Ausgleichen durch vertauschen der Honigräume?

  • Das ist eines der Probleme beim Imkern. Wir machen nicht das Richtige, weil es gerade nicht passt, weil wir Materialknappheit haben, weil wir aus tausenden Gründen es nicht machen wollen. Und dann beginnt der Spaß mit Experimenten, wobei wichtig ist Dinge zu kombinieren die so nicht vorgesehen sind, wir machen sie nur halb oder zur falschen Zeit zu falschen Zwecken. Das ist ein psychologisches Problem, das wir alle haben und das sich dann auf die Imkerei auswirkt. Honigraum tauschen zum Ausgleichen der Völker im frühen Frühjahr, das ist die Grundidee, die klappt. Honigräume, in denen der Honig noch nicht trocken ist auf Ableger daraufstellen damit ich reinen Lindenblütenhonig ernten kann ist Unfug. Gerade mit den starken Völkern wirst Du viel Honig ernten, warum sie unnötig schwächen und dafür sorgen daß der vorhandene Honig nie trocken wird?

    Oder, wie schafft man es das Wort Blockbehandlung und OS-Vernebelung in einen Satz zu packen?

    Verguckchen machen mit den Völkern weil man zwar schon 600 Beiträge hier geschrieben hat aber noch keinen zweiten Stellplatz finden konnte. T’schuldigung, Du weißt, ich mag Dich.

    Und wie gesagt, diese Verdrängung ist ein Problem das viele haben, mich eingeschlossen.

    Ich habe das Gefühl, daß wir weniger Probleme hätten, wenn wir einfach nur die Grundregeln beachten würden.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Honigräume, in denen der Honig noch nicht trocken ist auf Ableger daraufstellen damit ich reinen Lindenblütenhonig ernten kann ist Unfug. Gerade mit den starken Völkern wirst Du viel Honig ernten, warum sie unnötig schwächen und dafür sorgen daß der vorhandene Honig nie trocken wird?

    Oder, wie schafft man es das Wort Blockbehandlung und OS-Vernebelung in einen Satz zu packen?

    Verguckchen machen mit den Völkern weil man zwar schon 600 Beiträge hier geschrieben hat aber noch keinen zweiten Stellplatz finden konnte.

    Ich habe das Gefühl, daß wir weniger Probleme hätten, wenn wir einfach nur die Grundregeln beachten würden.

    Wolfgang es tut mir wirklich leid, ich habe deine Kritik jetzt zweimal gelesen aber immer noch nicht verstanden, was du mir sagen willst. Für mich liest sich ein Großteil so als ob du mich nicht verstanden hättest.


    Du hast schon wahrgenommen dass die 3 Honigräume um die es in 2) aktuell geht von einem Volk kommen, das in der Tracht mit Ameisensäure per Schwammtuch (nirgendwo steht irgendwas von Oxalsäure Verneblung) im Block behandelt wurde und dessen Honig deshalb nicht geerntet werden kann? Mit der Absicht reinem Lindenhonig zu gewinnen hatte das absolut nix zu tun. Im Gegenteil ich habe um des Volkes Wohl willen bewusst auf die Ernte verzichtet . Das Volk brauchte aber danach Platz und hat deshalb die Honigräume/Zargen bekommen.


    Grundregeln beachten möchte ich gerne. Und konstruktive Kritik und aufzeigen von Fehlern ist das worum ich gebeten habe. Also gerne nochmals von vorne aber diesmal vielleicht für begriffsstutzige die Fehler und Handlungsalternativen konkret benennen?


    Am zweiten Stand bin ich wirklich dran. Aber es ist einfacher gesagt als getan. War ne harte Saison mit 2x/Woche 20km Anfahrt zu den Bienen zusätzlich zu den unwesentlichen kleinen Nebentätigkeiten Beruf und Familie. Bin gerade heilfroh dass ich schon da stehe wo ich gerade bin.

