bei einer plötzlichen Bremsung am größten ein. Die Kräfte bei Beschleunigung und Kurven (also Quer) kann man durch seine Fahrweise besser kontrollieren. Stehen die Waaben mit den Ohren nach vorne, drücken sich die Rähmchen an die Kastenstirnseite, kein Problem. Bei 90° verdrehter Aufstellung des Kastens, werden die Waabengassen zusammengeschoben, und damit evtl. Bienen gequetscht. Auch bei meinen Hoffmansseitenteilen ist da immernoch Luft zum zusamenschieben, gerade wenn die Waaben vorher gelöst wurden.


    Noch gestern habe ich das so praktiziert, mit gerade umgesetzten Waaben. Ging problemlos.


    Ist der Kasten einige Tage nicht durchgesehen worden, ist es im Grund egal. Die Rähmchen bilden einen Block (gerade bei Hoffmanseitenteilen) und man kann vermutlich jede Ausrichtung oder sogar die Stirnseite ohne Probleme nehmen.

  • Also, Fazit ist, ihr stellt die Kisten mit Rähmchenstirnseitenausrichtung in Fahrseite, weil es sonst mehr mehr klappert bzw. die Wabengassen zusammen geschoben werden. Das Klappern und Rutschen mag bei neuem Material zutreffen und ist spätestens nach dem 1. Jahr Benutzung Geschichte. Dann klebt alles vom Propolis und Wachs.


    Im Grunde schenkt es sich aber nichts. Wir haben hier die Beschleunigungs- und Bremskräfte sowie die Zentripedalkraft. Beim Transport von Bienen fährt man eh schon etwas vorsichtiger, wodurch die Beschleunigungskraft kaum zu Gewicht schlägt. Spannender ist die Bremskraft wenn man von irgendwas genötigt wird und noch spannender finde ich die Unebenheiten sobald man einen Wald-/Feldweg entlang fährt und besonders mit einem Anhänger. Da gehts von rechts nach links und umgekehrt. Wenn ich Ableger verstelle, dann immer so, dass die Wabenstirnseiten nach rechts und links zeigen, dadurch gibt es viel weniger Schaukelei als beim Anfahren/Abbremsen.


    Sorry, wollte es noch etwas ausführen, aber nun gehts in eine Präsentation. Aber macht euch mal Gedanken dazu.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • OK, können wir uns darauf einigen, dass es bei ausreichend fixierten Rähmchen (sei es durch Festklemmen oder Zusammenkleben) wurscht ist? Und dass es ansonsten darauf ankommt, wo man unterwegs ist? Auf Feldwegen schaukelt es eher seitwärts, in der Stadt und auf schnelleren Straßen eher vor-/rückwärts. Gehen tut alles.


    Entspannte Grüße
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Auch bei Rähmchen ohne Hoffmannseiten, bei denen die Abstandhalter oben und unten angebracht sind, ist die Fahrtrichtung egal. Nur bei neuen Hoffmännern bzw. gerade frisch verrutschten Hoffmännern ist das nicht egal aus den oben genannten Gründen.


    Gruß
    Frank

  • Erst heute wieder Ableger im Auto gehabt und hab Spass halber die selbe Strecke mit einer Zarge voller Futterwaben ,zur Fahrtrichtung und quer dazu, nachgefahren. Beim normalen Anfahren bei beiden kein Unterschied erkennbar. Bein Bremsen musste ich schon stark in die Eisen steigen um da was wirklich merkbares im querstehenden zu sehen.
    Bein Kurvenfahren, Schwankungen der normalen Straße und beim Feldweg War hingegen ein laufendes Schwanken bzw. Rutschen im Zur Fahrtrichtung ausgerichteten. Der Quer gestellte stand wie eine eins.
    Fazit: Die Schaukelbewegungen hat man öfter als die Brems und Beschleunigungsbewegung.
    Somit würde ich die extremen Bewegungen vom Beschleunigen und Bremsen vernachlässigen und mich aufs Dauerschwanken ausrichten.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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