Zucht Begattungskästchen

  • Hallo zusammen,
    habe mich dieses Jahr zum 1. Mal an die Zucht gewagt mit Anbrüter.
    Jetzt ergab sich folgendes Phänomen:


    Nach Bildung der Minivölkchen, 2 h Warten. Danach ließ ich die frisch geschlüpfte Queen rein laufen. Soweit war alles OK.
    Bald darauf war zu sehen, dass von den 3 Völkchen eines überquoll und die anderen zwei leer waren. D.h. die haben sich eines ausgeguckt und sind da alle zugeflogen. In den leeren Kästchen blieb die Königin zurück mit einigen Getreuen.


    Das Interessante ist, dass ich das auf einem etwas entfernteren Standort genauso beobachtete.
    Ein benachbarter Altimker, der schon seit Jahrzehnten züchtet, beobachtete zu der Zeit, erstmalig, das gleiche Phänomen.


    Hat da jemand eine Erklärung?


    Danke

  • Nach Bildung der Minivölkchen, 2 h Warten. Danach ließ ich die frisch geschlüpfte Queen rein laufen. Soweit war alles OK. Bald darauf war zu sehen, dass von den 3 Völkchen eines überquoll und die anderen zwei leer waren.
    Hat da jemand eine Erklärung?

    Na eine Königin oder ein Kästchen riechen oder stehen besser als die andern. Eine Verbindung zu der konkreten Königin kann auch gar nicht hergestellt sein, in der kurzen Zeit.


    Deshalb kommen so Begattungseinheiten wenigstens 1 Tag - besser länger - in den Keller und wachsen dort zu Einheiten um die neue Königin zusammen. Sie kriegen die Neue auch von Anfang an und müssen nicht erst 2 Stunden lang nach der suchen und die womöglich dann in einem andern Kästchen finden ... :roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
    besten Dank.


    Kann gut sein, dass das der Knackpunkt war. Ich habe sie tatsächlich gleich nach dem Zusetzen auf den Stand gesetzt und fliegen lassen.


    2016 - neue Chance - neues Glück ;-))

  • hatte selbiges Phänomen dieses Jahr:


    2 Begattungskästchen mit Bienen aus einem Sammelbrutableger befüllt und GLEICH Königin ( im Sammelbrutableger geschlüpft ) dazu gesetzt.


    Eine Stunde später ein Kästchen fast leer mit nur KÖ und paar Bienen, das andere übergequollen.


    Ich dachte, ich spare mir die Kellerhaft, wenn die Bienen eh aus einem Sammelbruableger sind.


    Konnte die Situation aber durch vertauschen der Kästchen retten ( volles Kästchen vorher verschlossen und dann weggestellt)
    Dem ist scheinbar nicht so.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Die kleinen Dinger ....
    Nehmt Minis, mit Brut drinne.
    Wie man dazu kommt steht nu wirklich oft genug hier drinne.
    Einfacher für den Imker und besser für die junge Qeen!
    Ihr spart sicher am falschen Ende, und macht euch und den Qeens das Leben schwer!
    db

  • Wenn man die Begattungskästen aufstellt und öffnet, dann beobachtet man, dass erst einmal viele Bienen ausfliegen. Danach findet man, dass an den Kästen unterschiedlich gesterzelt wird, während noch viele nicht eingeflogene Bienen in der Luft sind. Sie sehen, wo stärker gesterzelt wird und fliegen dorthin, setzen sich dazu und sterzeln ebenfalls. Das Ganze ist eine klassische Rückkopplung mit dem Ergebnis, dass Kästen übervoll werden während andere fast leer sind.
    Ich hatte auch schon den absurden Fall, dass ein Kästchen weisellos war und die Bienen deshalb besonders heftig gesterzelt hatten - mit dem Ergebnis, dass ausgerechnet dieses Kästchen dann überfüllt war.
    Was dagegen hilft: Nicht alle Kästchen gleichzeitig öffnen. Die Bienen des zuerst geöffneten Kästchens fliegen aus, am Kästchen wird gesterzelt, die Bienen fliegen sich ein, das Sterzeln hört schließlich auf. Dann wird das nächste Kästchen geöffnet. Eine Alternative hierzu ist die Aufstellung in größerer Entfernung zueinander.
    Natürlich muss auch Henrys Rat befolgt werden. Die Bienen fliegen dann nicht ganz so heftig aus und die Umverteilung der Bienen ist dann nicht so stark.


    Gruß Ralph