Extrem leichte Rähmchen - Paulowniaholz?

  • Hallo,


    ich habe bei Holtermann Rähmchen in Teilen gekauft (LS 2/3, 159mm, gerade Seiten), als Honigraumrähmchen für mein 10er Dadant. Das Holz ist extrem leicht, ein Rähmchen wiegt nichtmal halb soviel wie ein Nadelholzrähmchen von Jesse, obwohl die leichten Rähmchen einen dicken Oberträger haben.


    Ich vermute sehr stark, dass es sich um Paulownia-Holz (Blauglockenbaum) handelt, auch die Farbe und Struktur sieht genauso aus wie bei den Paulownia-Leimholzplatten vom Bauhaus.


    Als Baumaterial für Zargen hat es mich nicht überzeugt, das Holz bekam extrem schnell schwarze Flecken oder schimmelte gar bei Feuchtigkeit. Auch in den Honigräumen kann es feucht werden, gerade im Frühjahr tropft schonmal Kondenswasser vom Deckel oder den Wänden. Wenn die Rähmchen da auch gleich Stockflecken bekommen wäre das nicht so toll.


    Kann jemand hier schon von Erfahrungen mit Paulownia-Rähmchen berichten? (Auch wenn er/sie bisher evtl. noch nicht wusste, dass es sich um Paulowniaholz handelte...)


    Grüße,
    Robert

  • Hi,


    offenbar weiß bisher niemand etwas zur Frage zu sagen. Ich habe inzwischen mit Holtermann telefoniert, dort hieß es, das Holz sei 'Sibirische Linde'. Habe natürlich gleich danach gesucht und inzwischen gesehen, dass das quasi ein 'Klassiker' ist: alle möglichen Holzprodukte bei Holtermann sollen aus 'Sibirischer Linde' sein, ab und zu fragt jemand hier oder in anderen Foren nach näheren Information zu diesem Baum/diesem Holz, aber bisher scheint niemand anderswo davon gehört zu haben.


    Was das Aussehen angeht: es ist halt Laubholz, und es ist sehr leicht und relativ weich (lässt sich mit dem Fingernagel eindrücken). Von der Farbe eher grau als gelb. Allzu viele Laubhölzer kenne ich ja nicht, deshalb ist mein "sieht genauso aus wie Paulownia" mit Vorsicht zu genießen. Vielleicht ist es Paulownia, vielleicht ist es tatsächlich eine Linde, vielleicht ist es botanisch nochmal etwas anderes. Man müsste man einen Holzfachmann finden, der das beantworten kann.


    Ich möchte daher meine Frage etwas abgeändert erneuern: Kann jemand hier von Erfahrungen mit diesen leichten Laubholzrähmchen unbekannter Holzart von Holtermann berichten? Taugen die auch nach ein paar Jahren noch etwas, oder schimmeln die, z.B. unter Kondenswassereinfluss in der Beute, schneller als z.B. Nadelholzrähmchen? Bleiben die gerade?


    Grüße,
    Robert

  • Hallo Robert,


    zu den Rähmchen kann ich Dir leider nichts sagen. Ich habe mir aber die DN-Beuten aus 'sibirischer Linde' an dem Stand von Holtermann auf dem Imkertag in Münster angeguckt- die sahen definitiv anders aus als das Holz der Rähmchen- sehr hell und eher wenig gemasert, so wie alle mir bekannten Lindenholzarten. Wenn das Bild hier stimmt, dann sieht das Holz von Tilia amurensis so aus http://www.holzwurm-page.de/forum/holz-atlas-linden.htm.
    Entweder der Typ von Holtermann hat mir Blödsinn erzählt oder bei Holtermann läuft alles Lindenholz unter 'sibirisch' :roll:...
    Mich hat es schon immer genervt, daß bei vielen Imkereibdarfshändlern nicht angegeben wird, aus welchem Holz Beuten und Rähmchen genau sind- warum soll ich Holzteile aus wer-weiß-wie-weit importiertem Holz kaufen, wenn um die Ecke genug wächst?

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • warum soll ich Holzteile aus wer-weiß-wie-weit importiertem Holz kaufen, wenn um die Ecke genug wächst?


    Weil einheimisches Holz das in Deutschland geschnitten wurde teurer ist als Importholz ;) 
    Wenn ich Bretter zum Beutenbau kaufe kostet mich der M² deutsches Holz 3,50 und der M² tschechisches Holz 3,00 Euro - beides Fichte.
    Für Händler oder Beutenbauer die mehrere tausend m² kaufen macht das einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Vorteil...
    Von der Sinnhaftigkeitvon Importholz reden wir mal besser nicht...