Viel Brut, und dann..?

  • Es ist wieder eines dieser Jahre, in denen ich mich seit Monaten über massiv viel Brutbretter in den Völkern freue, die eigentlich zwei Wochen später zu deutlich volleren Kisten führen müssten. Aber auch nach dem Massenwechsel und trotz nur geringem Schröpfen passiert dies längst nicht in dem Maße, das man bei der Faustregel "Jede schlüpfende volle Brutwabe besetzt drei weitere Waben" eigentlich erwarten kann. Das fällt mir nun schon seit gut vier Jahren auf. Wo bleiben die? Die einzigen Individuen im Volk (Varroa mal außen vor gelassen), bei denen die Relation zu stimmen scheint, sind die Drohnen, aber die fliegen ja auch nicht in Raps & Co...


    Beobachtet Ihr das auch?

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Umsatz ist nicht Gewinn!


    Man spricht ja nicht umsonst von hohem "Bienenumsatz".


    Massentrachten und viel Brutpflege verkürzen die Lebensdauer drastisch und schwieriges Wetter hat auch Verluste zur Folge, so daß 2000 Jungbienen pro Tag zeitweise nur die Verluste ausgleichen.

  • Vielleicht ist die Faustregel nicht korrekt? Ich bin eigentlich auch der Ansicht, dass es bei mir ein bisserl mehr sein könnte. Aber dann müsste ich im Umkreis der Beuten viel mehr schwächliche Bienen finden oder aber ausgeräumte Brut/löchriges Brutnest. Oder bist Du der Ansicht, dass die bereits beim ersten Ausfliegen orientierungslos werden und irgendwo in der Botanik verschwinden?


    Gruß Sven

  • Nee, das werden dann die sogenannten Solitärbienen :u_idea_bulb02:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Leute, wäre das eine normale Entwicklung, würden wir sie seit Jahrzehnten so kennen. Und schlechtes Wetter erklärt das auch nur bedingt, da die vergangenen Frühjahre hier mit deutlich sanfterem Wetter verliefen aber ähnlichen Effekten im Volk. Und wenn man "Bienenumsatz" so verstehen möchte, meint wohl auch, dass man mit einem Stockmeißel einen Stock meißelt.

    Viele Grüße
    Marcus


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  • Verlust der Flugbienen. Schwarm oder Pestizidschaden. Hatte ich dieses Jahr an einem Standort auch, wo ich nicht abgewandert bin. Ich dachte, es wäre dort sicher. Dann die Flugbretter voll toter Bienen, sch...


    Dort blieben die Kisten auch vergleichsweise leer, während an den anderen Standorten die Kisten vor Bienen überquellen.

  • Ich suche gerade nach einer Erklärung für den Verlust von der Hälfte des Bienenvolkes. Vielleicht OT.
    Vorgestern schaute holmidrohn und mein Imkerkollege in das Volk: keine WZ, 1 Spielnäpf., 6 BW und alles voll mit Bienen. Die quollen schon aus den Honigräumen (3 Stck.) und aus dem BR erst recht. Heute wollten wir einen Ableger davon machen mit Kö., damit kein Schwarm rausgeht. Imkerkollege mit mir hingefahren. Wir machen das Volk auf, es quillt nichts raus. Mein Kompagnon sagt gleich, da ist jetzt ein Schwarm raus in den 2 Tagen. Die sind weg. Pustekuchen, auf den BW schöne Flächen mit Stiften, Larven, verdeckelte Brut sowieso, alles da. Wo sind die fehlenden Bienen? Schwarm ohne Kö.? Nachschwärme, obwohl die Alte noch da ist? Es waren keine Reste von WZ zu sehen, nur wenige Spielnäpfe.
    Ich konnte leider nicht raus und vorm Bienenhaus vors Flugloch schauen. Aber Bienenverluste nur in einem Volk? Bei nem Spritzschaden sollten eigentlich mehrere Völker betroffen sein, es stehen dort 10 Völker!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Verlust der Flugbienen. Schwarm oder Pestizidschaden. Hatte ich dieses Jahr an einem Standort auch, wo ich nicht abgewandert bin. Ich dachte, es wäre dort sicher. Dann die Flugbretter voll toter Bienen, sch...


    Dort blieben die Kisten auch vergleichsweise leer, während an den anderen Standorten die Kisten vor Bienen überquellen.


    Hab zwanzig Standorte, davon zwei (ja, ich weiss...) ohne Raps im Flugkreis. Dort sind die Kisten voll. Geschwärmt sind die wenigsten Völker, von denen ich spreche. Häufig vereinzelte Bienen mit einem Vergiftungsschaden, in Mengen, die man nicht eintüten würde, schon gar nicht, um vom JKI ne Standardantwort zu erhalten. Ich glaube, die anderen bleiben im Feld. Mich wundern nur die Dimensionen. Auch bei meinen ersten Bienen vor gut dreißig Jahren gab´s Raps, der auch behandelt wurde. Aber die Kisten waren voll. Und Vergiftungen fanden sich im Falle eines Falles zuhauf vor der Beute.


    Und unser guter Klockgehter geht grad auf Auslandstournee und stimmt schon mal das Varroa-Lied an..:


    http://m.kurier.at/wirtschaft/…klich-sterben/133.396.935

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Auslandstournee...so so. Naja, irgendwo müssen die im Raum stehenden 4,7 Millionen Euro ja herkommen, die in Imkerpropaganda investiert werden. => http://www.cbgnetwork.org/6146.html


    Die meisten bleiben im Feld. Ja, das ist das Problem. Und dann sind die Kästen und die Honigräume leer und es wird wieder das Wetter als Ausflucht bemüht.

  • Moin, moin,


    vorlagern, zum Beispiel, habe ich dieses Jahr bisher bei meinen auch noch keine gesehen... schwarmsinnig aber sind nicht wenige. Die extremsten zogen und pflogen Schwarmzellen, bevor sie den Baurahmen am Brutnest annahmen. Wetter? Verhaltensoriginalität? Irgendwie verstört?


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo,
    hatten wir letzte Jahr. Brutbretter und keine Weiterentwicklung im Raps. Anfang Juni bei allen eine TBE...alles flog raus, die Völker sind komplett auf Mittelwände gekommen.
    Dann war der Spuk vorbei.
    Dieses Jahr platzen die Kisten fast.....


    Gruß Sanni

  • Und schlechtes Wetter erklärt das auch nur bedingt


    Hängt vielleicht auch mit der Entfernung zum Raps zusammen. Die saugen sich voll, bis die Honigblase fast platzt und sind dann nur noch eingeschränkt flugtauglich. Vor allem bei windigem Wetter (hier bei mir gabs in diesem Jahr noch nicht einen einzigen Tag mit Temperaturen über 20 Grad und einer Windstärke unter 4 BF) können da hohe Verluste entstehen, auch weil die Nachttemperaturen das gesamte Frühjahr über deutlich zu niedrig waren.


    PSM-Schäden sieht man meiner Meinung nach recht schnell an den Brutwaben, am Verhalten der Bienen oder aber vor der Beute, wie beim Bernhard oder auf dem Bodengitter.


    Gruß Sven