Ableger auf Zander in 12er-Dadant einschlagen

  • So, bei mir wird es jetzt so langsam konkreter:


    Ich bin (Wieder-)Einsteiger und kriege demnächst mein erstes Volk.
    Es steht ein Zander-Ableger für mich bereit mit einer bereits legenden Königin.
    Meine neue Dadant (12) Beute kommt etwa in 2 Wochen (hoffentlich), also etwa Mitte Juni.


    Ich möchte gerne mittelfristig auf Naturbau imkern, habe aber gedrahtete Rähmchen und auch Mittelwände parat, wenn das für den Anfang sinnvoller ist. Ansonsten schneide ich halt Anfangsstreifen aus den MWs.


    Meine Überlegung zum Umwohnen des Ablegers geht in Richtung Kunstschwarm, weil ich die Bastelei mit Adapter etwas scheue.
    (Ich bin allerdings flexibel, was das betrifft.)


    Wenn ich einen KS mache, dann verliere ich doch erst mal alle Brut.
    Gibt es eine Möglichkeit, die Brut in einer Art Brutscheune fertig zu pflegen?
    Ich will ja den Ableger nicht zu sehr schwächen.


    Falls ich mich doch für die Bastelei mit Adaptern einlasse, weiß ich, wie ich vorgehen soll.


    Ich bräuchte konkret Tipps für die Vorgehensweise mit dem KS.
    ... oder klare Signale, dass das mit dem KS bei einem Ableger nicht sinnvoll ist.


    danke für Euere Hilfe


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Hallo Hans,
    meine Zander Waben haben auch ohne Adapter in die Dadant-Beute gepasst. Liegt gerade so auf, ist aber ja nicht für ewig. Ansonsten in Brutscheune Brut auslaufen lassen, gleich mit Milchsäure behandeln und vereinigen.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo Hans,
    Hallo Holmi,


    es kommt mal wieder 'drauf an. Zanderrähmchen mit langen Ohren (Hohenheimer Einfachbeute) passen, so wie Holmi beschrieben hat, ohne Adapter in die Dadant Beute. Zanderrähmchen mit kurzen Ohren (z.B. Erlanger) sind zu kurz und brauchen "Unterstützung".


    Ansonsten Brutraum mit Mittelwänden füllen, Königin mit Bienen hineinfegen. Absperrgitter auflegen, zweite Brutraumzarge aufsetzen, Brut oben auslaufen lassen. Alternativ ein dichtes Trennschied schneiden. Mittelwände mit Bienen und Königin auf die eine Seite des Trennschiedes. Brut auf die andere. Königinnenabsperrgitter auflegen und Honigraum aufsetzen. Die Arbeiterinnen können über den Honigraum zur Brut. Die Königin kann nur auf den Dadantwaben stiften. Hat den Vorteil, dass die auszumusternden Brutwaben bei Tracht nicht so schnell mit Honig vollgetragen werden.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo,


    da es schon Juni ist und ich so eine Frickelei da auch nicht bevorzugen würde, schlage ich folgendes vor:


    Du verbindest das Umwohnen/KS mit der Behandlung und wandelst nur ein ganz wenig um und schreibst da groß oben drüber: "Totale Brutentnahme"


    Dazu gibt es zum Beispiel hier eine brauchbare PDF zu lesen.


    Und noch besser hier im IF hat der Arndt das mal so super zusammengefasst :p_flower01::liebe002::daumen::daumen:aber auch andere.


    Sehr passend für Dich weil er es MIT NATURBAU beschreibt!!


    Alte Beute heißt bei Dir: Zander. Neue Beute heißt: Dadant.
    Und hier wieder berücksichtigen, dass die Kiste voll sein muss mit Rähmchen, damit sie sich nicht im Leerraum aufhängen. Nach ein paar Tagen gucken, wo sie sitzen und mit Schied einengen, später nach und nach Erweitern, je nach Stärke darf das dann auch mit MW sein bei weiterem Einfüttern, die bauen das schon noch und füllen gleichzeitig das Futter ein, die Kiste muss ggf. zur Einwinterung nicht zwingend voll, d.h. auf 12 Waben sein. Kommt drauf an.


    Zur Behandlung in der brutfreien Zeit ergeben sich mehrere Möglichkeiten, das musst Du Dir überlegen ob OS, MS oder Thymolpräparat oder sogar OS-Dampf.


    Viel Erfolg.


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo und danke schon mal für die Antworten,


    danke Marion, den Thread habe ich schon gefunden und nur die Behandlung der Brutscheune bleib mir etwas schleierhaft, da die Bienen ja nachschaffen bzw. sogar Drohnenmütterchen entstehen.


    Soll ich das winzige Restvölkchen einfach nachschaffen lassen und die Königin vor der Rückvereinigung einfach wegnehmen?
    Das wäre wohl einfacher als die Zellen zu brechen.
    Wenn ich die Brutscheune nach genau 21 Tagen auflöse sollte eine Nachschaffungskönigin noch nicht legen – oder irre ich?


    Andererseits gefällt mir die Methode von Ludger fast noch besser. Hinter dichtem Trennschied zander auslaufen lassen. Übergang durch Absperrgitter und Honigraum, wobei ich den Honigraum eigentlich nicht aktivieren wollte, denn es geht ja dann fast auch schon auf die Einwinterung zu.


    LG
    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • wobei ich den Honigraum eigentlich nicht aktivieren wollte, denn es geht ja dann fast auch schon auf die Einwinterung zu.


    Leerzarge, oder je nach Deckelkonstruktion sogar ein umgedrehter Deckel, reichen für den Übergang auch. (Miniwanne in die sonst von oben die Isolierung eingelegt wird)


    Es muss aber klar gesagt werden, dass in Hinsicht auf die Varroabehandlung die getrennte Brutscheune klar Vorteile hat.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo,


    Behandlung brutfrei prima möglich bzw. anhaltend mit Thymol.


    Nach 21 Tagen sind die brutfrei/ausgelaufen und die evtl. Neue legt noch nicht.
    Man kann auch bee boost (Königinnenpheromon) reinhäbgen. Dann gibt's keine zu killen. Dann rückvereinigen/auflösen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hi,


    Naja, honigmade, der Ableger soll sich schon noch selbst versorgen. Ich sitze mitten zwischen Gärten, wo ständig Läppertracht sein sollte.
    Dennoch ist die Haupttracht bei uns eigentlich schon durch, Vielleicht kommt Linde noch, aber das war's dann auch.
    Waldhonig ist da, wo ich sitze, nicht zu erwarten, wobei, man weiß ja nie... ;)


    beeboost ist eine super Idee! Das wird's wohl werden.


    Sehr gut, dann weiß ich jetzt Bescheid.


    ich kann ja dann berichten, wie mir der einstand als Wieder-Imker so gelingt. :D


    Danke!

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)