MULLER Brett passt zu TBE, biotechnische Behandlung, varroareduzierende Vermehrung

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    Hallo Simon,


    auch ich habe den Draht schon bestellt. Ich werde einfach einen Rahmen bauen, den ich damit bespanne. Flugloch brauche ich auch keines, da ich noch Ablegerböden/Wandergitter habe, die ich einfach auf den Rahmen mit dem Gitter aufsetzen kann. Aber vielleicht baue ich auch komplette Müllerbretter, wenn das Verfahren nicht funktioniert, kann ich die immer noch als Boden für Ableger nutzen, oder als Wandergitter zur Belüftung auflegen.


    Gruß
    Ludger

  • So, dass Brett ist bei einem Versuchsvolk seit 31.7. drauf.


    Folgende Probleme haben sich bis jetzt ergeben:


    - Volk wurde auf 1 Zander-Brutraum geführt. Keine Wabe mit ausschließlich offener Brut vorhanden --> Teil unter Muller-Brett absolut brutfrei gebildet
    - Oberer Brutteil enthält frische Stifte bei der Bildung. --> Es dauert 8,5 Tage bis im Teil über dem Mullerbrett keine passende Brut mehr vorhanden ist, erst dann funktioniert meiner Meinung nach die Geruchsfalle


    Ich habe den unteren Teil zwei Tage nach der Bildung bedampft und anschließend den oberen Teil über Muller-Brett wieder aufgesetzt. Ich möchte warten bis sämtliche Brut geschlüpft ist, und dann das Brett durch einen normalen Boden ersetzen und en oberen Teil bedampfen. Die abfallenden Milben müssten ein ziemlich eindeutiges Ergebnis liefern. Bin gespannt...


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • 1. Zwischenstand,


    ich habe aus Neugierde einmal den Brutling abgehoben und auf das milbendichte Brett geschaut. Dort sitzen tatsächlich etliche, quicklebendige Milben. Ich habe das Brett ausgefegt und den Brutling wieder aufgesetzt. (Letzterer hat sich übrigens eine Kö nachgezogen und trägt schon schön Pollen ein!) Es dauert also nicht mehr lange, bis ich ein erste Ergebnis habe! (Da Einzelversuch, natürlich wenig belastbar, aber immerhin eine Basis für ein Bauchgefühl.)


    Gruß
    Ludger

  • Mein Versuch ist abgeschlossen, habe gestern den oberen Teil mit MS zur Kontrolle behandelt. Eigentlich wusste ich das Ergebnis schon, als ich Milben auf den Bienen gesehen habe.
    Hunderte Milben heute auf der Windel...


    Fazit sehr enttäuschend, hätte mehr erhofft...
    Vielleicht zu wenig Geruch?


    Bin gespannt auf die anderen Berichte


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo Simon,


    auch hier bestenfalls gemischte Ergebnisse. Musste den Fegling mit Ameisensäure nachbehandeln, evtl. Reeinvasion vom aufsitzenden Brutling aus? Der Brutling hingegen sieht ganz ordentlich aus, aber deine Idee mit der Milchsäure Nachbehandlung ist gut. Diese Nachbehandlung werde ich machen und dann genaueres berichten.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo Simon,


    1 Tag nach der Milchsäurebehandlung sind 38 Milben im ehemaligen Brutling gefallen. Der Brutling ist weisellos und ein "Drohnensammelplatz", aber die Milbenlast scheint tatsächlich eher niedrig zu liegen.


    Gruß
    Ludger

  • Okay, mein ehemaliger Brutling hat sich eine Königin nachgezogen... Vielleicht müsste man für mehr offene Brut im unteren Teil sorgen?


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • nachgezogen haben sie bei mir auch. Es ist auch eine Kö geschlüpft - ich habe jedenfalls eine entsprechende Weiselzelle gefunden. Aber scheinbar ist sie nicht vom Begattungsflug zurückgekommen.
    Mehr offene Brut im unteren Teil, könnte man mit junger Königin und guter Futterversorgung hinbekommen. Ich hatte deshalb eine Futtertasche im unteren Teil, allerdings noch die letztjährige Königin. Es ist zugegebenermaßen recht aufwändig, für jede kleine Fütterung, den Brutling abzunehmen, die Tasche zu füllen und alles wieder zurückzubauen.


    Gruß
    Ludger

  • Hier noch eine kleine Anmerkung an alle, die das Muller-Wunder-Brett (welches übrigens schon groß verkauft wird) dieses Jahr testen wollen.


    Warum kann das Teil nicht funktionieren? Auch nicht bei richtig viel Geruch nach potentiell parasitierbarer Brut im unteren BR?


    Die Milbe läuft nicht zu den Brutzellen sondern lässt sich dorthin tragen. Würde sich die Milbe also schon fallen lassen, nur weil sie in 10 - 20 cm Entfernung Brut im richtigen Alter riecht, könnte sie sich niemals so gezielt von Bienen zur richtigen Brut tragen lassen. Sie würde schon 3 Wabengassen vor der richtigen Brut von der Biene fallen, wenn diese Geruchskonzentration ausreichen würde, um die Milbe von der Biene zu bringen.


    Mittlerweile bin ich mir sicher - auch unter Rücksprache mit einigen geschätzten Imkerkollegen - dass das Muller-Brett nicht funktionieren kann.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)