Nickel+Säure?

  • Hallo,


    ich verwende seit diesem Jahr erstmalig vernickelte Polsternägel als Abstandshalter. Was erwartet mich bezl. der Behandlung mit organischen Säuren, gibt es da eine Reaktion und wären eventuelle Reaktionsprodukte für Bien und Mensch problematisch? Grundsätzlich, und dann im besonderen Fall (Menge; Anwendung)?


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Ralf,


    mit Nickel wirst du keine Probleme haben. Da braucht es andere Säuren...


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hi ,


    Keine Säuren und Nickel !


    Technisches Handbuch :


    Nickelmethanat (Nickelformiat) Xn R:20/21/22-36/37/38-42/43 S:26-36-22  
    https://de.wikipedia.org/wiki/R-_und_S-S%C3%A4tze



    Nun beruht die Wirkung der Ameisensäure zwar auf der reizenden Wirkung auf die Milben
    aber Nickel wird halt zu Nickerformiat umgesetzt.
    Das Nickelformiat wird von den Bienen sicherlich beim Putzen und Ablecken auch auf (in) den Waben verteilt.
    Ob du Nickel im Wachs (weniger kritisch) oder im Honig (Schwermetall-Ionen sehr kritisch) haben willst, wage ich zu bezweifeln .
    Ich komme beruflich aus der Chemie ...... und vermeide soetwas .


    Gruß Andre

  • Polsternägel benutzen viele Imker, die kauft man im Imkerbedarf. Die sind immer vernickelt. Alternativ gingen noch Schrauben, die sind in der Regel verzinkt. Oder Edelstahl. Schrauben ist eine unlustige Arbeit, ich hab mich schon über die Polsternägel gefreut (die ersten Rähmchen hab ich mit Schrauben versehen). Aber irgendwas ist ja immer.


    Von was für Mengen reden wir denn hier, die so evtl. in Lösung geraten?


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Mengen kann ich nicht abschätzen .
    Es werden nur Spuren sein , eine dauerhafte Exposition mit Nickelionen ist aber sicher nicht gesundheitförderlich.
    Zink und Kupfer aus dem Messing sind auch nicht viel besser ....
    Ob es verzinnte oder vergoldete Polsternägel als Alternative gibt weiss ich nicht ( Geschäftsidee? ) .


    Gruß Andre

  • Zitat

    du müsstes Messing nehmen. Das geht!


    Ich hab' bei manchen welche aus Messing. Das gibt nach Säureanwendung gelegentlich blaugrüne Streifen auf den Seitenteilen, in denen die Messingpolsternägel sitzen. Sie wirken wie eingefärbt, die Schmalseiten der vertikalen Leisten, und nur auf der Seite, wo die Nägel sitzen. Blaue und blaugrüne Farbe ist typisch für Kupfersalze (Blaues Kupfervitriol -das ist das Sulfat-Hydrat- kenne ich aus Kinderzeiten im Weinbau). Die etwas blaugrüne Farbe ist typisch für das Kupferoxalat-Hydrat, eine Verbindung, die auch als Mineral in der Natur vorkommt und in mineralogischen Tabellen Moolooit (nach dem Fundort in Australien) benannt wird.


    Die Interpretation ist ziemlich eindeutig:Winterbehandlung mit Oxalsäure löst die Messingnägel an, und bildet ein bißchen Brühe, in der Kupfer gelöst wird und die am Rähmchen hinunterläuft und eintrocknet. Ich hab das bei einigen meiner Völker gesehen - Schäden soweit nicht bemerkt.


    Cheers
    Baudus

    Und wieder ist Frühling / auf alte Torheiten / folgen neue Torheiten (Issa)


  • Gut gemeint aber falsch... Unter welchen Bedingungen entsteht Nickelmethanat?


