Ableger-Entwicklung, Rahmenwechsel DN - Zander

  • Guten Tag liebe Forengemeinde,


    seit ein paar Monaten kann ich mich in die Gesellschaft der Bienenbesitzer einreihen und stelle schon recht früh fest, dass Erfahrung wieder einmal alles ist.


    Im April bekam ich von meinem Bienen-Pater 3 Ableger auf DN-Maß in einigen selbstgebauten Ablegerkästen.
    Die Tiere entwickelten sich recht gut und stachen sogar einige Hornissen ab, die gelegentlich in diese Kästen flogen und dort immer ca. eine Minute lang ihr Unwesen trieben.


    Vor 2 Wochen zogen die Bienen daraufhin in 4 Frankenbeuten um.
    Da in Zukunft Zander-Kattbau die Betriebsweise sein soll, mussten die kleineren DN-Rahmen auf Holzklötzen aufliegen.


    Die vollen DN-Rahmen hängte mein Bienenpate dabei an den Rand und der Rest wurde mit Zanderrahmen mit Mittelwänden aufgefüllt.
    Die Idee dahinter soll sein, dass die DN-Rahmen ´rausrotieren´ und immer wieder neue Zander nachgehangen werden.
    Hat jemand vielleicht schon Erfahrung mit dieser Methode und kann sagen, welcher Rahmen als erstes raus müsste (Rand/ Nähe Mitte)?


    Bei Karl Pfefferle habe ich gelesen, dass man zwischen die in der Mitte der Beute aufgehangenen Rahmen eines Ablegers, neue dazwischenhängen sollte.
    Wäre das auch eine Alternative, die DN-Rahmen in die Mitte zu hängen und mit den Zandern mittig zu ´strecken´.


    14 Tage nach Umzug in die Beute ergibt sich folgendes Bild (Blick durch die Folie):
    Volk 1 und 2 - starker Wildbau im Zwischenraum zwischen DN-Rahmen und Beutenseite, DN stark mit Bienen belegt (+Wabengassen), Wabengasse zwischen DN und Zander leicht belegt und erste geringe Bautätigkeiten.


    Volk 3 - kein Wildbau, Wabengassen nur zwischen DN belegt. Wabengasse DN - Zander nicht belegt (Problematisch?)


    Volk 4 war ein Ableger auf Zander, da noch keine Königin sichtbar war, wurde eine gut bestückte DN-Wabe in die Mitte gehangen. Von der Mitte zur Seite wo die ursprünglichen Ablegerrahmen hingen (2) sind alle Wabengassen gut besetzt und die Mittelwände werden ausgebaut.


    Gibt es in diesem Zusammenhang Indizien für eine begattete Königin ohne die Rahmen ziehen zu müssen?


    Wie sieht es mit einer Varroa-Behandlung der Ableger mit Milchsäure aus?


    Vielen Dank!

  • Wie sieht es mit einer Varroa-Behandlung der Ableger mit Milchsäure aus?


    Vielen Dank!


    Hallo Stinger,


    eigentlich bin ich etwas irritiert, dass dir dein Bienenpate dazu keine kompetente Anleitung gegeben hat.


    Eigentlich werden Ableger nach dem Auslaufen der Brut mit Milchsäure behandelt. Die Betonung liegt aber nach "Auslaufen der Brut". Somit ist sichergestellt, dass keine weitere Varroen in den verdeckelten Brutzellen sind, da Milchsäure nicht in verdeckelte Brutzellen wirken kann.


    Du musst auf jeden Fall den Zeitraum nutzen zwischen Auslaufen der kompletten Brut bei Ablegerbildung und neuer Legetätigkeit der Königin, da du sonst die jungen Larven schädigst. Sollte deine Königin schon legen, dann die Michsäure nicht frontal auf die Waben sprühen, sondern seitlich im 45 Grad Winkel um die jüngste Brut zu schonen.


    Und um gesunde Bienen zu erhalten auf jeden Fall nicht auf die Milchsäurebehandlung verzichten.


    Viel Erfolg beim Behandeln und ergänze bitte dein Profil, das erleichtert dann das ganze enorm.


    Liebe Grüße Jürgen

    Nicht jeder, der mir Honig ums Maul schmiert, meint es auch wirklich gut mir mir. :wink:

  • Vielen Dank für die Antwort.
    Eine Anleitung bzw. Meinung habe ich bekommen - allerdings habe mein Bienenpate so etwas noch nie bei einem Ableger gemacht.
    Angeblich soll die Herbst und Winterbehandlung mit AS bzw. Oxalsäure in Verbindung mit der Entnahme der Dronenbrut reichen.