• Hallo,
    ich hatte das Problem, dass der Smoker zu kurz brennt, mit Eierkarton, Kräutermischung von Holtermann. Dann der Tip hier im Forum: morsches Birkenholz. Das funktionierte prima, nachdem ich es mit einem Butanbrenner angezündet hatte. Nur der Rauch gefiel mir nicht: sehr intensiv, es qualmte und qualmte, bis meine Frau meinte, die Nachbarn würden belästigt.
    Meine Nachforschungen über eine mögliche Zusammensetzung ergab Hinweise auf giftige Benzypyrene. Laut Wickipedia enhält Holz Cellulose und Lignin, letzteres mit vielen vernetzten Ringen. Und gerade morsches Holz enhält mehr Lignin als normales, wie Holzpellets.
    Optimal erscheint mir Papier, da wird alles Lignin entfernt, nur Cellulosefasern bleiben übrig. Das Problem ist nur die wenig kompakte Form. Gibt es eigentlich sowas wie Papierpellets? Als einfachstes erscheint mir Eierkarton dicht gepresst.


    Gruß Ernst

    2 Beuten Zander im eigenem Garten, Feldafing, Oberbayern

  • Klar gibt es Papierpellets - schau mal bei kompostierbaren Katzenstreu - aber keine Ahnung, wie es riecht (zumindest ungebraucht:oops:).
    Bei jeder Verbrennung entstehen neue Stoffe. Übertreib es bitte nicht, sonst fährst du kein Auto mehr, ißt keine geräucherte Wurst, grillst nicht mehr, Rauchen sowieso.... Einen Kaminofen hast du bestimmt auch nicht...
    Holz ist übrigens ganz "Bio", auch wenn der Wald nicht Zertifiziert ist, jedenfalls nicht nach Bio-Richtlinien, aber versuch es doch mal mit FSC oder PEFC zertifizierten Holz.... :lol:

  • Hallo Ernst


    ich benutze seit Jahren morsches Weidenholz, aber immer nur ein kleines Stückchen, das ich anbrenne. Im Smoker wird da natürlich mehr Rauch, aber den braucht man oft gar nicht. Morsches Birkenholz habe ich noch nicht ausprobiert aber weide würde ich jedem empfehlen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin


    sehr angenehmer und langer Rauch entsteht bei Benutzung von Rainfarn.
    In alter Imkerliteratur wird der Rauch als auch sehr beruhigend für die Bienen beschrieben.


    Rainfarn blüht ca. im August und kann dann als langer Stängel geerntet werden.
    Ich trockne den Rainfarn, und geben ihn dann durch den Gartenhäcksler.


    In einem alten 40 Kg Hobbock und Aufschrift "Rauchzeugs" wartet er dann bis zu seiner Bestimmung in der Imkerpfeife.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Klar gibt es Papierpellets - schau mal bei kompostierbaren Katzenstreu - aber keine Ahnung, wie es riecht (zumindest ungebraucht:oops:).
    Bei jeder Verbrennung entstehen neue Stoffe. Übertreib es bitte nicht, sonst fährst du kein Auto mehr, ißt keine geräucherte Wurst, grillst nicht mehr, Rauchen sowieso.... Einen Kaminofen hast du bestimmt auch nicht...
    Holz ist übrigens ganz "Bio", auch wenn der Wald nicht Zertifiziert ist, jedenfalls nicht nach Bio-Richtlinien, aber versuch es doch mal mit FSC oder PEFC zertifizierten Holz.... :lol:


    Hallo,
    mich stören nicht etwa vorhandene Schadstoffe im Holz, sondern die natürlich vorhandenen etwa 25% Lignin und deren cyclische Strukturen, die Benzol und Phenol ähneln. Diese cyclischen Kohlenwasserstoffe sind meist kanzerogen. Muß doch nicht sein.


    Gruß Ernst

    2 Beuten Zander im eigenem Garten, Feldafing, Oberbayern

  • Am besten klappt es meiner Erfahrung nach, wenn man etwas nimmt, was die Glut hält und dazu etwas, was ordentlich raucht.
    Also z.B. Kiefernzapfen plus Hanfhäcksel oder Weichholzstücke plus Jute. Man muss halt gelegentlich vom dem Rauchmaterial nachfüllen.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Ich nutze nur noch die Imkerpfeife in Kombination mit getrocknetem Rainfarn.
    Da brauche ich das Feuerzeug nur kurz drunter zu halten, um es dick zum rauchen zu bringen. Aromatischer, langanhaltender Rauch.


