Geburtshilfe

  • Hallo,


    Ich habe gerade meinen erste Zuchtserie Königinnen "geerntet". Dabei habe ich zuerst Ableger gebildet und dann die schlupfreifen Zellen aufgeteilt, bis auf zwei Zellen die ich nicht unterbringen konnte. Die habe ich gekäfigt und im Pflegevolk gelassen (das auch eine weitere ungekäfigte Zelle bekam). Die meisten waren nach 2-3 Tagen geschlüpft.
    Nun habe ich als ungeduldiger Anfänger in einem Fall, in dem mir die Zelle überfällig schien, versucht diese zu öffnen (hätte nicht gedacht, dass der Kokon so zäh ist). Als mir das schließlich gelang, purzelte mir eine etwas wacklige, jedoch bewegliche Königin entgegen, die ich dann, in der Hoffnung sie nicht verletzt zu haben, in die Waben einlaufen ließ. Habe mich über meine Ungeduld geärgert und geschworen einfach noch zwei Tage Zeit zu geben.
    Nun zu den anderen beiden Zellen, die gekäfigt waren: Eine ist selbstständig geschlüpft, und ich habe sie woanders gut untergebracht (siehe diesen Thread).
    Die andere war nun zwei Tage überfällig, ich habe sie daher herausgenommen und den Käfig geöffnet. Der Zellendeckel war begonnen worden durchzunagen. Ich habe vorsichtig nachgeholfen, und freute mich über den Anblick des dicken Kopfes. Bei genauerer Betrachtung stellte sich jedoch heraus, dass die Dame tot war. Voll entwickelt, aber nicht aus der Zelle gekommen. Vielleicht auf halbem Wege verhungert?
    Nun leisten die Arbeiterinnen ja für gewöhnlich Geburtshilfe, wenn die Königin beginnt die Zelle zu öffnen, bzw. bieten schonmal etwas Futter an. Bei gekäfigten Zellen ist das natürlich erstmal nicht möglich... es sei denn, man würde 2-3 Arbeiterinnen mit in den Käfig einsperren. Frage: Macht das jemand von Euch gezielt so und hat damit gute Erfahrungen?


    Schöne Grüße


    Hannes

  • Mach die Zellen künftig von hinten auf. Mit dem Fingernagel über dem kunststoffnäpchen leicht halb herum fahren und schon kannst sie mit etwss gefühl umklappen und danach auch wieder verschließen!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Nimm zum öffnen besser ein scharfes Tapeziermesser. Dann kannste wieder zurück klappen. Ist besser als der Fingernagel.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Also mit dem Fingernagel geht es wunderbar. Auch wenn man mal etwas Überbau hochschieben muss. Beim Teppichmesser hätte ich je nach Zellenlänge Angst.
    Ich klapp die dann wieder zurück und fahr leicht über das Wachs damit es wieder gut hebt.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Update zu der Königin aus der von mir geöffneten Zelle: Schön groß und quicklebendig, war Zeuge wie sie auf Begattungsflug startete:)



    Doch nun nochmal zu meiner Frage:



    Nun leisten die Arbeiterinnen ja für gewöhnlich Geburtshilfe, wenn die Königin beginnt die Zelle zu öffnen, bzw. bieten schonmal etwas Futter an. Bei gekäfigten Zellen ist das natürlich erstmal nicht möglich... es sei denn, man würde 2-3 Arbeiterinnen mit in den Käfig einsperren. Frage: Macht das jemand von Euch gezielt so und hat damit gute Erfahrungen?


    Dazu irgendwelche Meinungen oder Erfahrungen? Könnten die Hebammen innerhalb des Käfigs die Prinzessin abmurksen wenn von draußen die Nachricht kommt: "Die von zwei Zellen weiter ist besser!"?