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré-Beuten, in dieser Saison „klassische Magazinbetriebsweise“ im Naturbau, aktuell 8 Völker

  • Und sorry Deichkind, das mit der bereits erfolgten AS-Behandlung ist mir durch die Lappen gegangen, mein Fehler. Der OS-Nebel ging an einen Anderen, nicht an Dich. Oft ist es so, daß wir noch nicht die Zeit gefunden haben irgendetwas zu tun, was eigentlich elementar ist und das betrifft jetzt auch mich. Wir haben ja auch Konniferen hier die wegen ihrer Vollzeitarbeit nicht dazu kommen eine Schwarmkontrolle zu machen und den Honig, den sie natürlich nicht zur rechten Zeit ernten können nachträglich trocknen müssen. Nicht nur mit 28 grad im Schleuderraum und auf höchster Stufe laufenden Bautrocknern, sondern auch noch mit Computerlüftern von Konrad auf ihren Zargentürmen. Es sind auch manchmal die Gegebenheiten, die uns zwingen Unfug zu machen. Aber, schön ist das nicht.

    Nochmal T’schuldigung, das mit der bereits erfolgten Behandlung hatte ich wirklich nicht auf dem Schirm.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Du kombinierst Handlungen, die einzeln funktionieren, aber halt oft nicht in Kombination.

    Kannst du mir das genauer erklären?

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré-Beuten, in dieser Saison „klassische Magazinbetriebsweise“ im Naturbau, aktuell 8 Völker

  • Man kann mit einem Stand arbeiten.

    Man kann Honigräume tauschen.

    Man kann in dieser trachmageren Zeit an den Völkern arbeiten.

    Man kann Honigräume eine begrenzte Zeit offen stehen lassen.

    Man kann Völker und sogar Ableger mit Honig füttern.

    Man kann Völker ohne große Hilfsmittel vereinigen.

    ...


    Man kann mit Bienen so einiges anstellen, ohne dass es in einer Katastrophe endet.

    Für bestimmte Handlungen bedarf es bestimmter Voraussetzungen.

    Wenn du anfängst zu kombinieren sind dann manchmal die passenden Voraussetzungen nicht mehr gegeben.


    Leicht zu verstehendes und allgemein bekanntes Beispiel: Der offene Honigraum. Im Mai kannst du den an vielen Tagen ohne Probleme 2 Stunden offenstehen lassen, während momentan 5 Minuten für ordentliches Chaos reichen können.


    Vieles hängt mit dem Futterangebot zusammen.

    Bei ausreichend Tracht kannst du fast alles machen. Das soll jetzt keine Aufforderung dazu sein.

    Bei Trachtmangel muss man auf sehr viel achten.


    Speziell bei deinen "Schwierigkeiten" würde der zweite Stand einiges vereinfachen.

    Häng dich da mal rein.

  • Mit Zeitung dazwischen hat es super geklappt. Die Bienen haben sich da einen einzigen Aufstieg reingebaut bzw. vergrößert und dann die aufgesetzten Honigräume komplett leergeräumt. Gestern war in beiden Völkchen (bzw. jetzt kann das -chen weg) richtig gut Bienenmasse auf zwei Zargen Warré und ich konnte bei beiden die blankgeputzten, fast bienenfreien Honigraumwaben in die untere Zarge in der sie bisher auf einzelnen angefangenen Waben rumgesessen haben umhängen. Nun sitzen beide Züchterköniginnen mit einer guten Menge Bienen auf zwei ausgebauten Zargen und ich kann gemütlich (weil aktuell dank geleerten Honigräumen auch gut Futter drin) bedenkenlos einfüttern ohne ihnen das Brutnest einzuschnüren. Danke Jaki.

    Am Standplatzthema bin ich dran. Angebote habe ich, die sind aber alle mehr als 10km zu fahren, ich suche noch nach Alternativen. Werde auch nochmal mit denen sprechen von denen ich jetzt schon Angebote für Dauerstellplätze in größerer Entfernung habe, ob es für sie auch ok wäre wenn ich nur gelegentlich für ein paar Wochen was hinstelle und dann wieder wegnehme, das würde ja schon sehr helfen.

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré-Beuten, in dieser Saison „klassische Magazinbetriebsweise“ im Naturbau, aktuell 8 Völker