"Neues Mittel gegen Bienensterben"...

  • :daumen:


    ... klingt richtig gut. Nun bin ich gespannt, auf die konkrete Ausgestaltung der Behandlung und deren Ergebnisse auf die Varroapopulation im Jahresrhythmus. Gibt's dazu schon Publikationen?

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Irgendwie berichten die in diesem Beitrag ziemlichen Quark:
    "Die Forscher isolierten und extrahierten biologisch aktive Duftstoffe des Milbenweibchens, die als Sexualpheromone paarungsbereite Varroa-Männchen anlocken. Diese Duftstoffe können nun dazu genutzt werden, diese Milbenmännchen so zu verwirren, dass junge Varroaweibchen nicht mehr begattet werden."
    Die Begattung der Varroaweibchen erfolgt durch die Männchen in der Brutzelle, in der sie aus dem Ei geschlüpft sind noch während die Brutzelle verdeckelt ist (der Bruder zeugt die Nachkommen mit seinen Schwestern). Es gibt hier also nichts anzulocken. Und wie der Lockstoff in die verdeckelte Zelle kommt, ist auch unklar.


    Ich hoffe, die Forscher haben den Vermehrungzyklus der Varroa besser verstanden als die Autorin des Beitrags. Wie die Sexualpheromone wirken sollen, bleibt so jedenfalls unklar.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Wolfgang, da steht, sie wollen es in das Wachs einarbeiten.


    Bernhard hat übrigens auch schon mal darauf aufmerksam gemacht:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=27039&p=432760#post432760
    Dort steht, man sprüht das Öl in die Zellen.


    Irgendwo ander hatte ich gelesen, dass man einfach die Beutenwände damit streichen könnte.
    Die Bienen würden das Öl im Stock verteilen.


    Die Neuerungs scheint wirklich zu sein, dass man die Duftstoffe in das Wachs einarbeitet und so die Varroen direkt erreicht.


    Gruß Doro

  • Man könnte (nicht ganz reine) Ölsäure übrigens sehr einfach selber herstellen, indem man stark Ölsäurehaltige Seife (Seife aus Olivenöl) mit etwas Zitronen- oder Essigsäure (oder Salzsäure) löst. Dann trennen sich die Seifemoleküle neu auf.
    Übrig bleibt ein aufschwimmender Fettsäure-Anteil – mit großem Ölsäure-Anteil und die gelösten Salze aus dem Seifenrest, der mit der Säure reagiert hat. Seifenrest und Säure neutralisieren sich und sind wasserlöslich. Die Ölsäure ist nur fettlöslich.


    Nur so als Denkanstoss, nicht als Auftrag, das auszuprobieren!

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Ich verstehe die Applikationsmethode auch nicht, zumindest nicht ganz. Ins Wachs einschmelzen würde also bedeuten spezielle Mittelwände zu benutzen. Mit Naturbau schaut man dann also in die Röhre :)