Wie lange Kunstschwarm bzw. Schwarm füttern

  • Hallo Experten,
    ich habe seit ca. zwei Wochen zwei Kunst-Schwärme und einen selbst gefangenen Schwarm. Sie sitzen in Dadant Beuten. Nach der heutigen Durchsicht ist bei allen ein ähnliches Bild. Am Drohnenrahmen wird gebaut. Am Futterkranz wird fleißig verdeckelt. Darunter befindet sich Pollen. Stifte und Maden habe ich gesehen. Es ist noch keine Brut verdeckelt. Ich sehe aber auch in vielen Zellen das gefütterte Zuckerwasser.Es sind noch nicht alle Mittelwände ausgebaut. Bei schönem Wetter wird fleißig geflogen, meist mit Pollen.
    Ich füttere meist täglich 1/2 bis einen Liter 1:1 Zuckerwasser. Ich füttere aber nur, wenn der Fütterer leer ist. Wie lange muss ich noch füttern. Meine Sorge ist, dass die Waben ver"honigt" werden.


    Beste grüße
    Axel

  • Das Füttern würde ich sein lassen. Wenn die schon das minderwertige Zuckerfutter einlagern, ist das nicht Sinn der Sache. Zuckerwasser soll nur dem Schwarm am Anfang Schwung geben. Damit die Bienen garantiert genug Futter haben, wenn das Brutnest aufgebaut ist, kannst Du als Randwabe eine verdeckelte Futterwabe dranhängen. Ich entsorge auf die Art Rapshonig, den ich nicht geschleudert habe.

  • ...Meine Sorge ist, dass die Waben ver"honigt" werden.


    Beste grüße
    Axel


    Ja. Die Sorge ist nicht ungebründet.


    Es hängt natürlich immer davon ab, ob bei Dir Tracht vorhanden ist und ob das Volk schon nennenswerte Brutflächen pflegt.


    Ich füttere immer soviel, daß noch ein kleiner (3...5cm breit?) Futterkranz mit offenen Zellen vorhanden ist. Zu viel ist blöd und zu wenig auch...


    Und das Zushängen von verdeckelten Futterwaben in kleine Ableger bringt nicht wirklich etwas, weil die da nicht rangehen (können). Auch sieht man, daß z.B. im Hochsommer die Völker lieber aus der Brut gehen, als die verdeckelten Randwaben zu verbrauchen. Wahrscheinlich macht das für sie auch Sinn. Das ist ja der Wintervorrat.


    Gruß Jörg

  • Hallo Axel


    ein Schwarm sollte, um den Bautrieb zu beschleunigen, maximal 10 Tage mit kleinen Mengen 1/4 bis 1/2 Liter, je nach größe des Schwarmes, gefüttert werden.Bei Volltracht ist es manchmal nicht nötig.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • zuerst, warum gibst du Schwärme Drohnenrahmen? Lass sie normal bauen!


    schwärme füttern ist unterschiedlich zwischen Naturschwarm und Kunstschwarm. Ein Naturschwarm musst du erst nach 5 Tagen zufüttern, da er immer genügend Futter mit sich trägt, aber max 5 zusätzliche Tage. Ein Kunstschwarm musst du sofort füttern, aber max. 10 Tage.


    gruss Stephan

    Auch wenn die Biene einen gestreiften Rücken hat, ist sie noch lange kein Tiger!

  • Hallo,



    ............................... Ich sehe aber auch in vielen Zellen das gefütterte Zuckerwasser.Es sind noch nicht alle Mittelwände ausgebaut. Bei schönem Wetter wird fleißig geflogen, meist mit Pollen.
    Ich füttere meist täglich 1/2 bis einen Liter 1:1 Zuckerwasser. Ich füttere aber nur, wenn der Fütterer leer ist. Wie lange muss ich noch füttern. Meine Sorge ist, dass die Waben ver"honigt" werden.


    Beste grüße
    Axel


    Bedeutet Du hast schon bis zu 14 Liter Futter in die Völker geschüttet ?
    Für einen viel zu schwach gebildeten Kunstschwarm kann das vielleicht noch angehen, aber ansonsten ....
    ... Kunstschwärme die ich Ende Juni bilde bekommen einmalig 5kg Futter und dann ist bis zum Auffüttern gut.


    Herrscht bei Euch keine Tracht das Du die Bienen durch den Sommer fütterst ?


    zuerst, warum gibst du Schwärme Drohnenrahmen? Lass sie normal bauen!


    Hast Du das gelesen AlexZ ?
    Wofür soll ein Schwarm einen Drohenrahmen benötigen ?
    Er nutzt Ihn eh für Arbeiterinnenbrut, halt im Naturbau.


    Ein normal starker Naturschwarm ernährt sich zu dieser Jahreszeit selbst,
    in unserem Vorgarten steht so einer der hat in dieser Zeit eine Zarge Naturbau ausgebaut und trägt den ersten Honig ein.
    Ohne ein Gramm Fremdzucker !


    Leider wissen wir über AlexZ nichts, so das man Ihm eigentlich auch nicht wirklich helfen kann,
    nichtmal den Bienen kann man helfen, denn man kennt deren Standort nicht.
    Auch ersetzt das Internet keinen guten Imkergrundkurs.



    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo AxelZ,


    ich bin zwar noch nicht sehr erfahren, weiß jedoch schon so viel:
    Vor dem Verhonigen des Brutraumes durch zu üppige Futtergaben ist wirklich zu warnen.


    Ich habe letztes Jahr (mein erstes überhaupt mit Bienen) einem Jungvolk zu viel Zuckersirup angeboten. Das Volk hat alles locker eingelagert - ach, wie toll, dachte ich zunächst. Bis ich bemerkte, daß die Brut ausläuft und nicht genug frische nachkommt (weil der Platz zum Stiften im BR fehlte) war eine enorme Populationslücke entstanden (plus: es sind dann auch die vorhandenen Ammenbienen aus der Ammenphase rauswachsen).


    Das Volk hat sich nicht in Gänze von dem Fehler erholt, ist deutlich schwächer (als das andere) in den Winter und hat auch schwächer ausgewintert.
    Ich bin jetzt sehr viel vorsichtiger mit dem Auffüttern.
    Viel Glück
    FrauBrezel

  • Hallo zusammmen,
    besten Dank für eure Unterstützung. Habe das Füttern sofort eingestellt und hoffe, dass die Bienen meine Anfängerfehler tollerieren.
    Bienenknecht  
    "Bedeutet Du hast schon bis zu 14 Liter Futter in die Völker geschüttet ?
    Für einen viel zu schwach gebildeten Kunstschwarm kann das vielleicht noch angehen, aber ansonsten ....
    ... Kunstschwärme die ich Ende Juni bilde bekommen einmalig 5kg Futter und dann ist bis zum Auffüttern gut."


    Also habe nochmal nachgerechnet und meinen Zuckerverbrauch überprüft - komme in Summen nicht auf 5kg * 3 =15kg. War weniger, hatte das ein wenig überschätzt. Die Bienen stehen bei Wolfenbüttel. Ich habe auch Unterstützung vor Ort, wollte nur eine zweite, dritte, .... Meinung. Das ist ja der Vorteil eines Forums :daumen:


    Beste Grüße
    Axel