Ein gutes Projekt mMn

  • Moin,


    ich bin ja großer Freund von Startnext und Kickstarterprojekten.
    Da hab ich gerade ein wie ich finde wirklich gutes Projekt entdeckt was uns Hobbyimkern vielleicht helfen könnte die Sache etwas einfacher an den Mann oder die Frau zu bringen.



    https://www.startnext.com/nearbees#

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von hartmut () aus folgendem Grund: Smiley entfernt. Warum Einbindung von dort?

  • Hallo !


    Die Idee hat Charme, vielleicht ist es ja für den einen oder anderen Imker eine Erweiterung der Vertriebsmöglichkeiten.


    Für uns allerdings nicht: Wenn ich mir vorstelle, wie der Kunde unseren feinsteifen
    oft nussnugartcremigen Honig aus der Hülle drückt, dann kommt mir persönlich der Grauß.


    Außerdem:
    Auf der angedeuteten, webbasierten Bestellplattform, ist der Mitbewerber nur einen Klick entfernt.
    Was soll den Kunden deutschlandweit dann noch dazu bewegen,
    den von uns regional ausgelobten Honig, für gutes Geld bei mir zu bestellen ?


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Dachte ich mir auch. Für den Imker der es im Nebenerwerb oder Vollerwerb macht wahrscheinlich eher uninteressant da dieser ja Absatzwege haben sollte. Aber für die Kleineren und ganz Kleinen vielleicht interessant.

  • Na ja. aber meinen Honig im Beutel zu verkaufen, geht natürlich gar nicht.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Wir brauchen nicht auch noch Weichmacher in unserem Honig. Und meine Nacbarn möchten den Honig lieber aus meinem Glas, als aus einer Plastiktüte. Von denen gibt es eh zuviele auf diesem Planeten! Warum soll mein Nachbar meinen Honig übers Internet kaufen, wenn er den bei mir direkt haben kann? Oder was habe ich da falsch verstanden?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Warum soll mein Nachbar meinen Honig übers Internet kaufen, wenn er den bei mir direkt haben kann? Oder was habe ich da falsch verstanden?


    Ich verstehe es auch nicht. Aber sie tun es.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Was ist denn daran falsch oder unverständlich? Ich suchte immer Honig direkt vom Imker...in der Prignitz (500km entfernt) war einer auf dem Markt und hier nicht - also deckte sich die Familie dort regelmäßig mit Honig ein. Imker aus meiner Region kenne ich erst seitdem ich selber Bienen halte.


    Beide Seiten zusammenführen halte ich nicht für falsch. Trotzdem versuche ich es erstmal so meinen Honig loszuwerden. Den Ansatz halte ich aber für richtig, wenn auch nicht innovativ...siehe heimathonig.de...lediglich die Verpackung, an der sich die Geister scheiden.


    Für Leute die ihren Honig auch so loswerden wohl nix...um einen regionalen Kundenstamm aufzubauen taugt es vielleicht irgendwann.


  • Nachdem ich mir die Seite angesehen habe, stelle ich fest eines der Überflüssigsten Projekte die ich kenne.
    Warum wird für ein Produkt was seit Jahrzehnten in Mehrwegverpackungen angeboten wird, plötzlich Verpackungsmüll Produziert?


    Die Zielgruppe für Honig dieser Art, ist die komplett verschobene Nespresso Generation.
    Da wird Honig vom Imker neben an, im Plastikbeutel für 11€ (auf ein 500gr Glas hochgerechnet) online bestellt und vom Paketboten der mit Mindestlohn abgespeist wird an die Haustür geliefert.


    Warum nicht einfach mal zum Imker nebenan fahren und dort Honig kaufen? Aber ist ja nicht halb so trendig, wie Plastikbeutel mit englischen Namen.


    Ich hab dann mal durch geklickt und da gibt es einen Imker aus Hessen, mit 2 Völkern!?
    Da frag ich mich schon warum man mit 2 Völkern Honig über so eine Plattform vertreiben muss.
    Da liegt der Verdacht nahe, das dieser Imker, keine Familie, Freunde und Kollegen hat.


    Mein Fazit, ein unsinniges Müllproduzierendes Projekt, das genau auf den Wohlstandsverwahrlosten Städter abzielt, der am liebsten alles online macht, jeden Trend mit reiten will und dem es im Endeffekt egal ist ob er Müll produziert oder ihm jemand schlechtbezahltes seine Päckchen in den 3. Stock tragen muss....

  • Irgendwie regt mich das gerade richtig auf dieser Blödsinn... Ich hab mir jetzt auch das Werbevideo dazu angesehen und es wird nur noch schlimmer.


    Sie wollen dem Hobbyimker eine einfache vermarktungsplattform geben...
    Ja um Himmels willen, ist es denn einfacher Honig in einen Umschlag zu füllen?
    Wie wiegt man diesen denn bitte vernünftig ein?
    Dann den ganzen Mist ettikettieren und zur Post tragen und das mehrmals die Woche, das ist alles viiieeeelll Einfacher na klar.
    Geil wird's dann wenn einer vom Kauf zurücktritt und den Honig zurückschicken will, bin mal gespannt wie das geht ob es dann einen rücksende Umschlag gibt :lol:


    Naja Hauptsache die anderen verdienen gutes Geld mit ihrer Provision.
    "Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein"

  • Da reitet mal wieder jemand auf einer Welle, die er schon länger vom Sessel aus beobachtet hat. Und ersetzt Fachkenntnis (oder auch nur logischen Menschenverstand) durch nen digitalen Anstrich. Braucht niemand, mMn...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter