Teichfische durch Bienen getötet ?

  • Hallo alle zusammen,


    ich hab da ein kleines Problem und daraus auch eine entstandene Frage.
    Ich bin nun seit 2 Jahren Imker mit 4 Völkern und bin mit meinem sehr guten Nachbarn aneinander geraten.
    Dieser erzählte mir heute, dass an seinem Teich,in dem Goldfische und ähnliches eingesetzt sind,
    in den letzten 3 Monaten 7 Fische durch meine Bienen gestorben sein.
    Der Teich ist ca 100 Meter von meinem Stand entfernt und es tummeln sich schon etliche Ladys bei ihm zum Wasser holen.
    Ist jemanden etwas ähnliches schon einma lzu Ohren gekommen oder ist es generell möglich und wie soll ich mich verhalten?


    Vielen Dank für Eure Antworten
    Sandro

  • Wie sind die denn 'durch die Bienen' gestorben? Mein Nachbar züchtet Kois, echt teuren Kram, die fressen alles was nicht bei drei auf'm Baum ist. Da da Wasser immer leicht bewegt wird durch die gigantische Filteranlage und der Rand mit Moos bewachsen, sind da bei dieser Witterung pfundweise Bienen zum Wasserholen. Ist noch nie was passiert, nur lästig für die armen Leute. Den Fischen isses völlig egal. Fische sind nicht doof, frag mal 'nen Angler. Bei den Leuten revanchiere ich mich mit Honig und Drohnenbrut :)


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Sandro,


    ich hatte einige Jahre meine Bienen wenige Meter neben einem Forellenteich stehen. (In Absprache mit dem Teichbesitzer) Da die Forellen praktisch täglich von Hand gefüttert wurden, hätte ich bestimmt etwas gehört, wenn es da zu Problemen gekommen wäre. Aber toi toi toi - über Jahre - keine Probleme. Ich vermute deshalb, dass die Fischsterblichkeit eine andere Ursache hat, als deine Bienen.
    Hast du Auswandermöglichkeiten, um mit deinem Nachbarn die Bienen als Ursache auszuschließen? Wenn das Sterben weitergeht (was ich vermute), müsst ihr halt gemeinsam weitersuchen. Aber die Bienen dürfen dann vermutlich wieder zurück an ihren angestammten Platz.


    Gruß
    Ludger

  • Laut Aussage würden sie beim Versuch die Bienen zu fressen welche ins Wasser gefallen sind gestochen und dann verenden.


    Darwin hatte dazu eine passende Theorie ;)


    Beste Güße,
    Ralf


    Und nein, ich glaub das nicht.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich würde eine eigene Bienentränke installieren und dem Nachbarn seinen Glauben lassen. Was ich in meinem Teich hauptsächlich ertrinken sehe, sind Wespen. Die können auch stechen. Diskutieren würde ich nicht mehr, hier sucht jemand einen Schuldigen für sein Halterungsproblem.

  • Ich seh schon die Angler, die statt Maden oder Regenwürmer, absofort lebende Bienen an den Angelhaken binden....
    Und erst die ganzen Teich Besitzer! Erst müssen sie Fischreiher abschießen, jetzt müssen sie noch auf Bienen schießen....
    Ich würde ihm den Tipp geben Roundup in den Teich zu schütten, dann verenden nämlich alle Bienen die aus seinem heiligen Gral getrunken haben....
    Und nicht zu vergessen er möge bitte noch Giftköder für die Nachbarskatzen auslegen.....


    Solche Nachbarn sind der Grund, warum ich keine Nachbarn will, mich machen solche Menschen unglaublich Aggro.

  • Bienen stechen Fische tot ... da muss man auch erst mal drauf kommen...


    Eine gehörige Portion Unkenntnis ,gemischt mit diffusen Ängsten und das Ganze in einem engstirnigen Kopf. Da ist die Schuldzuweisung schnell bei der Hand, da muss man keine komplexen Zusammenhänge verstehen und vor Allem: den Fehler nicht bei sich selbst suchen. Macht das Leben vermutlich auch irgendwie leichter.


    - Früher war das Vieh im Stall krank "... die Zigeuner haben den bösen Blick..."
    - heute sind die Strassen schlecht " ... das Geld wird ja alle für Asylanten ausgegeben... "
    - im Spätsommer sind die Beuten leer geflogen "... hat der Bauer vergiftet... "


    Ich habe zum Glück auch gute Nachbarn,


    Grüße,


    Jochen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Sauerländer () aus folgendem Grund: RS


  • ...
    Ich würde ihm den Tipp geben Roundup in den Teich zu schütten...


    Mein erster spontaner Gedanke war gestern, dass er dass evtl. schon längst getan hat, indem er die Fläche rundherum (quasi roundup) totgespritzt hat, um den Teich sauber zu halten. Die toten Fische sind nun das Resultat - Teichwasser chemisch gereingt... :u_idea_bulb02:
    Muss ja nicht direkt RU gewesen sein, kann auch ein anderes Mittel oder schlichtweg ein verschmodderter Teich sein, der sich selbst erstickt hat...


