Substanz klebt am Flugloch

  • Hallo zusammen,


    trotz Bemühung der Suchfunktion habe ich keine adäquate Antwort zu meinem "Problem" gefunden.
    Problem auch zu weit gegriffen vermute ich.
    Ich habe an meinem Stand 2 Wirtschaftsvölker und 3 Ableger.


    Bei nur einem Ableger -Weiselzellen verdeckelt- klebt eine Substanz rund ums Flugloch und noch leicht in den EIngang hinein. Diese SUbstanz ist bei keinem der Völker oder Ableger zu sehen.




    Ideen was es sein könnte?

    Hohenheimer Einfachbeute, Zandermaß, 10 Waben pro Zarge. Zwei Bruträume. Zweiräumige Überwinterung.

  • Wird vielleicht geräubert? Mal zeitnah den Futtervorrat kontrollieren bevor die noch verhungern und möglichst verstellen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Futtervorrat habe ich in der Tat gestern abend gecheckt und es war nur noch wenig da. Habe direkt 3 Tetras mit Sirup rein. Heute morgen kurz durch die Folie geschaut, wird sehr sehr bescheiden angenommen. Weis nicht ob akuter MAngel bestand aus Sicht der Bienen.
    Wären diese "Spritzer" denn Anzeichen von Räuberei, wenn ja wie entstehen diese und was ist es :-?


    Grüße


    Wolle

    Hohenheimer Einfachbeute, Zandermaß, 10 Waben pro Zarge. Zwei Bruträume. Zweiräumige Überwinterung.

  • Man kann es auf dem Bild schlecht erkennen, oft klebt aber auch die ganze Beute -bei richtig starker Räuberei.
    Zie mal eine Futterwabe und schau sie dir an, wenn die Zellen regelrecht zerfetzte Ränder haben, dann wird da geräubert. Dies erkennst du auch am Bienenflug, da es dann zugeht wie bei einem Discounter am Wühltisch und sich unmengen Bienen durch das kleine Flugloch rein und raus drängen.
    Hat die Bienenmenge abgenommen? liegen Tote Bienen vor dem Flugloch? Beim Öffnen des Deckels fliegen die räubernden Bienen gerne schnell auf und flüchten oben heraus.
    Also sobald die Witterung passt genau nachsehen. Dein Beutenboden müsste theoretisch auch voller Wachsstückchen sein. Diese Spritzer dürften Wachsstückchen sein die beim aufreisen der Waben runter fallen/auf andere Bienen fallen und teils an den Bienen haften bis sie sich davon befreien oder es abfällt.


    Da hilft nur aus dem Flugkreis stellen oder wenn es weiterhin so kühl bleibt, dann einfach Flugloch 1-2 Tage zu machen und ein Stück weiter stellen. Davor am besten eine Wabe gut wässern damit kein Mangel auftritt.
    Wie stark ist der Ableger denn?

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • @ Saarwolle,


    mach dein Flugloch kleiner und stell das Volk an einen andern Platz wenn du es kannst, denn du hast eine "Stille Räuberei".

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Das ist aber schon eine heftige "stille" Räuberei, wenn da soviele Wachsteilchen an der Außenfront der Beute kleben. Fluglochwache fehlt, das einzelne Bienchen hält bei dem offenen Scheunentor keinen einzigen Räuber ab.


    Gruß Sven

  • sehe ich auch so, bei einer stillen Räuberei hatte ich noch nie soviel Wachs gesehen, da war meines Erachtens schon heftiger Betrieb und nun ist es zu kühl oder einfach bereits alles heraus geholt und daher nix am Flugloch los.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • richtige Räbuerei sollte man aber schon bemerken und die findet nicht erst nach 5 Min statt.


    aber egal wir brauchen uns nicht darüber streiten


    das Flugloch ist für einen Ableger viel zu groß


    einigen wir uns mal darüber


    und die Abwehrmaßnahmen diese Räuberei zu unterbinden sind jedenfalls die gleichen


    das Bienenvolk kann nur so gerettet werden, wenn es nicht schon zu spät ist!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • aber egal wir brauchen uns nicht darüber streiten


    klar, war ja nur ein kritisches Hinterfragen um etwas dazu zu lernen. Für mich waren stille Räubereien bisher meist so, dass man einfach nichts mitbekam oder an Anzeichen wahrnahm und auf einmal das Volk/der Ableger am verhungern war bzw. kein Futter mehr hatte.


    Ansonsten volle Zustimmung, Flugloch einengen auf 1 Bienenbreite und verstellen -idealerweise aus dem Flugkreis des bisherigen Standortes, bei genauer Beobachtung ist es auch am selben Standort möglich.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • ..... bei genauer Beobachtung ist es auch am selben Standort möglich.


    da hab ich aber großes Bauchweh speziell in diesem beschriebenen Fall!


    Da hilft wirklich nur noch weit weg mit dem armen Völkchen und füttern. Und nicht mit Zuckerwasser! erst mal nur Futterteig und dann ganz langsam und nur Abends mit etwas Zuckerwasser.


    Päppeln wie ein kleines Baby

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Am selben Standort ist schwierig und nur möglich wenn man immer ein Auge darauf haben kann, da hast du vollkommen recht.


    Kein Zuckerwasser ist klar, das führt nur zu weiterer Räuberei durch den Geruch. SaarWolle schrieb aber er füttert bereits mit Sirup und bei Sirup hat man doch dieses Problem nicht und es wäre gleich genügend Wasser vorhanden, damit das Baby es einfacher hat -statt wie beim Futterteig noch neben dem Wasser für die Brut noch Wasser für den Futterteig heranschleppen zu müssen. Oder liege ich da falsch?

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • ausgeraubtes Volk!


    Da schwitzen jetzt die Motten drin!


    dD


    was den Drohn wundert ist, dass dieses Bild nach Eigenschaften im Oktober 2015 erstellt wurde und dass anscheinend Raureif herrscht!
    Der graue Wulst sieht aus wie ein "alter Kragen vom Wulstkragen eines Imkeranzugs"!

  • ... neben dem Wasser für die Brut noch Wasser für den Futterteig heranschleppen zu müssen. Oder liege ich da falsch?

    Ja, jeder Tropfen Nektar besteht zu 98% aus Wasser. Das Wasser kriegen die also gratis. Wasserhohlen ist nur angesagt, wenn im zeitigen Frühjahr viel dickes Winterfutter gelöst werden muß.


    Auf dem Foto sehe ich ganz deutlich Räubereispuren. Das Volk muß da weg, Das Flugloch muß klein, als Futter wäre eine Futterwabe ganz sinnvoll. Man kann sie ja den Räubern wegnehmen. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder