Tütende Königin: sagt Frequenz und Stärke etwas aus?

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    Hallo,


    Tüten und "Quaken" kennt sicher jeder Imker nach einiger Zeit, außer natürlich die, die von Anfang an mit schwarmtoten oder -trägen Bienen arbeiten :wink:


    Ich hatte gerade so einen Fall, ein Volk, bei dem Anfang Mai ein Königinnenableger gemacht wurde.
    Inzwischen hatte ich auch schon eine Nachkontrolle und dabei alle bei der Ablegerbildung übersehenen und neu geschaffenen Schwarmzellen bis auf eine entfernt.


    Heute nun habe ich zufällig trotzdem ein leises Tüten in diesem Volk gehört.


    Daraufhin natürlich intensiver gehorcht: In langen Abständen, etwa 1-5 Minuten konnte man ein leises (ganz leises) Tüten hören.
    Im Vergleich zu dem was ich sonst so kenne, war das wirklich VIEL leiser, weniger nachdrücklich und vor allem VIEL seltener. (dass die Königin innerhalb der Beute mal näher und mal weiter weg vom Ohr ist, habe ich bereits berücksichtigt)
    Für mich war das Tüten bisher normal, wenn es alle paar Sekunden intensiv ertönte "Tiiiiiiiiiiiiit-tiiiiiit-tüt-tüt"! Auch wenn die Königin am anderen Ende der Beute war, konnte man es klar und deutlich und oft hören.
    Kurz bei jedem Volk stehen bleiben und man konnte sicher sein, wenn da eine tütende Königin drin ist, kriegt man das mit.


    Diesmal also war es etwas anders.
    Da ich aber auf gar keinen Fall einen Schwarm riskieren wollte, habe ich das Volk trotzdem durchgesehen, die stehengelassene Zelle war wie erwartet eindeutig geschlüpft (rund aufgesägter Deckel). Weitere Zellen habe ich dann trotz genauester Suche mit Abschütteln der Waben nicht gefunden.


    Diesen somit unnötigen Eingriff hätte ich liebend gerne vermieden.
    Meine Frage daher:
    Hat jemand die Erfahrung und kann mit guter Sicherheit sagen, ob ich aus dem leisen, seltenen, sozusagen "halbherzigen" Tüten schon von außen hätte erkennen können, dass wahrscheinlich keine weiteren Zellen drin sind und die Königin "nur zur Vorsicht" ab und zu nochmal "kontrolliert"?
    Könnte man diesen Schluss auch ziehen, wenn das Tüten rasch "abebbt", also deutlich immer seltener erfolgt, z.B. früh noch deutlich, 2 Stunden später nur noch sehr selten?


    Gruß
    hornet

  • Hallo Hornet,
    den ersten Satz kannst du dir eigentlich sparen.
    Auch Buckfastköniginnen tüten und dass die weniger schwärmen liegt auch an der Betriebsweise.
    Da das tüten von den unnatürlich schwarmträgen Bienen mit deinen natürlich nicht- Schwarm- trägen keine Aussage haben können, werde ich mir die Antwort sparen.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • beehead : irgendwas in den falschen Hals gekriegt, oder verstehe ich dich falsch?!?
    Mich selbst und meine Schwarmbienen ein wenig ironisch einleiten wird ja wohl noch erlaubt sein, so wie es auch erlaubt ist, nichts zu sagen, außer, dass man nichts sagen will.

  • Mir ist es heute genauso gegangen wie hornet.

    Hab vor ein paar Wochen von einem Volk einen Königinnen-Ableger gemacht, paar Tage drauf Zellen gebrochen bis auf eine. Am Sonntag auf Begattung kontrolliert. Stifte sind noch keine da aber die eine Weiselzelle war geschlüpft.

    Heute geh ich am Volk vorbei und höre das Tüten. Gibts ja nicht hast doch ne Zelle übersehen?!?! Also nachgeschaut, die Waben abgestoßen und es sind sicher keine Weiselzellen mehr drin. Lediglich die tütende Prinzessin hab ich gesehen.


    Also müsste das Tüten ja noch einem anderen Zweck dienen :/

  • ... Oder es ist der erste Fall von Zwillingen der mit bekannt ist.

    😂😂😂 ... ganz sicher!

    Oder sie tütet nicht, sondern singt, weil sie begattet werden will ... 🥴

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Ich hoff das sagt die eine Prinzessin zur anderen die im Kasten nebenan sitzt...
    Naja, nochmal abschütteln bringt nix - hab ja schon keine Zellen mehr gesehen. Und sieben tu ich ihnen jetz nimma an. Falls Zwillinge geschlüpft sind oder doch zwei Prinzessinen miteinander zwitschern müssts ja morgen bei schönem wetter einen Schwarm geben..

  • Hatte vor ein paar Tagen bei der Nachschau ne Jungkönigin "geerntet", nahm sie mit ins Zimmer zum Zeichnen. Sie wuselte auf meiner Hand herum, flog auf, wieder auf meinem Finger gesetzt, stutzte sie und fing an zu tüten! Weit und breit keine andere Biene, keine Wabe!

  • Ja dann tüten sie womöglich auch aus anderen Gründen :)

    Ich habe bei dem Volk auch ca 3 Wochen vor dem Könniginen Ableger die Könnigin Tüten gehört & bei der Durchsicht nichts gesehn.

    Bleibt mir ein Rätsel

  • Hallo, das hatte ich auch.

    Vor 14 Tagen eine Königin abgedrückt und als ich letzten Sonntag mal rein geschaut habe, wunderte mich das Tuten.


    Ich hab keine Zelle gefunden aber eine junge Königin. Sie wanderte auf einer Wabe und tutete munter vor sich hin. Auch das Tuten ist mitgewandert. Somit bin ich sicher dass es nur 1 Königin im Volk gab, dass sie frisch geschlüpft war und da sie sich sehr schnell bewegt hat und relativ schlank gewesen ist, wahrscheinlich noch unbegattet gewesen ist.


    Seit Sonntag haben wir Regen, wahrscheinlich ist sie das immer noch :-(


  • Hat jemand die Erfahrung und kann mit guter Sicherheit sagen, ob ich aus dem leisen, seltenen, sozusagen "halbherzigen" Tüten schon von außen hätte erkennen können, dass wahrscheinlich keine weiteren Zellen drin sind und die Königin "nur zur Vorsicht" ab und zu nochmal "kontrolliert"?
    Könnte man diesen Schluss auch ziehen, wenn das Tüten rasch "abebbt", also deutlich immer seltener erfolgt, z.B. früh noch deutlich, 2 Stunden später nur noch sehr selten?


    Gruß
    hornet

    Servus Hornet,


    mit guter Sicherheit kann ich leider gar nix sagen :)

    Aber ich beobachte das Tuten und Quaken auch immer sehr genau und interpretiere das wie folgt - ist also nix wissenschaftliches sondern nur eine der zahlreichen Imkermeinungen, nämlich meine:


    Die geschlüpfte tutet so lange herum, bis sie sich sicher ist, daß keine SCHLUPFREIFE Zelle mehr da ist. Dann verstummt sie entweder oder tutet nur noch so selten, daß der gelegentlich horchende Imker nichts mehr hört. Das kann manchmal recht schnell gehen und hängt vermutlich auch davon ab, wie viel verdeckelte Brut insgesamt noch im Volk ist. (?)


    Dann herrscht erst mal schweigen. Aber: das tuten kann wieder los gehen, sobald noch Zellen vorhanden sind! Dann hört man abends wieder häufiger ein tuten - und am nächsten Tag ein tuten und Quaken! Dann muß sich der Imker beeilen...


    Es kann auch sein, daß eine Königin nach dem Schlupf tagelang tutet. Den Fall hatte ich jetzt erst. Tuten ab dem Tag des geschätzen Schlupfs, am zweiten Tag immer noch und am dritten Tag antwortete dann ein Quaken. Zefix...


    Je länger eine junge (!) Königin tutet, desto unsicherer ist sie sich. Und der Imker sollte nochmal schauen ob er was übersehen hat. Es scheint aber auch eine "persönliche" Sache der Königin zu sein, wie sicher sie sich fühlen will. Ob sie "ganz sicher" sein will, dann tutet sie schon mal länger - und es ist doch nix mehr drin.


    Steigt das Sicherheitsgefühl der Königin, hört sie langsam (!) auf zu tuten. Da hört sich das tuten manchmal recht gequält an, als ob sie eigentlich schon gar keine Lust mehr hätte aber sie sich noch nicht traut auf zu hören. Und das tuten wird immer seltener und auch kürzer.


    So zumindest nach meiner Beobachtung bzw. Abhorchung. Reine Interpretation...


    Zum Horchen verwende ich ein Stethoskop, bei dem ich den Kopf abgezogen habe. Den Schlauch stecke ich dann von hinten bei der Windel rein - so hört man relativ gut. Nur Zellen die auf den Oberträgern sitzen hört man nicht so laut quaken, aber ich habe nur einen Brutraum, da geht das schon.


    Leider weiß ich nie so recht, wann man sich halbwegs sicher sein kann, daß nix mehr nachkommt. Siehe dazu auch meinen anderen Thread.


    Servus,


    Alex

  • Ist ja auch logisch:


    Sie tütet ja um herauszufinden, ob (und wenn ja: wo) noch eine Prinzessin vorhanden ist.


    Also muss sie auch tüten, wenn sie nicht weiss ob noch eine vorhanden ist.


    Folglich muss es auch Fälle geben, wo sie tütet ohne dass eine weitere vorhanden ist.