• Hallo zusammen,


    überlege gerade mit ein Refraktometer zuzulegen. Preislich gibt es bei eBay um die 30 EUR schon Geräte. Hat da jemand Erfahrung ob diese etwas taugen für den Hobbyimker? Die Spritzprobe ist für mich kein Maßstab mehr, da ich nun schon mehrfach Waben hatte, die sogar komplett verdeckelt waren und trotzdem der Wassergehalt nicht gestimmt hatte.


    http://www.ebay.de/itm/Honig-Refraktometer-Imker-Wasser-Messung-messgerat-Refractometer-Honey-10-30-/291182562250?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item43cbd54bca


    Gruss

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM

  • Ich habe mir vor kurzem ein Ebay Teil geholt. (Leicht anders wie das verlinkte Teil) Kann bis jetzt nicht meckern aber eben auch nicht auf eine längere Benutzungszeit blicken.
    Ich habe das Refraktometer mit Olivenöl getestet. Geht 0,5% vor, laut Datenblatt mit einer Genauigkeit von 1% aber voll im Rahmen des Angegebenen.
    Lässt sich auch selbst kalibrieren........


    Ich denke für 2 Mal im Jahr wird so ein Teil schon taugen.
    Stellt sich die Frage wie gut die Temperaturkompensation ist und wie lange es letztendlich hält. :-)


    Gruß
    M.

    Seit 16.4.2014 aktiver Imkerneuling. :daumen: 8 Völker auf Dadant. :)

  • ... Die Spritzprobe ist für mich kein Maßstab mehr ...


    So habe ich es vor 3 Jahren auch gesehen, da eine "relativ" zuverlässige Auskunft nicht damit gegeben ist. Wir haben uns auch ein preislich attraktives Model zugelegt, dass eine Toleranz von 0,5 oder 1,0% hat. Es ist ein guter Anhaltspunkt, sagt aber nicht 100%ig aus, was nun wirklich rauskommt. Daher lassen wir den Wassergehalt der Chargen immer amtlich prüfen. Zudem hat man dann die Sicherheit, dass man auch die passenden Gläser nehmen darf, sofern man dies möchte. Und die amtliche Kontrolle kann dann auch getrost kommen! :)

  • es gibt billige (<50 EUR), mittlere (<100 EUR) und sehr teuere Geräte (mehrere 100 EUR).
    Funktionieren tun alle. Aber wie immer im Leben haben die unterschiedlichen Preise meist ihren Grund.


    Wenn es Spaß machen und rund laufen soll, und das soll ein Hobby doch, oder? dann würde ich von den billigen schon mal Abstand nehmen.
    Auch mit einem 20 Jahre alten Lada kommt man von München nach Hamburg, trotzdem kaufen sich fast alle moderne Autos, die ein Vielfaches kosten. Manche sogar Oberklasselimousinen, das ist Geschmacksache.


    Wichtig sind meiner Meinung nach vor allem folgende Punkte:


    -Die Skala, sie sollte möglichst fein aufgelöst sein und gut ablesbar
    -Die Skala sollte mindestens bis 27% reichen, besser höher, weil du dann das Gerät sehr kostengünstig und jederzeit selbst kalibrieren kannst, nämlich mit Olivenöl -> suche nach "Refraktometer Olivenöl".


    Mein Tip ist:
    nicht im Internet anhand von irgendwelchen rudimentären Angaben irgedwas blind kaufen, sondern verschiedene Geräte in die Hand nehmen, die Skala vergleichen und dann für eines mit den oben beschriebenen Eigenschaften entscheiden und glücklich werden.


    Gruß
    hornet

  • Unser Imkerverein hat vor 2 Jahren über den Landesverband richtig gute Refraktometer aus deutscher Herstellung mit automatischer Temperatur Korrektur als Sammelbestellung bekommen. Die Geräte hätten normaler Weise um die 80,- gekostet, wurden uns aber für den halben Preis angeboten. Frag doch mal im Verein, ob so etwas dieses Jahr evtl. auch bei euch möglich ist. Ansonsten kauf lieber so ein Mittelklasse- Gerät zum Originalpreis, was nutz einem ein Refrakometer, bei dem man immer am Messergebnis zweifelt oder auf Grund der ungenauen zu engen Skala nur grob schätzen kann, das geht auch, indem man beobachtet, wie schnell der Honig beim Schleudern durch das Doppelsieb fließt...
    Ein bischen Schätzen muß ich aber auch, wie der Blick in das Refraktometer bei mir aussieht findest du auf meiner Website unter "unser Honig": http://biohonig.npage.de/unser-honig.html

  • Hallo,


    Kruppi : schön dass du mal einen Blick durch ein Refraktometer verlinkst. Aber das ist ein ganz ganz grobes Teil mit Einteilung von o,5 %. Kein Wunder das es so billig zu bekommen war.


    hornet : ich habe ein Refraktometer der billigen Sorte von um die 30 Euro (von A.....)! Es hat Einteilung von 1/10 (0,1) % Wasser und die Skala geht bis 30% Wasser. Für mich ist das in der Qualität hochwertig. Was soll bei einem Refraktometer mit der Zeit kaputt gehen? Solange es mir nicht auf den Betonboden knallt.


    Was das kalibrieren mit Olivenöl anbelangt ist folgendes: Es gibt keine Garantie was das Olivenöl für einen Brechungsindex hat. Ein Kollege hat ein neues Refraktometer "nach Olivenöl" eingestellt und später genau diese Differenz wieder zurück gedreht als er das Refraktometer mit einem anderen bei einem Bieneninstitut eingestellten Refraktometer verglichen hat.
    Es ist doch sicher möglich die Refraktometer an einem offiziell gemessenen Honig einzustellen. Das scheint mir die sicherste Methode. Dazu gebe ich gerne zu, dass ich mein Refraktometer auch gleich mit Olivenöl getestet habe als diese Methode ruchbar wurde. Und es hat gestimmt: Glück gehabt (mit dem Olivenöl).


    Brummerchen

  • Oder mit der Olivenöl Sorte...
    Bei Bertoli "fruchtig" sind es bei mir auch genau 27%, andere Sorten habe ich gerade nicht da, aber z.B. das Becel Omega 3 Speiseöl zeigt genau 25%. Ich könnte mir Vorstellen das es bei verschiedenen Olivenölen durchaus Unterschiede geben wird. Hat da jemand Erfahrungen? Honig zum Eichen zu verwenden halte ich für keine so gute idee, weil der schon je nachdem, ob die Probe aus der oberen Schicht, der mittleren oder der Unteren stammt, unterschiedliche Werte hat. Das kann man übrigens gut nutzen, wenn der Honig gerade 18% hat, man aber darunter liegen möchte... einfach den Abfüllkübel mal eine Woche stehen lassen, und dann nur die untere Schicht in einen zweiten Kübel ablassen und dann abfüllen. Beim nächsten Schleudern dann mal nur voll verdeckelte Waben nehmen und den Honig mit dem etwas zu feuchten Rest mischen, so daß im Ergebnis wieder alles weit unter 18% liegt.

  • Hallo,


    Also ich hab mir ein Refraktometer bei E-Bay gekauft. Es hat 55€ gekostet und hat eine Einteilung von 0,1% und einen Messbereich von 13-25% (frag mich warum bis 30%?). Es ist eine Kalibrierflüssigkeit enthalten und verfügt über eine Temperaturkompensation. Günstige Geräte für weniger als 50€ würde ich nicht kaufen, da meist die Qualität und auch das Messergebnis zweifelhaft sind.


    So weit ich mich erinnern kann, sollte kein Honig abgefüllt werden der der einen Wassergehalt über 20% besitzt (ausgenommen Klee- und Heidehonig). Somit würde ein Refraktometer für mich mit mehr als 25% überflüssig sein.


    Solltest du ein 99,9%iges Ergebnis wünschen, kannst du alle Messgeräte die du dir kaufen vergessen. Schick den Honig zum untersuchen und freu die über das Ergebnis wenn du alles richtig gemacht hast. Auf dem Befund sind nicht nur der Wassergehalt vermerkt, sondern auch Rückstände von Varroamitteln und ähnlichen interessanten Werten. Solltest du Absatzprobleme mit dem Honig haben, kannst du das Ergebnis den Kunden mitgeben oder unter die Nase halten :daumen:


    Grüße aus der Oberpfalz

    Lerne zuhören - günstige Gelegenheiten klopfen manchmal sehr leise an deine Tür!