    Somker...naja, wer's umständlich mag :-D

  • Am besten klappt es meiner Erfahrung nach, wenn man etwas nimmt, was die Glut hält und dazu etwas, was ordentlich raucht.


    Und nicht so rußt. Ich hasse das, wenn der Auslaß sich zusetzt. Deswegen bin ich von Hanfschäben und Rainfarn wieder weg und zurück zu Eierkarton. Das reicht, das die Bienen denken, es brennt. Rauch benutz ich eh sparsam.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hab auch ewig lange mit Rainfarn und morscher Weide rum gestinkert. Aber dieses an aus bei Wechseln zu nem anderen Stand und so hat einfach nur noch genervt. Jetzt gibts nur noch Nelkenöltuch sonst nix mehr einfacher gehts nicht.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Hallo,
    Optimal erscheint mir Papier, da wird alles Lignin entfernt, nur Cellulosefasern bleiben übrig. Das Problem ist nur die wenig kompakte Form. Gibt es eigentlich sowas wie Papierpellets? Als einfachstes erscheint mir Eierkarton dicht gepresst.


    Gruß Ernst


    Moin,
    das oben Geschriebe muß ich leider etwas korrigieren. Da ich Handpapiermacher bin, kann ich Euch versichern, daß Papier so ziemlich die schlechteste Entscheidung ist, die Ihr für Eure Bienen treffen könnt. Im heutigen Papier sind sowohl direkte Holzschliffe (Zeitungspapier, LWC etc.) als auch jede Menge anorganischer und organischer Füllstoffe enthalten, die alles andere als gesund verkokeln. Gerade die organischen Striche auf den Tintenstrahlpapieren oder Imprägnier- und Füllmaterial für wasserzähe Papiere sind beim schwelenden Abbrand hoch toxisch. Zudem wird durch den teilweise exzessiven Altpapiereinsatz eine Menge Druckfarbe wieder in das Papier zurückgeführt (teilweise durch den Mahlprozess bis zum Nanopartikel aufgespalten und äußerst zellgängig) und dann mittels TiO2 wegge"bleicht". Gerade Zeitungen und Zeitschriften bestehen zu großen Teilen aus solchen Mixen mit einem Innenlayer aus Holzschliff und AUßenlayer aus aufbereiteten Frischfasern mit Strich. Das Ganze lagert sich dann wunderbar als schmieriger Belag in der Beute ab und wird beim Putzen des Stocks von den Bienen aufgenommen und in Honig und Brut "eingebaut". Nicht so toll ;-(


    Wer da also mit Papier räuchern will, der muß dann schon reinen Zellstoff -also unbedrucktes Klopapier oder Medicell- nehmen (aber bitte KEINE Zellstofftaschentücher oder Küchenrollen! -organisch imprägniert!).


    Vernünftigen Rauch mit geringer Belastung für die Biene kriegt man halt nur über Holz - erfahrungsgemäß mit dem Inneren von fauligen Weiden am sichersten und auch angenehmsten. Das bißchen Ligninverkokelung hat den Bienen und Imkern 4.000 Jare nicht geschadet und tut's am Ende auch bei Rauchwurst & Co nicht ;-)


    Gruß
    Roman



    PS: Und Eierkarton geht mal gar nicht!!! Das ist Faserguß aus dem allerübelsten Recyclingstoff (3rd mloop pulp, also schon das dritte Mal aufbereitet) - teilweise nicht mal richtig deinkt. Was man da an Gift produziert, wage ich gar nicht zu raten...

  • Danke für diese Erläuterung!


    Ich nutze bisher hauptsächlich Eierkartons auf die ich dann Pellets aus Olivenkernen (von Weber) oder Stroh und Kräutern (von Wagner) streue.
    Ich würde gern bei letzteren beiden bleiben (hab ich auch noch 2 Eimer da), aber was würdet ihr mir zum anzünden raten? Also als Grundmaterial BIS es so heiß ist, dass ich an Peleets denken kann?


    Gruß,
    Marcel

  • Danke für diese Erläuterung!


    Ich würde gern bei letzteren beiden bleiben (hab ich auch noch 2 Eimer da), aber was würdet ihr mir zum anzünden raten? Also als Grundmaterial BIS es so heiß ist, dass ich an Peleets denken kann?


    Gruß,
    Marcel


    Na Papier an sich geht schon, nur halt kein bedrucktes, kein recyceltes und keine Eierkartons ;-) Zellstoff selbst brennt nicht so toll (glimmt nur), aber mehrlagiges Toilettenpapier (Tissue) ist schon besser. Kost nix und funktioniert...


    Gruß
    Roman