Hecke als Wind- und PSM-Schutz

  • Moin,


    ich möchte an der West- und Ostseite unseres Grundstücks noch einige Meter Hecke pflanzen.
    Ursprünglich nur als Windschutz gedacht, mittlerweile sehe ich es aber auch als notwendig an, die PSM-Abdrift draußen zu halten.
    Leider interessiert es die Landwirte, die die direkt angrenzenden Felder bewirtschaften, nicht im geringsten ob starker Wind herrscht oder aus welcher Richtung der gerade kommt und wohin das Zeug verweht wird.


    Heckenpflanzen an sich wüßte ich schon genug, aber ich möchte nicht, das da was blüht und von Bienen beflogen wird, wenn Spritzsaison ist.
    Seit Jahren steht an der Grundstücksgrenze Mais, bzw. Wintergetreide, da kenne ich die Spritzzeiträume so halbwegs.


    Sollten da allerdings mal andere Kulturen angebaut werden, kenne ich mich nicht mehr aus.


    Wann müßten die frühblühenden Heckenpflanzen spätestens abgeblüht sein, bzw. wann sollten die spätblühenden Heckenpflanzen frühestens anfangen zu blühen um PSM-Kontakt weitestgehend zu vermeiden?


    Oder anders gefragt: Wann fängt die Spritzsaison frühestens an und wann endet sie spätestens?


    Gruß, Heike


    P.S. Ach ja, Thuja oder sowas sollte nicht dahin, ich möchte schon eine gemischte blühende Hecke.

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo,


    die Spritzsaison beginnt im Februar, wenn gegen Rapsstengelrüssler, Kohltriebrüssler u.ä. Insektizide ausgebracht werden und endet im August nach der Getreideernte, wenn evtl. Gluphosat gegen Restunkräuter und Ausfallgetreide angewandt werden.
    Ach ja, und im September /Oktober ist durch die nicht mehr zugelassene insektizide Beize der Raps schon wieder dran, gegen Erdflöhe.:evil:


    Unter Deinen Kriterien pflanzt Du am besten Liguster, Hartriegel und Mehlbeere, dazu Euodia (Bienenbaum) an; diese 4 Arten blühen im Sommer, wenn mit Spritzen noch am wenigsten los ist.


    Grüße


    Quirin

  • Ups, die Blütezeit in den Sommer zu legen hatte ich irgendwie ausgeblendet, wohl weil ich so sehr auf die trachtarmen Zeiten gepeilt habe.


    Die Rapsgeschichten kann ich hier wahrscheinlich eher vernachlässigen, Raps gibt´s hier nicht, da der Boden wohl nicht dafür taugt (sagen die Landwirte).


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo, so schlimm es klingt, Tuja müsste optimal für dein Vorhaben sein. Grüner Beton.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo,


    trotzdem ist so eine Hecke nicht winddicht. Hier bei mir sind nach der herbstlichen Glyphosatspritzung die Regentonnen immer noch frei von jeglichem Leben und auch in 60 m Entfernung ist sämtliches Moos auf den Dächern abgestorben.


    Direkt angrenzend steht Wintergerste, die bisherigen Spritzungen (auch bei Wind und bestem Bienenwetter) scheinen den Bienen aber nix auszumachen. Raps ist weiter entfernt und obwohl der Rapspollen überall seine Spuren hinterlässt, ist der wohl nur im direkten Umfeld für die Bienen (und andere Insekten) gefährlich. Das ist in diesem Jahr nicht der Fall.


    Gruß Sven

  • Je nach dem, was Du vor Ort für Windverhältnisse zur Spritzzeit hast, kann so eine Hecke evtl. auch ein Eigentor werden...
    Denke mal an Schneewehen im Winter. Wo bauen sich da meist die Scheitel auf? So in etwa wird sich auch der Sprühnebel verhalten, auch wenn das Meiste von der Hecke abgehalten oder zumindest abgeschwächt wird.


    Gruß Andreas