was treibt Berufsimker am meisten um?

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    Bienenknecht Vielen Dank für den Support😉 .Wenn man nur die Unsicherheit von Wind und Sonne erwähnt, werden prompt Batterien, Wasserkraft und eben Biogas als Lösung für die Dunkelflaute propagiert. Wasserkraft und Speicher kann man als Lösung in Deutschland schnell wiederlegen. Schön das jemand anders das Biogas als nicht regenerativ bezeichnet👍

  • Und dann die dauernde Faulbrutgefahr.

    In einem anderen Thread wurde doch gerade nachgewiesen, dass die deutsche Faulbrutsituation seit Jahren auf niedrigem Niveau stabil ist. Aus Sicht der Bienengesundheit ist die Milbe wesentlich wichtiger. Behandlungskonzepte sind immer noch nicht 100% sicher (Schwammtuch, OS-Verdampfung,VSH) und die Virensituation über die Jahrzehnte verschärft.

    Außerdem sieht derzeit die asiatische Hornisse „hitverdächtiger“ aus als der Beutenkäfer.

    Aber vermutlich ist die Vermarktung ein noch wichtigeres Thema als die Bienengesundheit. Wenn ich sehe, dass ein Discounter in einer Rabattaktionen unter 2€/Pfund verscherbelt, dann ...🤮

  • In einem anderen Thread wurde doch gerade nachgewiesen, dass die deutsche Faulbrutsituation seit Jahren auf niedrigem Niveau stabil ist.

    Hallo Imker 2016,

    Wärest Du so nett und verlinkt diesen genannten Thread?


    Eine Interessante These, da doch einige aus genau diesem Grund der vermehrten Fälle an Faulbrut, immer wieder nach einen Imkerführerschein schreien.

    DANKE

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • ...

    Eine Interessante These, da doch einige aus genau diesem Grund der vermehrten Fälle an Faulbrut, immer wieder nach einen Imkerführerschein schreien.

    DANKE

    Kannst du bitte verlinken, wo jemand wegen der vermehrte Fälle von AFB einen Imkerführerschein fordert? :S


    Edit: Link zu der Anzahl der Sperrbezirke pro Jahr.

    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Hausecke ()

  • Ich habe die Daten aus dem TSIS mal als Diagramm dargestellt:

    tsis-afb-2000-2018.jpg


    y-Achse Anzahl AFB-Fälle
    x-Achse Jahr


    Auch wenn es regional/lokal schonmal anders aussieht, ist die Gesamttendenz doch ziemlich deutlich. Also Proben ziehen, sanieren, weiter beobachten und hoffen (aber auch dafür sorgen), dass die Tendenz so weiterläuft.


    Gruß
    Ludger

  • Vorsicht mit den Daten.


    Zum einen wurden jetzt bei uns jetzt ca. 20 Sperrbezirke zu einem grossen zusammengefasst.

    Zum zweiten ist bei FB ein Jungimker aus Berlin gewesen, dessen zwei Völker positive FKP hatten. Die wurden vom Amtsveterinär abgeschwefelt, obwohl keine klinischen Symptome vorhanden waren. Dafür wurde dann kein Sperrbezirk eingerichtet.


    Ausserdem meldet wohl kaum ein Imker einen Ausbruch, wenn er dafür seine Völker verliert und als "Schmuddel-Imker" dasteht.

  • Ausserdem meldet wohl kaum ein Imker einen Ausbruch, wenn er dafür seine Völker verliert und als "Schmuddel-Imker" dasteht.

    wenn man alle 2-3 Jahre seine Proben macht, wird niemand ernsthaft von einem Schmuddel-Imker reden. Und es wird auch nur in extrem seltenen Fällen noch notwendig sein, dass man durch die Sanierung Völker verliert.


    Wenn natürlich AFB erst im Rahmen eines Sperrbezirk diagnostiziert wird, weil sich die Bienen eines sauber arbeitenden Imkers angesteckt haben ...


    Derjenige der es selbst findet und meldet, sollte eigentlich nie Probleme haben.


    Gruß
    Ludger

  • Erstmal vielen Dank mit der Idee mit dem Gewölbekeller.

    Davon habe ich genug. Nur wird meine Frau nicht damit einverstanden sein.


    Ich teile die Aussage von Night Shadow. Die gezeigte Statistik kann man nicht heranziehen, um daraus ein tatsächliches AFB Risiko abzuleiten.

    Nicht für jeden Fall wird ein Sperrbezirk eingerichtet. Wie zählt man Sperrbezirke die über Jahre bestehen? Wie wird die Anzahl der Imker im Sperrbezirk gewichtet?


    Zudem ist das mit dem "Schuddel-Imker" nach wie vor in den Köpfen. Jedenfalls hat die Diagnose Faulbrut einen Berufsimker im Nachbarkreis zum Aufgeben gezwungen.


    Daher sehe ich die AFB nach wie vor als das grösste Risiko für den Berufsimker.

    Zudem glaube ich auch nicht, dass jeder so ehrlich ist, den Befall der eigenen Völker anzuzeigen. Nicht umsonst waren es die gleichen Imker im Verein, die ein Probe ziehen lassen haben.


    Daher teile ich den Optimismus einiger ganz und gar nicht.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • In Tschechien geht man sehr viel entspannter mit dem AFB-Risiko um, seitdem alle Bienenstände ihre Gemüllproben einsenden. Damit ist die Erfahrung bestätigt: Je dichter das Frühwarnungsnetz, um so weniger überraschend und niedriger die AFB-Erkrankungsrate. Dr. Titera hat ja nach jahrelanger Auswertungspraxis sogar von einer "Inkubationszeit" von ca. 2 Jahren gesprochen, bei der die Gemüllprobe bereits eine geringe Sporenbelastung zeigen kann, dem Imker aber dennoch bis zu 2 Jahren Zeit bleibt, um mit Hygienemaßnahmen einen offenen AFB-Ausbruch nicht nur zu verhindern, sondern sogar die Sporenbelastung zu beseitigen (ab Min. 17,40):


    Ich weiß allerdings nicht, ob das auch auf den Genotyp ERIC I zutrifft.

  • Da ist das Stichwort: "Alle"

    Noch besser ist der Zusatz: "Damit hat der Imker bei Sporenbelastung Zeit zu sanieren."

    Damit ist das System dort besser als das in Deutschland.


    Da wäre ich auch dabei.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Ausserdem meldet wohl kaum ein Imker einen Ausbruch, wenn er dafür seine Völker verliert und als "Schmuddel-Imker" dasteht.

    wenn man alle 2-3 Jahre seine Proben macht, wird niemand ernsthaft von einem Schmuddel-Imker reden. Und es wird auch nur in extrem seltenen Fällen noch notwendig sein, dass man durch die Sanierung Völker verliert.

    Ich kenne die jährliche Abgabe der Futterkranzprobe als das übliche Vorgehen, wie ist es denn allgemein so bei den Forennutzern hier?

  • Ich kenne die jährliche Abgabe der Futterkranzprobe als das übliche Vorgehen, wie ist es denn allgemein so bei den Forennutzern hier?

    Bei mir jedes FJ Sammelproben aus je 4 Kästen. Bei Verdacht 4 Einzelproben - kam erst einmal vor, Verdacht konnte nicht bestätigt werden. Aber geplantes Wandern fiel somit aus...