    Analog zum "Fehler hinter der Beute" war es dann hier ein "Fehler vor dem Teich" - egal was es war, mit solchen Leuten diskutiert man nicht, denen muss man mehrere denkbare Fakten vor den Latz hauen, so brauchen die das. Einer meiner Nachbarn ist auch von der Sorte. Will zwar die Welt, bzw. unseren Fluss hinterm Deich retten, wirft aber regelmäßig seine gesamten Gartenabfälle in den öffentlichen Straßengraben, damit er es los ist... dass er den Graben damit auf Dauer auch irgendwie tötet, weil er ihn auffüllt und trockenlegt, käme ihm nie in den Sinn...


    Gruß Andreas

  • egal was es war, mit solchen Leuten diskutiert man nicht, denen muss man mehrere denkbare Fakten vor den Latz hauen, so brauchen die das.


    Na ob ich Euch als Nachbarn wollte, weiß ich grad auch nicht. Im Eingangspost steht doch 'sehr guter Nachbar', das wär für mich mal die Ausgangslage. Keine so schlechte übrigens. Vom angepeilten Ergebnis her würde ich das Verhältnis so auch erhalten wollen. Oft sind es ja nur Unkenntniss gepaart mit...., aber dafür kann auch keiner was. ich drück jedenfalls die Daumen, für die Bienen, die Fische und das nachbarschaftliche Verhältnis.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Vielen Dank an alle die geantwortet und mir geholfen haben.
    Ich denke mal auch, dass es keine generelle Lösung geben wird und erhoffe mir etwas Entspannung durch sein Vorhaben ein Netz
    "zum Schutz seiner Fische" zu spannen.
    Ich mag natürlich nicht den tot seiner Fische, aber für seinen Kopf,meine Bienen und unsere Freundschaft wäre ein weiteres sterben der Fische von Vorteil.
    Anders werde ich ihn wohl nicht überzeugen können, dass der Auslöser des sterbens doch an anderer Stelle liegt.
    Bei nächster Gelegenheit werde ich hier gerne mal den Ausgang der Geschichte schreiben.


    Gruss an Alle
    Sandro

  • Moin, moin,


    es ist heiß, und damit sinkt die Kapazität des Wassers, Sauerstoff zu lösen. Wenn dann noch Schlamm und Schmodder unten drin sind, und Kohlendioxid und gar Methan freisetzen, kippt der um, klassisches Fischsterben...


    Es gibt auch fischgiftige Blaualgen, und dann können die Fische ja nicht woandershinschwimmen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Na ob ich Euch als Nachbarn wollte, weiß ich grad auch nicht. Im Eingangspost steht doch 'sehr guter Nachbar',


    Naja, nachdem, was dort berichtet wird, weis ich nicht, ob das mit dem "sehr gut" im Nachhinein nicht ironisch gemeint war.
    Tote Fische durch Bienenstiche oder Bienengift von verspeisten Bienen??? Allein schon diese Konstellation sollten einen stutzig machen... Wie muss man sich das vorstellen, oder sind diese Goldfische so groß, dass sie die Bienen von der Wasseroberfläche am Rand schnappen?


    Mit "Fakten vor den Latz knallen", war RU und die Gegendarstellung dieser haarsträubenden Unterstellung gemeint, nicht sportlich körperlich, sondern als Dialog...
    Lautet die empfohlene Gegenfrage in solchen Fällen nicht meist "woher weist Du, dass es meine Bienen oder nicht sogar Wespen waren?"
    Wer sich auf gutes Vertrauen hin auf solche Vorwürfe einlässt und nachgibt, hat verloren.


    Ein früherer Nachbar mit einem Grundstück doppelt so groß wie meins, hatte zwei Ziegen, die sich zuerst heimlich an meinen Obstbäumen zu schaffen gemacht haben. Ich hatte es nur nie selbst gesehen und fragte ihn irgendwann, ob sich die Ziegen wohl heimlich durch den schlecht installierten Zaun gemogelt haben könnten, weil sonst keine ähnlichen Tiere mit ähnlichen Gewohnheiten in der Nachbarschaft beherbergt worden waren. Ich fragte vorsichtig, ob er das evtl. schon mal mitbekommen hätte. Er verneinte selbstverständlich und war direkt beleidigt von wegen ich solle ihn gefälligst rufen oder Fotos machen, wenn es passiert, damit er es selbst sieht. Er wusste im Gegensatz zu mir damals nämlich ganz genau, dass es seine Ziegen waren, er hatte nur keine Lust, ein Weidezaungerät anzuschließen. Sonst hatte im Umkreis von mehreren Kilometern niemand Ziegen, er warf stattdessen hier nicht beheimatete Rehe ins Rennen, die es gewesen sein könnten...


    Irgendwann war es wieder mal soweit, ich rief ihn dazu und keine halbe Stunde später war der Zaun am Trafo angeschlossen. Der lag schon länger im Schuppen bereit und musste nur noch angeklemmt werden. Das war mir eine Lehre. Bis dahin war er auch ein "sehr guter Nachbar" :roll:


    e: doch, jetzt im Folgebeitrag des TO wird das gute Verhältnis bestätigt...


    Gruß Andreas