Ameisen vertreiben

  • Hallo zusammen,


    mein Beuten Standort hat relativ viele Ameisen, die kleinen Braunen. Nun habe ich gesehen, dass es im Baumarkt ein Ameisenvertreiber gibt.
    Ein Spiess den man in den Boden rammt und durch Frequenzen im 30sek Takt die Ameisen vertreibt.
    Könnte diese Frequenz den Bienen schaden bzw. diese vertreiben?
    Hat jemanden Erfahrungen damit? Oder kennt ihr Alternativen damit die Ameisen nicht in die Beute kommen?:confused:
    Danke und Grüsse

  • Hallo Ddbee,


    definiere Relativ viele?
    Ich handhabe es immer so, solange die Ameisen nur auf den Varroaschieber Deckel etc. Rumgurcken mache ich gar nichts, vor allem die kleinen Braunen sind relativ ungefährlich für die Bienen.
    Wird es mehr, also dass ich sie auch in der Beute irgendwo in größerer Anzahl finde, nehme ich Raupenleim und schmiere die Füße der Beutenständer damit ein.
    Das funktioniert bei mir und meinem Standort relativ gut, so dass ich wirklich noch nie Ameisen Probleme hatte.


    Grüße,


    Max

  • durch Frequenzen im 30sek Takt die Ameisen vertreibt.


    Klingt nach den selben nutzlosen Dingern, wie die, welche mit Frequenz die Maulwürfe vertreiben soll.
    Diese Frequenz nervt ausschließlich uns im garten, die Maulwürfe bleiben beständig...

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Und was machen die?

    ... die nehme Platz weg - in der Natur!


    Da wo die sind könnten gut und gerne auch paar rote Waldameisen sein. Und die zu bekämpfen ist eine richtige Aufgabe. Die sind meine Feinde. Die kleinen fressen bloß immer den Futterteig aus den Begattungskästen. Die großen fressen die Bienen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Was ich mich in diesem Zusammenhang öfter mal frage: Ein Kollege aus einem Ameisenforum hatte hier mal geschrieben, daß die Ameisen großen Respekt vor dem Bienengift haben und auch tote Bienen nicht an ihre Brut verfüttern... Habt ihr das schon mal beobachtet?


    Ich sehe aber öfter mal Waldameisen meine toten oder halbtoten Bienen wegschleppen. Bei mir sind es nur Schwarze und problematisch sieht das nur im Frühjahr und bei schwachen Völkern aus. Ich nehme das sportlich und sortiere die Völker aus, die mir die Ameisen "zeigen". Ging bisher gut.


    Gruß Jörg

  • Ich nehme das sportlich und sortiere die Völker aus, die mir die Ameisen "zeigen". Ging bisher gut.

    Sah ich auch mal so. Dann räumten sie den ganzen Zuchtstand von Dienstag bis Freitag ab. 5 Völker tot. Erst zugestopft, dann abgemurkst, dann eingezogen und das Nachbarvolk überfallen. Waldameisen genießen daher keinen Schutz mehr - bei mir.
    Ich hab' früher echt auf die Hügel geachtet. Sogar mit Drohnenbrut gefüttert hab ich die. Früher. Der Dank war dann der Dank.


    Nie wieder! Keine Förderung der Waldstasi! Die fressen Lebendes. Nicht nur Bienen und deren Brut. Auch Käfer, Raupen, Schmetterling, Ohrenkneifer, Engerlinge usw. Nichts ist sicher vor denen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ...5 Völker tot. Erst zugestopft, dann abgemurkst, dann eingezogen und das Nachbarvolk überfallen. ...


    Stimmt! So gehen sie ran.


    Dann habe ich die Palettenunterlagen (mussten eh weg) gegen Balkenlager und die Einschubwindeln gegen Wärmebretter getauscht. Danach haben die Ameisen aufgegeben.


    Und wie gesagt, es sind bisher nur die Schwarzen.


    Gruß Jörg

  • Ich will nicht rumklugscheißen, aber: "Die Roten Waldameisen werden von der International Union for Conservation of Nature IUCN in der Ausgabe 2009 der Roten Liste gefährdeter Arten als gering gefährdet (Low Risk/Near Threatened) geführt.


    Sie und ihre Nester sind in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung[1] besonders geschützt und stehen laut der Roten Liste gefährdeter Arten Deutschlands[2] auf der Vorwarnliste (Kategorie V). Einzelne Länder Deutschlands beurteilen die Situation unterschiedlich[3]. Die Gefährdungssituation divergiert zwischen „nicht gefährdet“ über „gefährdet“ bis zur Einreihung in eine Vorwarnliste."
    Das muß man auf dem Schirm haben und mal sehen, was man noch machen kann. Umsiedeln oder so, Die machen auch nur das, was sie schon seit Jahrmillionen machen. Da muß man nicht gleich schießen. LG Schäfchen

  • Da muß man nicht gleich schießen.

    Man kann auch Spray nehm' oder Feuer oder draufspring oder wegkehren oder Dampfstrahler oder Ameisenbären.


    Keine Hand breit Waldboden unter den Beuten diesem Aggressor!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • "Manchmal verlierst Du und manchmal gewinnt hartmut", Lothar Mathäus, Wermsdorfer Frieden, 1456

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Die große rote Waldameise vertreiben bringt nix. Man muß sie umsiedeln, wenn man nicht will, dass sie die Bienenvölker auseinander nehmen (tja, so ist die Natur: Fressen oder gefressen werden).
    Umsiedeln ist allerdings mit viel Arbeit verbunden, aber funktioniert.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"