Bio-Futtersirup

  • Hallo Zusammen,


    hat hier jemand Erfahrungen mit Bio-Futtersirup? Leider finde ich dazu keine Produkte innerhalb Deutschlands, sondern nur Hostettler in der Schweiz.
    Falls Produzenten exisitieren - wovon ich mal ausgehe- gibt es irgendwelche Qualitätsunterschiede bzw. Erfahrungswerte eurerseits?


    Zu guter letzt- kennt jemand eine Verkaufsstellen rund um München?


    Danke im Voraus und einen schönen Tag.

  • Hab ich neulich auch gesucht und bin hier drauf gestossen.


    Erfahrung habe ich damit aber auch noch nicht, werde das aber wohl bestellen.


    Bio-Futter oder Bio-Zucker aus Zuckerrohr und somit aus Übersee kommt für mich nicht in Frage, weil das ist in meinem Augen unter'm Strich nicht ökologisch.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Hallo Max.


    Kann grad auch nicht finden, was mich neulich veranlasst hatte, das zu vermuten.


    Ich werde da mal nachfragen.


    Danke für die Aufmerksamkeit.


    Hat sonst jemand Alternativen?

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Ich hatte den Biosirup vom Kellmann im letzten Jahr und war damit zufrieden. Auf meine Nachfrage haben die gesagt, daß sie den Sirup irgendwo in einer Firma (Raffinierie?) in Thüringen machen lassen.


    Alternativ gab es im letzten Jahr auch ein Angebot aus Belgien (belgosuc?). Das war mir aber zu heikel, weil es da Verständigungsschwierigkeiten gab. Die Zertifikate sahen aber i.O. aus.


    Ich glaube der Ansgar Westerhoff hat auch diesen belgischen Sirup vermarktet.


    Gruß Jörg

  • Alternativ gab es im letzten Jahr auch ein Angebot aus Belgien (belgosuc?). ...
    ...Ich glaube der Ansgar Westerhoff hat auch diesen belgischen Sirup vermarktet.Gruß Jörg


    Geller in Würselen vertreibt ihn auch.


    Grüße


    Herr Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • na der wird aber kaum aus europäischer, oder gar deutscher Produktion sein, wie ursprünglich mal angefragt.


    Gruß
    Ludger



    Ich will da mal für Rohrzucker eine Lanze zu brechen! (Vielleicht wurde das in diesem Forum schon mal angesprochen, aber ich habe nichts dergleichen gefunden). Es stimmt, dass es kaum Rohrzucker aus europäischer Produktion gibt. Wenn man aber erpicht ist, die ökobilanz insgesamt zu verbessern, dann darf man aber nicht nur auf die Herkunft achten.


    Der Transport aus Lateinamerika ist vernachlässigbar! Der wird in Containern per Schiff transportiert. Die Emissionen, die das pro Kg ausmacht sind dabei verschwindend klein. Sehr viel grösser sind die Transporte zu Fabriken, von Fabriken/Lager in Supermärkte und die der Kunden. Und die gibts beiden etwa gleich viel!


    Andere Faktoren sprechen ganz eindeutig für Zuckerrohr:


    - Sehr gewichtig ist der Anbau: Während Zuckerrohr ein relativ anspruchsloser Grashalm ist, ist die Zuckerrübe ein vergleichsweise anfälliges Pflänzchen. Es braucht darum eine aufwendige Pflege (Jäten, Pflanzenschutzmittel, etc.). Das ist auch der Grund, warum der Anbau von Zuckerrüben in Bio-Qualität schwierig ist und darum nur selten vorkommt.
    - Zuckerrohr kann mehrere Jahre lang geerntet werden - Rüben geben nur einmal eine Ernte.
    - Rüben haben eine klare Erntezeit. Dann laufen die europäischen Zuckerrraffinerien. Den Rest des Jahres stehen die nur rum, brauchen Platz und Standby-Strom. Rohrzucker kann über eine sehr viel längere Periode oder sogar das ganze Jahr über geerntet werden. Dessen Raffinerien laufen darum +- das ganze Jahr.
    - Die Bagasse (der Rest des Zuckerrohrs nach dem Auspressen) kann als Brennstoff zur Energiegewinnung genutzt werden. (Wobei die Rübenschnitzel als Tierfutter ja auch nicht zu verachten sind)
    - usw.


    Umgekehrt gibt es Faktoren, die tatsächlich beim Zuckerrohr problematisch sein könnten: Abholzung von Urwald für die Zuckerrohrproduktion oder der Wasserverbrauch. Ersteres ist jedoch in Lateinamerika kaum mehr der Fall, da heute vor allem mit Soja noch Geld zu verdienen ist, nicht mir Zucker. Das Wasserproblem ist Regional sehr unterschiedlich - in vielen tropischen Regionen ist Wasser keine Mangelware. Zudem funktioniert die Zuckerindustrie im Rahmen ihrer Möglichkeiten so effizient wie möglichm, während in Entwicklungsländern noch ziemlich alte Fabriken rumknattern.


    Ob das eine oder das andere eine insgesamt bessere Ökobilanz hat, hängt von den Details ab. Je nach Quelle gibt es unterschiedliche angaben. Es sieht deutlich danach aus, dass Bio-Fairtrade-Rohrzucker aus Lateinamerika sehr deutlich umweltfreundlicher ist als irgendein noch so optimierter Rübenzucker aus Europa. Denn zu den obigen Faktoren setzen die Bio-Rohrzuckerproduzenten zudem keinen Kunstdünger und weniger Pflanzenschutzmittel ein und die Fairtrade-Kooperativen haben einen sehr viel geringeren Anteil an motorisierten Transporten.


    Zudem verhilft es den Zuckerrohrschneidern zu einem Einkommen. Wer, wie und wie stark die Europäische Zuckerrübenproduktion stützt und schützt ist eine ganz andere Geschichte...



    Langer Text, kurzer Sinn: Verteufelt importierten Rohrzucker nicht mit Umweltargumenten, nur weil er von weit her kommt!




    Aber weiss jemand, ob die Bienen die dunkleren Rohrzucker schlecht vertragen? Ich hab ein bisschen von beidem gefüttert (Zuckerwasser aus weissem Rübenzucker und aus braunem Rohzucker) und das hat bis jetzt funktioniert, aber war das nur Glück?



    (danke fürs bis zu Ende lesen :-) und Gruss )