Was tun mit ausgeschleudertem Winterfutter ?

  • Hallo Miteinander,


    nun im Mai 2015 habe ich alte Waben eingeschmolzen. Viele Futterwaben vom letzten Winter waren dabei. Das Futter bestand zum Teil aus eingefütterter Zuckerlösung und zum Teil aus eingetragenem Honig, der so manchem Volk im Januar die Ruhr bescherte. Kurzum: Gibt es eine sinnvolle Verwendung für das ausgeschleuderte, doch nicht mehr bienentaugliche Futter ? - 20 kg in die Toilette schütten, kommt mir nicht so wirklich okay vor, deswegen die Frage.


    Freue mich auf Antworten und grüsse herzlich


    Benjabien

  • Warum schleuderst du Futterwaben aus ? Die gehören in Ableger oder einfach eingeschmolzen....

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Warum schleuderst du Futterwaben aus ?


    Genau diese Frage ging auch in meinem Kopf herum als ich die Frage gelesen habe.


    Futterwaben in Ableger oder einschmelzen, genau wie molle geschrieben hat.


    Das Problem mit der "Ruhr" ist übrigens, wenn man zu "gesunden" Honig füttert, also Honig mit vielen Ballaststoffen (Spättracht, Waldhonig).
    Deswegen gibt man heutzutage nur "besten" Industriezucker (für Bienen ist Zucker gesund, der für Menschen ungesund ist). Wenn man eigenen Honig füttert, dann nur Frühtracht.

  • Danke für die Antworten bisher.
    Rückfüttern kommt nicht in Frage, wie ich oben schon angedeutet habe. Wieso sollte ich es selber essen ? Was ist denn das für ein Vorschlag ? - Ich habe die Waben ausgeschleudert, damit ich nicht die klebrige Pampe in voller Masse im geschmolzenen Wachs habe; überlaufende Eimer und solche Scherze. Kann ich nur empfehlen. Macht die Sache einfacher. - Aber gibt es nun eine sinnvolle Verwendung dafür ? Muss ja nicht notwendigerweise mit Bienen zutun haben. Wie macht sich sowas auf dem Komposthaufen ? Gibt es da Erfahrungen ?
    Gruss von Benjabien

  • Wie macht sich sowas auf dem Komposthaufen ?


    Nicht gut, Zucker hat zu wenig Struktur für die Kompostierung, und Zuckerwasser erstrecht...


    Bei deiner Menge kannst es aber raufschütten wenn du willst, dann aber viel Strukturmaterial, viel Wasser und einmal wöchentlich umsetzen. (Hat jetzt eigentlich nichts mehr mit Bienen zu tun... :wink: )


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Einfach einschmelzen nächstesmal, Trester oder DBreste mit pflanzlicher "Struktur" mischen aufm Kompost und Restbrühe aus dem Wachseimer drüber. Das beschleunigt den Zersetzungsvorgang...wird richtig warm. Und noch Abdecken mit Pflanzenmaterial.


    Ansonsten kannstet halt noch verschnapsen und in deinen Tank kippen, außer du willst es wirklich selbst trinken...

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • ..Rückfüttern kommt nicht in Frage, wie ich oben schon angedeutet habe. Wieso sollte ich es selber essen ? Was ist denn das für ein Vorschlag ? - Ich habe die Waben ausgeschleudert, damit ich nicht die klebrige Pampe in voller Masse im geschmolzenen Wachs habe; überlaufende Eimer und solche Scherze. Kann ich nur empfehlen. Macht die Sache einfacher.

    :daumen:

    Zitat

    Wie macht sich sowas auf dem Komposthaufen ? Gibt es da Erfahrungen ?


    Ist dein Komposthaufen bienendicht?:wink:


    Gruß Ralph

  • überlaufende Eimer und solche Scherze. Kann ich nur empfehlen. Macht die Sache einfacher. -



    für sowas haben die Gebrüder Obi und Bauhaus Hornbach die große Eimer bis zu Mörtelkuffen erfunden.


    Ich jedenfalls würde mir die Arbeit mit Entdeckeln, Schleudern und dann nachher nochmal alles Putzen sparen.
    Bei mir wird die Suppe aus Wasser, Puppenhäutchen, Futterresten und Co hinterm Gartenhaus in einem extra hierfür errichteten Einwegloch entsorgt.
    Anschließend wächst wieder Gras über die Sache.


    Stefan

  • Bei der Verwendung eines Edelstahltrichters zum Wabenschmelzen - und das trifft bei mir zu - sieht die Sache mit den Eimergrössen bisschen anders aus. In die untere Zarge passt höchstens 1 Hobbock (40kg) hinein, und durch die Konstruktion mit Trichter, 2. Zarge und Dampfgeneratorschlauch bekommt man den Füllstand nicht mit. Erst wenn alles überläuft. Und dann muss man bei laufendem Betrieb die ganze Sache auseinander nehmen, um den Eimer wechseln zu können. - Da ist es wirklich ratsam, vorher das Futter auszuschleudern. - Oder aber von der City aufs Land zu ziehen, wo Platz genug ist für voluminöse Gerätschaften und Mörtelkuffen. :wink:

  • Ich würde mal versuchen Met daraus zu machen, wenn der nicht schmeckt, kann er immernoch weggeschüttet werden... Den Met dann aber nur mit guten Freunden teilen und nicht verkaufen...! Um die Suppe zum gären zu bringen kannst du auch Bäckerhefe nehmen, wenn das Experiment nichts kosten soll, ansonsten natürlich die gute Portweinhefe.

  • Sorry, das ist Schwachsinn - richtig guten Met gibt es nur, wenn man auch mit Qualitätshonig und guten Sortenhefen arbeitet - Bäckerhefe ist da absolut nicht geeignet!
    Da kommt mal wieder die "Geiz ist geil"-Mentalität zum Vorschein.:roll:
    Und genau das bringt den Met in Verruf.:evil:
    Man kann ohne Probleme durchaus Honig mit höherem Wassergehalt zu Met machen, aber er sollte noch nicht wirklich angegoren sein, weil dann die Wildhefen in jedem Fall gewinnen werden.
    Viele nützliche Infos gibt es bei http://www.honigweinkeller.de
    Und es gibt ne Menge Literatur dazu.


    Aber Futter zu Met umzuarbeiten ist schon ziemlich dreist...:evil::roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Na gut, also keinen Met...
    Wenn das sauber ausgeschleuderte Gemisch aus Honig und selbst gerührtem Zuckersirup besteht, wenn es schmeckt und nicht dünn oder schon gährig ist kannst du für den Eigenverbrauch damit aber alles (süß) machen, am besten gut beschriften und dann zum Backen und Kochen benutzen. Rumtopf wäre auch noch eine Idee, oder Eis, falls du eine Maschine dafür hast, alles, wo man sonst auch unmengen von Zucker ran machen würde...

  • fruchtsirup, mit den Kotspritzeen von der Ruhr würd ich aber das selbe machen wie mit dem anderen Trester und
    Futterresten und bei meinem Onkel in die Biogasanlage kippen, dann wird wenigstens Strom draus :daumen: