Hinterbehandler / Lagerbeute (Warmbau): Bruträhmchen als Honigwaben "umfunktioniert"

  • Hallo Zusammen,


    habe eine Frage als Magazinimker (mit ein paar Hinterbehandlerbeuten): Im Hinterbehandler (Schweizer-Kasten oder auch in der Kuntzsch-Hoch Lagerbeute, Warmbau) habe ich je ein Volk, dass den Honigraum nicht angenommen hat (es wurde mittlerweile eine verdeckelte Kappe gebildet) und jetzt werden eifrig die hinteren Bruträhmchen (mit neuen Mittelwänden) als Honigraum umfunktioniert (-> der Honigraum wird nach "hinten" gebildet). Das Brutnest ist dementsprechend eng - ein Einhängen von MW ins Brutnest hat auch nicht zum "Aufsteigen" geführt.


    Gibt es eine Möglichkeit, die Damen zum Umlagern dieser mE sehr schönen und schon verdeckelten "Honigwaben" zu bringen. Ich kann keine "Bruträhmchen-Masse" schleudern :). Oder soll ich die Waben den Damen als Winterfutter "zurück" geben?


    Danke.


    Grüsse,
    Chris.


  • Gibt es eine Möglichkeit, die Damen zum Umlagern dieser mE sehr schönen und schon verdeckelten "Honigwaben" zu bringen?


    Gleiches Maß in Brutraum und Honigraum? Dann die Honigwaben in den Honigraum hängen und dafür Mittelwände in den Brutraum. Also "klassisches" Umhängen.
    Wenn nicht möglich, dann einfach warten, bis sie freiwillig den Honig nach oben schaffen, weil sie unten keinen Platz mehr haben.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Zusammen,
    .... und jetzt werden eifrig die hinteren Bruträhmchen (mit neuen Mittelwänden) als Honigraum umfunktioniert (-> der Honigraum wird nach "hinten" gebildet). Das Brutnest ist dementsprechend eng - ein Einhängen von MW ins Brutnest hat auch nicht zum "Aufsteigen" geführt.
    ....


    Danke.


    Grüsse,
    Chris.


    Hallo,
    du mußt zuerst die Ursache beseitigen. Und diese liegt offensichtlich in der simplen Tatsache das deine Völker schlicht zu schwach sind um :
    a : den Brutraum auszufüllen , und
    b : gleichzeitig noch den Honigraum zu besetzen.
    Also tun sie das was schwache Völker zB. auch in Magazinbeuten in solchen Fällen tun . ... sie ignorieren den überflüssigen Raum ganz einfach.


    Als Lösung schlage ich dir vor :
    1. Brutraum sofort mit einem Schied, od. des Schiebefensters einengen. Und zwar auf die momentan belegten Brutwaben. Wenn du die Honigwaben auf Grund des unterschiedlichen Rähmchenmaße in Brut und Honigraum nicht hochhängen kannst dann hänge sie hinter das Schied. ( Schied muss umlaufbar sein, ... also Rähmchengröße ! ) Oft tragen sie noch um, zumindest verbrauchen sie diese dann zuerst für ihre Brut.
    2. Danach giebst du einen KLEINEN Honigraum , ca. 3-4 Mittelwände frei.


    Wenn sie dann in den Honigraum gedrückt wurden (" Pressing ") und bauen, kannst du ganz vorsichtig mit je einer Mittelwand od. den hinter dem Schied eigehängten angefangenen Honigwaben das Brutnest erweitern um der Königin ausreichend Platz zu bieten. Aber kontrollieren. Waben die nicht bestiftet werden braucht die Königin auch nicht im Brutraum.


    Gruß Finvara


    Ps.: Das einhägen von Mittelwänden INS Brutnest hat genau den gegenteiligen Effekt , sie wirken bei schwachen Völkern wie Trennschiede.
    Mittelwände werden immer an den Rand des Brutnestes gegeben. Bei Hinterbehandlungsbeuten ,(Warmbau) also grundsätzlich vorn od. hinten. Bei Magazinen (Kaltbau) seitlich neben die letze Brutwabe.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hallo Chris


    wenn ein Volk in einer HBB eine MW oder den Baurahmen ausgebaut hat, ist es reif für den HR. Zur Betriebsweise gehört auch Waben aus dem BR in den HR zu hängen. Versuche es mal mit einer verdeckelten Brutwabe hochhängen. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber ich würde auch das Absperrgitter überprüfen ob es zu eng ist, vergleichen mit den anderen ASG.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Chris,


    das von Dir geschilderte Problem taucht bei Hinterbehandlern immer mal auf.


    Wenn es nicht daran liegt, dass das Volk zu schwach ist, kontrolliere mal das Absperrgitter. Manchmal werden diese vor der Honigraumgabe verbaut oder mit Propolis verkleistert. Dann besteht nicht genug Verbindung zum Brutraum.


    Ich hatte aber auch einmal ein sehr gutes Volk, was den Honig lieber im hinteren Brutraum einlagerte. Da habe ich eben bei jeder Kontrolle die Honigwaben und auch schon mal (futterfreie!) Brutwaben nach oben gehängt - aber aufpassen, dass die Königin unten bleibt!


    Und noch etwas: Bei HBB wird lieber im BR gebaut. Mittelwände in der Regel hinten geben, dann hat man neue Waben zum Hochhängen.
    Grüße


    Quirin

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Quirin () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Hallo Zusammen,


    vielen Dank für Eure schnelle Hilfe.


    Ich werde eine Kombination Eurer Punkte durchführen ... und dann wieder berichten :) Die Völker sind mE nicht zu schwach, da jede neue Mittelwand gleich zur Honigwabe ausgebaut wird ... es hat wohl mit dem Honig-Kranz zu tun.


    Versuch:
    1) Umhängen
    2) Schied
    3) ASG prüfen


    :=)


    Grüsse,
    Chris