    Bei den Ameisensäure Konzentrationen und den Temperaturen im Bienenstock wird mit dem Nickel nichts passieren.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)


  • ...
    Zink und Kupfer aus dem Messing sind auch nicht viel besser ....
    Ob es verzinnte oder vergoldete Polsternägel als Alternative gibt weiss ich nicht ( Geschäftsidee? ) .


    Vergoldete Oberflächen nutzen auch nichts, weil sie unter der Goldschicht auch verzinnt, verkupfert und vernickelt sind...
    Die Goldschicht würde vermutlich schon durch Propolis verschlissen...


    Gruß Andreas


  • Bei den Ameisensäure Konzentrationen und den Temperaturen im Bienenstock wird mit dem Nickel nichts passieren.


    Hm, ich weiß nicht, was mit der Nickelschicht geschehen ist. Meine Polsternägel jedenfalls waren nach den ersten beiden AS-Behandlungen (1 x Langzeit > 12 Tage) des ersten Imkerjahres und dem nachfolgenden Winter verrostet. Jetzt dauert es etwas länger, ehe sie Rost ansetzen. Mglw. ist die Nickelbeschichtung mittlerweile durch Propolis besser geschützt und infolge größerer Volksstärke/milderer Winter weniger Kondenswasser an den Beutenwänden. Ich hätte auch gern Polsternägel aus Edelstahl. Aber die kann mir keiner besorgen. Die Kufenabstandshalter gibt es aus Edelstahl, aber die von 10mm auf 7mm flachbiegen?
    Außerdem ließ sich der Spanndraht so einfach um den Polsternagelstiel wickeln...


    http://www.imkereibedarf-bienenweber.de/epages/imkereibedarf.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/imkereibedarf/Products/03200-A/SubProducts/03206&ViewAction=ViewProduct


    AndreasH : Wie kann Propolis Gold "verschleißen"? Ich nahm bisher an, daß der harzige Propolisüberzug eher vor chemischen Angriffen schützt als selbst anzugreifen?!


    Noch immer suchend - Gottfried

  • Meine Polsternägel jedenfalls waren nach den ersten beiden AS-Behandlungen (1 x Langzeit > 12 Tage) des ersten Imkerjahres und dem nachfolgenden Winter verrostet.


    Um die Polsternägel macht ihr euch Sorgen. Was mit dem restlichen Inhalt der Kiste während der Ameisensäurebehandlung passiert, wenn es schon Nickel so massiv angreift, macht ihr euch keine Gedanken...


    Ich habe Edelstahlschrauben genommen, um auf's Thema zurückzuführen. (Weil die geraden rumlagen)


    Gruß
    Werner

  • Also wegen der Bienen, dem Wachs oder dem Honig
    würde ich mir keine Sorgen machen.
    Die Nägel sind doch wie alle anderen Teile der Beute und der Rähmchen in kürzester Zeit verpropolisiert und mit einer Wachsschicht überzogen.
    Was soll da noch groß reagieren oder herauskommen?


    Nickel würde ich allerdings trotzdem nicht nehmen, man muss die Nägel ja beim Einnageln intensiv mit den Fingern anfassen und Nickel ist doch, soweit ich weiß, sehr allergieauslösend:
    Nickel ist vor allem als ein starkes Kontaktallergen der Haut bekannt.


    Sowas muss ich wirklich nicht mehr als nötig in meiner unmittelbaren Umgebung haben!


    Gruß
    hornet

  • ich glaube, ich steige auf goldene Wasserkräne um...


    wir haben Wasserleitungen im Haus, da entfällt das umständliche umherkranen der Wassereimer :-P


    4 Polsternägel 1 Rähmchens haben eine Oberfläche von geschätzten 5cm². Wieviel Nickel soll sich davon während einer Behandlung alles ablösen?



    Ach und mein Silberring verfärbt sich durch Schweiß auch schwarz. Bin ich (oder besser meine Körperausdünstungen) damit auch ätzend?


    Und sonst kommen ja keine Gifte in den Bienenstock, ausser dem gelösten Nickel der Nägel.


    Stefan