Königin zeichnen fehlgeschlagen

  • Liebe Imkerfreunde,


    heute habe ich (zum ersten Mal) eine Königin gezeichnet. Diese ist in meinem WV geschlüpft und wurde auch schon erfolgreich begattet. Vor einigen Wochen hatte ich aus dem Volk einen Königinnenableger gemacht.
    Wahrscheinlich habe ich die Königin nach dem Zeichnen (mit Plättchen) etwas zu früh wieder eingesetzt. Sie wurde von Arbeiterinnen eingeknäuelt, das blaue Plättchen habe ich heute abend vor dem Flugloch gefunden.


    Wie schätzt ihr die Chancen quoad vitam für meine Königin ein? Wie lange wartet ihr nach dem Zeichnen, bis ihr die Königin wieder einsetzt? Welchen Kleber verwendet ihr?


    Vielen Dank,


    Jan

  • Hallo Jan,


    ich zeichne meine Königinnen sobald ich die ersten Stifte in den Ablegern sehe. Dazu benutze ich einen Zeichenstift.
    Wenn ich sie markiert habe, dann lasse ich sie noch ca. 2-3 Minuten im Zeichenrohr um sich zu beruhigen und damit die Farbe trocknet.
    Dann gehts meißt kopfüber in die Wabengassen.
    Bisher ists immer noch gut gegangen.


    Mit einer Ausnahme: Eine noch nicht begattete KÖ gezeichnet. Sie war SEHR aufgeregt und ist anschließend vom Oberträger abgehoben und auf und davon geflogen.
    Zum Glück lief sie am nächsten Tag wohlbehalten in den Gassen rum :-)


    Gruß,Carsten

  • ich warte auch bis es Stifte gibt, dann mit dem Kleber der bei den Opalithplätchen dabei ist das
    Plättchen aufkleben, und ca 5 Minuten oder so ( währenddessen MS behandlung oder Durchsicht des restlichen Volkes
    machen und dann wieder rein damit.
    Wenn nur das Plättchen drausen liegt war der Kleber noch nicht fest.


    Gruß

  • Hallo und guten Morgen,


    bei "WV" habe ich mich gestern auch schon gefragt, was das sein soll.


    Ich benutze einen Sekundenklebergel, welches ich von einem Bekannten bekam bei welchem ich Königinnenzeichnen geübt habe. Es muß wohl Gel sein, nicht irgendeinen normalen Sekundenkleber. Zumindest bin ich seither bei der Marke geblieben und immer gut gefahren.
    Und nach dem Zeichen warte ich ebenfalls einen moment und dann setzte ich die Dame auf die Oberträger.


    Ich zeichne meine Königinnen nur, wenn sie schon in Eilage sind und wenn sie mir dann über den Weg laufen. Bei einem VOlk hatte ich ein Jahr Wartezeit. Sie war sehr schüchtern.


    LG,


    Katarina

    Die besten 10 Jahre einer Frau sind zwischen 39 und 59.

  • Hallo zusammen,


    ich nehm nach Anweisung unseres Vereins-Bienenwarts denselben wasserfesten Holzleim zum zeichnen wie zum Zargenbau. Die Königinnen (aufgrund meines Nachschau-Rhythmus schon mit verdeckelter Brut) werden nach einmal anpusten auf den Oberträger der Wabe, von der sie entnommen worden waren, gesetzt. Bisher(toitoitoi) keine Verluste.


    Grüße, Basti

  • Moin,
    ich kaufe jedes Jahr neuen Kleber, weil der alte irgendwie nicht mehr richtig flüssig ist.
    "Geizhälse" mögen Aceton als Verdünner probieren - bei mir wird's dann immer zu dünn.


    Die Königin wird erst gezeichnet, wenn sie zumindest optisch (Brutnestordnung) ein respektables Bild abgibt. Dann wird sie entnommen, im Glaszylinder gezeichnet und unter Futterteigverschluss im Käfig, damit der Geruch sich wieder angleichen und der Kleber durchtrocknen kann, zugesetzt.
    Erfolgsquote: Plättchen behalten: 90%; Weisel überlebt: 100 %. Wenn die Königin bei der nächsten Kontrolle (nicht eher als eine Woche später) das Plättchen noch drauf hat, bleibt's meist lebenslänglich.
    Und das gilt über eine Zeitraum seit ... 1970.


    Grüße ralf_2

  • Ich nutze Dank Empfehlung sekundenkleber und zwar Patex Ultra Gel. Lässt sich super dosieren und das wichtigste es ist Lösemittelfrei! Also einfach gezeichnete Königin auf die Wabe setze auf der Sie war und fertig.


    Grüße,


    Max

  • WV bedeutet im Imkerabkürzungsjargon Wirtschaftsvolk

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Ja, man macht sich so seine Gedanken


    Ich habe gestern bei einem Bekannten bei der Durchsicht geholfen.
    Eine schöne dicke neue Königin im Ableger.
    Ich sage: Hätte ich mein Zeichenzeug dabei, würde ich sie dir zeichnen
    Er antwortet: ich habe meines dabei, habe es aber noch nie gemacht.


    Kein Problem, sage ich


    Aber denkste.
    Kommt er mit einem nagelneuen Zeichengerät, welches oben diesen Schlitz hat.
    Königin rein, Schaumstoff nach oben geschoben... Königin drückt den halebn Hinterleib mit oben raus! Was ein Graus!!


    Ich erkläre dem Kollegen, dass ich das hiermit abbreche, diese zeichengerät ist nix für mich


    Also auf die klassische Weise:


    Königin in die Hand.
    was hat der Kollege? Schelllack! Der nächste Graus für mich.
    Damit habe ich noch nie gute Erfahrung gemacht. Ist mir zu flüssig, Trocknung dauert zu lange und die Hälfte der Königinnen hat das Plättchen nach einer Woche oder am gleichen Tag verloren.
    Und so war es dann auch: bei Rücksetzen hatte ich das Plättchen schon am Finger ( ja, ich weiß, dann war es wohl zu früh zum Zurücksetzen)
    Also nochmal schnell die KÖ geschnappt, nochmal Plättchen aufgedrückt und die inzwischen recht genervte Dame zurück ins Volk.


    Und was hats gebracht: ich bin sicher gar nichts! Morgen wird das Plättchen abgefallen sein.


    Ich nutze auch das Sekundenkleber-Gel, Lösemittel- und Geruchsfrei. Geht schnell und Plättchen hält ;-)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Ich nutze Dank Empfehlung sekundenkleber und zwar Patex Ultra Gel. Lässt sich super dosieren und das wichtigste es ist Lösemittelfrei! Also einfach gezeichnete Königin auf die Wabe setze auf der Sie war und fertig.


    Grüße,


    Max


    Ich benutze den Kleber aus dem Zeichnungsset (Schellack?) und bisher hat er immer gehalten. Wenn der mal eingetrocknet sein wird probier ich vielleicht auch dieses Sekundenklebergel. Alte Hasen aus dem Verein haben das auch empfohlen, allerdings mit dem Hinweis es niemals direkt aus der Tube aufzutragen, sondern immer mit einem Hilfsmittel, also Streichholz oder ähnlichem.