Komischer Totenfall -was ist hier passiert?



  • Hey Leute,


    Hab heute mal bei meinen Völkern vorbeschaut, Montags steht immer Schwarmkontrolle auf dem Plan. Wetterbedingt wurde daraus heute nur eine Fluglochbeobachtung. Alle 5 Völker auf diesem Stand hatten trotz kühler und feuchter Witterung Flugbetrieb, bis hierhin alles normal. Lediglich das Volk von den Foto's weißt vor dem Flugloch auf dem Anflugbrett und insbesondere auf dem Boden davor einen sehr starken ich würde behaupten für diese Jahreszeit untypischen Totenfall auf!


    Da fragt man sich was ist hier passiert?


    Das Volk hatte wegen übersehens einer Weiselzelle einen mittleren Vorschwarm, bei dem die 2014er Königin abgeflogen ist (der Schwarm wurde gefangen). Letzte woche dann die Weißelkontrolle, Jungkönigin ist da und stiftet. Maden bis kurz vor dem verpuppen vorhanden.
    Die Letzte Brut der alten Königin ist bis hierhin komplett geschlüpft gewesen. Das Volk war wieder voll von Bienen als ob es den Schwarm nie gab.
    Der einzige Reim, den ich mir nun machen kann, durch den Schwarm hat das Volk viele seiner jungen Bienen verloren. Die Flugbienen sind ja geblieben. Jetzt kommt der Punkt wo das Volk überaltert der sog. knick nach dem Schwarm, habe auch schon festgestellt das im vergleich zu den anderen Völkern der Flugbetrieb abebbt. Nach 2 Tagen schlechten Wetters verenden nun viele alte Bienen in der Beute und werden herausgetragen!?


    Was meint ihr dazu? Natürlich oder unnatürlich?


    Gruß Thomas

  • Hallo Thomas


    deine Theorie stimmt nicht ganz, der größte Teil der Altbienen fliegt mit dem Vorschwarm aus und dann läßt der Flugbetrieb bei dem geschwärmten Volk nach. Das Bild kann ich mir leider nicht anschauen, da klappt was mit dem Link nicht.Ich vermute das es vieleicht möglich ist, das deine Jungbienen sehr Vrroageschädigt sind und das dann auch viele Jungbienen vor der Beute sterben. Ein Bild wäre für die Einschätzung besser.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Nach varroageschädigten Jungbienen sieht das nicht aus; dafür, eventuelle Vergiftungssymptome erkennen zu können ist die Bildqualität zu schlecht.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ich wollt's auch fast meinen, aber warum nur das eine Volk? Bei dem Wetter wird nicht nennenswert was angeflogen. In unmittelbarer nähe befindet sich der Prüfhof... Ich kann mir halt keinen Reim drauf machen. Sobald das Wetter es zulässt werd ich mal ne Komplettdurchsicht machen. Morgen kommt die Windel drunter. Falls noch jemand Tipp's hat her damit!

  • Kommt häufiger vor, gerne auch bei besonders findigen Völkern. Und hat dann oft den ambitionierten Thuja-Gärtner und weniger den Lohnunternehmer als Ursache..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Immernoch schlecht zu erkennen, vielleicht auch Räuberei, das sich nur ein Volk vergiftet, ist zwar möglich, aber ich denke es würde auch bei anderen Völkern was zu merken sein.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Lecker-Kuchen
    Sieht tatsächlich nach wildgewordenem Hobbygärtner aus. Wenn der Prüfhof so nahe ist, gehe doch mal dort vorbei und zeige deine Fotos. Vielleicht haben die ja ähnliche Vorfälle und können dir was sagen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Mir fallen die abgespreizten Flügel bei den toten Bienen auf, oder irre ich mich da?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Ich war heut morgen nochmal da, es wurden noch tote abtransportiert (fliegend), abgespreizte Flügel gab es schon auch. Die Flügel sind aber komplett dran und ohne sichtbare Verkrüppelung. Was mir allerdings noch aufgefallen ist die toten Bienen haben ihren hintern komplett eingezogen, so das die einzelnen Segmente sich überlappend abstehen.

  • Die krümmen sich, das deutet eigentlich schon auf Vergiftung hin. Sind die Rüssel lang ausgestreckt?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • N'abend, die Rüssel sind teils teils ausgestreckt. Einige wenige Tiere sitzen auch apathisch draußen im Gras. Mein Opa meinte es waren viele tote und er hat schonmal mit dem Rechen welche weggemacht -.-


    Hier sind mal bessere Bilder die man im nachhinein auch vergrößern kann.


    http://www.fotos-hochladen.net/view/img2645d6fo7pqakm.jpg
    http://img5.fotos-hochladen.ne…ads/img2646t1wvhn5dob.jpg
    http://www.fotos-hochladen.net/view/img2648lsbchk8mrq.jpg
    http://www.fotos-hochladen.net/view/img2649rjfswxu6yv.jpg


    vielleicht lüftet sich das Geheimnis jetzt. Über irgendwelche Spritzaktionen konnte ich nichts herausfinden. Das Haus meiner Großeltern steht frei und mitten in der Pampa, direkt anwohnende Nachbarn gibts es nicht. 3km Links des Standes fließt der Main, der Rest ist umringt von Mischwäldern und Ackerland. Das Dorf ist mehr als einen Kilometer entfernt. dort gibts es allerdings viele Gärtchen.

  • Wenigstens die auf deiner Hand deutet auf Spritzschaden hin.
    Momentan wird eigentlich fast alles gespritzt, von der Ackerbohne über die Kartoffel bis zu den Obstanlagen, von den Weinbergen bis zu den Zierpflanzen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-