Wespen und Gewerbe

  • Hallo,


    ich hatte heute wieder ein Erlebnis und benötige Eure Hilfe.
    Mich hat eine ältere Frau angerufen und um Hilfe bei einem Wespennest gebeten. Parallel hatte Sie schon kontakt mit einem Schädlingsbekämpfer, dem Sie dann abgesagt hat. Der nette Mann hat Ihr dann wohl Angst gemacht und gesagt, das ein Imker das nicht mehr darf ohne Gewerbe und sich dieser strafbar machen würde. Ich bin natürlich zu der Frau gefahren und habe ihr geholfen. jetzt stelle ich mir aber die Frage ob die Aussage des Schädlingsbekämpfer stimmt?:confused:


    Übrigens habe ich 2013 einen Sachkunde-Lehrgang bei Melanie im Bereich Hummeln, Wespen und Hornissen gemacht. Inhalt: verstehen, beraten und schützen.

  • Hallo, Uwe,
    sagen wir es mal so: Du brauchst ein Gewerbe wenn die professionelle Schädlingsbekämpfung anbietest - also Leistungen wie Wespennestbeseitigung anbietest und dafür Geld nimmst.
    Machst Du dahingegen gelegentliche und unentgeltliche (eine Aufwandsentschädigung wäre noch drin) und z.B. über Naturschutzverbände organisierte Umsiedlungen (keine Vernichtungen) dann ist das noch kein Gewerbe. Einfacher wäre es, wenn Du einen passenden "freien Beruf" hast wie z.B. diplomierter Biologe - die brauchen für ihre Beratungsleistungen kein Gewerbe anzumelden.


    Es sollte nicht das Ziel sein, "billige Alternative" zu Schädlingsbekämpfern zu sein - das bringt die zu Recht auf.
    Gegen mal etwas "Nachbarschaftshilfe" werden sie nichts haben aber als "Billigheimer" unter den Wespennest-Killern sollte man sich keinen Namen machen...aber qualifizierte Umsiedlungen sind schon ein anderes Kaliber.
    Machst Du das aber über das Gelegentliche hinaus und gegen angemessene Preise kann es tatsächlich Probleme von wegen Gewerbe geben. Im Bereich des besonderen Artenschutzes und im Rahmen eines Naturschutzvereines bewegt es sich dann einfacher da die Behörden dort oft keine "Professionellen" sehen wollen (von wegen Gewinnerzielungsabsicht) aber das ist regional verschieden...


    Hoffe, das hilft Dir etwas weiter...


    Herzliche Grüße
    Melanie

  • Hallo !


    ich hatte heute wieder ein Erlebnis und benötige Eure Hilfe.
    Mich hat eine ältere Frau angerufen und um Hilfe bei einem Wespennest gebeten. Parallel hatte Sie schon kontakt mit einem Schädlingsbekämpfer, dem Sie dann abgesagt hat. Der nette Mann hat Ihr dann wohl Angst gemacht und gesagt, das ein Imker das nicht mehr darf ohne Gewerbe und sich dieser strafbar machen würde. Ich bin natürlich zu der Frau gefahren und habe ihr geholfen. jetzt stelle ich mir aber die Frage ob die Aussage des Schädlingsbekämpfer stimmt?:confused:


    Übrigens habe ich 2013 einen Sachkunde-Lehrgang bei Melanie im Bereich Hummeln, Wespen und Hornissen gemacht. Inhalt: verstehen, beraten und schützen.



    Schau doch mal wie das bei Euch regional geregelt ist, hier kannst Du bei entsprechend anerkannter Sachkunde
    zum Wespenberater der UNB werden.
    Dann darfst Du in deren Auftrag beraten, Umsiedlungen durchführen, aber nicht pauschal umsiedeln,
    dazu benötigst Du (genauso wie der Gewerbliche auch) eine extra Bescheinigung.
    Da sich das immer auf eine enge Region bezieht, ist die Menge der Anfragen eher gering.


    Wir beraten nur, oft reicht schon eine Abgrenzung mit einem Fliegengitter, so das sich Mensch und Insekt nicht zu nahe kommen.


    Überhaupt kann man mit kleinen Umlenkungen des Flugverkehrs, schon viel erreichen.




    Tipp: Verkauf der Frau einfach ein Glas Honig, dazu eine Quittung auf der steht:


    1 Glas Honig: 100,-€
    1 Wespenberatung: Kostenfrei



    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Der Tipp ist super :lol: 
    Im "Ernstfall" (doch wo kein Kläger ist, gibt es den nicht...) würde er wohl nicht Stand halten können, der "Gestaltungsmissbrauch" ist zu deutlich.


    Ich denke, es läuft auf eine deutliche Abgrenzung eines im Sinne des Naturschutzes Beratenden und Helfenden im Gegensatz zum Dienstleistung anbietenden Gewerblichen hinaus. Als Helfer/Berater kann man sich ohne Probleme glaubhafte Kosten ersetzen lassen.
    Honorare oder Preise machen den Gewerblichen/Selbständigen aus.


    Natürlich geraten die Naturschutz-Berater, ob nun freundliche Nachbarn (Ehrenamt) oder professionelle/nebenberufliche, schnell in Konkurrenz zu den Gewerblichen, dafür kann man auch Verständnis haben. In geschilderten Fall hat die Frau ihnen ja erst Aussicht auf einen Auftrag gegeben und das dann doch "privat" machen lassen. Ärgerlich für jemanden, der davon leben will.