was treibt Berufsimker am meisten um?

  • Alloha,
    erstens bin ich absolute Anfängerin in der Imkerei, zweitens bin ich Hobbyimkerin.
    Am ersten Punkt möchte ich defenitiv noch arbeiten, beim zweiten möchte ich es belassen.


    Da die Imkerei ein so breit gestreutes Thema ist, würde mich interessieren, was den Berufsimkern am meisten "Kopfzerbrechen" bereitet.


    Königinnenzucht, Varroa, Völkerführung, Vertrieb, Arbeitsspitzen in der Schwarmzeit und Honigernte, PSM........


    Ob der Mannigfaltigkeit des Themas, mag man als Anfänger eventuell manchmal etwas den passenden Fokus verlieren.


    Über Einlassungen zu der Thematik würde ich mich freuen.


    Liebe Grüße
    Astrid

  • Spreche da erst mal nur für mich mit Fragen wie:


    - wie können wir Bedingungen gestalten, unter denen wir leichter große Völkerbestände erhalten können?
    - Struktur und Effizienz der Betriebsführung
    - Dynamik Varroa & PSM

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ein Berufsimker muss - wie schon der Name sagt - von diesem Beruf und seinen Bienen leben. Somit bewegen ihn wie alle kleine Unternehmer ähnliche Sorgen, weil er ja einerseits ein Fachmann auf seinem Gebiet sein muss, andererseits auch im Marketing und Vertrieb sowie kaufmännische Kenntnisse und Talente aufweisen sollte. Ohne Verkauf geht nix. Zusätzlich wird ihn sicher jedes Jahr die Sorge quälen: Werden meine Bienen den Winter überleben und wenn nein, wie viele wohl nicht? Wie wird es mit dem Bien weitergehen? Was mache ich, um in den nächsten Jahren meine Existenz zu sichern und auszubauen? Kann ich ausreichend Vorräte anlegen, um ein Honigloses Jahr zu meistern?


    Ich glaube man muss sich nur mal in die Situation reinversetzen, dann kommen einem die Antworten und Sorgen ganz schnell von selbst. Grundsätzlich ist es im der Imkerei vielleicht etwas einfacher, in die Materie hineinzukommen, weil man langsam wachsen kann/sollte und nebenbei so lange wie mögliche einen Job ausüben kann. Denn von null auf 100 geht da ohnehin nichts. Und wenn man mal eine Größenordnung von Völkern sowie einen Absatz hat, wo es sich lohnt, den Job aufzugeben und die Imkerei als Hauptjob zu machen, dann wird man sich dazu entschließen. Wenn es nicht so gut läuft, hat man eben zwei Standbeine.

  • Also ich will jetzt niemandem zu nahe treten, aber dass sich Berufsimker am meisten mit diesem Gedanken beschäftigen, bezweifle ich sehr :wink:


    Ich schreibe nichts zu diesem Thema, da ich kein Berufsimker bin und somit wie hier fast alle nur vermuten kann was sie umtreibt.
    Was treibt denn z.Zt. Die Landwirte, Milchbauern, Förster usw. In Deutschland um?
    Genau außer Spekulation gibt es hier nichts, als die ganz allgemeinen Sorgen eines jeden selbstständigen.
    Dann Antworten hier 2 Berufsimker und die Antwort eines wird schon gleich wieder in Frage gestellt.


    Dieser Faden bedient das typische Internetuser klischee, einer stellt eine Frage, es Antworten viele die nicht angesprochen waren, keine Ahnung haben und nur irgendwas interpretieren oder mutmaßen.
    Wenn dann jemand antwortet, der angesprochen war, wird schon wieder gezweifelt...

  • ,,Wenn dann jemand antwortet, der angesprochen war, wird schon wieder gezweifelt...


    das aber ist nun mal die da draußen existierende Wirklichkeit


    man könnte auch einer anderen Theorie nach gehen


    die der Frage nach geht, hat ein Berufsimker jetzt überhaupt gerade Zeit sich mit dem Texten in irgend einer Form zu beschäftigen oder noch tiefer sich hier in einem Forum mit solchen Fragen zu beschäftigen


    da ist das eine


    die andere Welt ist doch die, wie viel Prozent der gesamten Imkerschaft sich hier tummelt, wie viele davon "nur" lesen und wie viele davon wiederum überhaupt in die Tasten klopfen.


    Dann sind wir am Boden der Tatsachen angelangt. Alles andere ist pure Spekulation

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Wenn ich das alles hier so lese, treibt Berufsimker am meisten um wie die Frage "was treibt Berufsimker am meisten um ?" in der Virtuellen am meisten umgetrieben wird:p



    Bekomme ich meine Kinder morgen auch noch satt?

    :daumen:thats it

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Königinnenzucht, Varroa, Völkerführung, Vertrieb, Arbeitsspitzen in der Schwarmzeit und Honigernte, PSM........


    Ist alles natürlich ein Thema, inkl. wie die Berge von Wachs schmelzen und Ladetechnikverbesserung. Zum Kopfzerbrechen bleibt in der Saison allerdings keine Zeit und Neid ist, jedenfalls bei uns, noch nie da gewesen (nicht der passende Charakter vorhanden :)
    Königinnenzucht überlasse ich auch Leuten die es besser können als ich. Ab und an vermehre ich, zerbricht mir aber auch nicht den Kopf.


    Gruß Sanni

  • Doch, da hat der Drohn recht. Neid ist ein großes Problem.
    Wenn einer die Kisten voll bekommt, bekommen das auch viele Imker. Meist können die Bienen das reichhaltige Angebot gar nicht wegschleppen, wenn es denn ein Angebot gibt. Gibt es keins, gibt es für alle keins. Aber diese einfache Weisheit ist bei den wenigsten Imkern bisher angekommen.
    Genau so ist es mit dem Verkauf. Für guten Honig gibt es immer Käufer. Ausreichend für alle, auch zu sehr brauchbaren Kursen.
    Aber eigentlich bin ich hier auch gar nicht angesprochen...

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)