Waldtracht 2015

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    Hallo Hornet,


    folgendes vorweg - in jeder Waldtracht ist auch Melezitose-Anteil vorhanden. Erst wenn der Anteil dieses Zuckers zu hoch wird, kommt es zum Phänomen des Zementhonigs.


    Wenn jetzt die Melezitoseerzeuger nur dann in Massen auftreten, wenn sowieso ausgezeichnete Bedingungen - auch für andere Honigtauerzeuger sind, wäre es leicht erklärlich, dass Zementhonig - wenn dann nur in großen Mengen hereinkommt. Bei der extrem niedrigen Löslichkeit von Melezitose in Wasser, reichen ja geringe Mengen, um als Zünglein an der Waage, den Effekt auszulösen.


    Zementhonig - als Läppertracht, würde bei dieser Annahme bedeuten, dass bestimmte Lauspopulationen, die normalerweise für die Masse des Honigs zuständig waren, aus irgendwelchen Gründen fehlen. Aber die Melezitoseerzeuger sind da und haben gute Bedingungen.


    Dies ist eine reine Theorie - die das beobachtete Phänomen erklären könnte. Mangels Waldtrachtgebiet, kann ich das hier nicht überprüfen. Es kann also auch ganz andere Ursachen haben.


    Gruß
    Ludger

  • also um es noch mal besser zu vertiefen


    ja ich bin Wanderimker und Waldhonigjäger.


    Meistens verfahre ich so:


    ich mache Waldtrachtbeobachtung d.H. ich zähle und beobachte Läuse und das nicht nur sporadisch sondern intensivst.


    Habe ich einen Standort der eine Waldtracht verspricht, stelle ich zunächst ein oder mehrere Waagstöcke auf. Haben diese dann Zunahmen, werden die Völker aufgewandert. Haben die Waagstöcke aber keine Zunahmen bleiben diese dennoch eine weile an ihrem Standort.


    Ergo ich habe einen gewissen Überblick und ich tausche mich auch mit andern, die auch Waldtrachtbeobachtung machen intensiv aus. Vielleicht seit 2008 nicht mehr mit allen aber das steht auf einen ganz andern Blatt.


    Habe ich extrem gute Zunahmen (vor allem bei Nieselregen) wird nach Meli geschaut! Ansonsten habe ich das eigentlich früher nie getan. Und ich muss sagen, das hat immer gut funktioniert. Sollte dann Meli vorhanden sein, wird abgewandert.


    Es gibt keine Potentielle Meli Standorte!


    klar ist, dass wenn die Tannen wie blöde tropfen und der Fichtenanteil wirklich gegen Null ist, dass dort eigentlich nie Meli kommen kann. Meli hat was mit der Fichte zu tun!


    Fichten sind Flachwurzler ! Tannen haben Pfahlwurzeln


    und noch was, ich gehöre nicht zu denen die immer an die gleichen Plätze wandert, nach dem Moto da wars schon immer gut, also gehen wir da auch wieder hin! Das habe ich in meinen Anfangsjahren mal so gemacht. Doch das ist wirklich schon lange her!


    Ich schließe ja nicht aus, dass ich eventuell ein falsches Pferd reite.


    Ich werde auch offensichtlich falsch verstanden, denn ich habe nicht gesagt, dass es da diesen Zusammenhang gibt, der da lautet Raps = Meli


    Ich habe es ja nur Hinterfragt und inzwischen ja auch genug Antworten bekommen, dass dem nicht so ist. Oder Augenscheinlich nicht so ist!
    Ich könnte ja nun aber auf die Idee kommen, ob es Kirschen oder Apfel sein könnte?
    natürlich nur rein Hypothetisch. Aber das lasse ich jetzt lieber, denn ich weiß ja wie ich mit dem Meli gut hin komme und überlasse alle weiteren Spekulationen denen die damit Probleme haben.


    Mein Augenmerk geht eher dahin: wie gehts weiter mit der Waldtracht?


    Diese Frage scheint mir persönlich jetzt gerade wichtiger, als die Frage warum gibt es Meli
    und es ist richtig, Honig primär von der Fichte hat immer einen gewissen Anteil an Mehrfachzucker!
    Melezitose oder Mellizitose oder Meli ist das aber noch lange nicht! Denn in den Waldhonigen sind auch noch andere Zuckerarten vertreten. Ja und es ist schon richtig, dass es mit den Anteilen zusammenhängt. Daher gibt es ja auch den Grauen, den Roten und den ganz schlimmen, den Weisen
    und um den geht es mir mit meiner hinterfragerei

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Warum zäumen wir das Pferd nicht vom Kopf aus und überlegen was da alles hinter stecken könnte.


    Meli ist oft eine Massentracht. Also müssen davon auch Unmengen vorhanden sein, sprich die Läuse leben so im Überfluss, dass sie den ganzen nicht verdaubaren Saft regelrecht wie eine Pumpe durchlaufen lassen.
    Was kann nun der Grund sein?


    -Die Läuse haben eine Mutation und können das Saugen nicht stoppen.


    -der Druck in der Pflanze ist so hoch, dass er durch die Laus regelrecht durchläuft


    -das Gesetz des Minimum könnte zuschlagen indem der Stoff den die Laus am meisten benötigt, am geringsten in der Pflanze verfügbar ist. Somit muß sie Unmengen mehr durchfiltern um die erforderliche Menge des zu wenigen zu bekommen. Somit fehlt dies auch in ihrer Ausscheidung.


    Also sieht es nicht vielleicht so aus, dass die Laus weshalb auch immer, den Pflanzensaft warum auch immer nicht verarbeitet bringt (Invertase) und er dadurch für die Bienen zum Problem wird, da sie diese Mengen zeitlich nicht mehr invertieren können.


    So nun gibt es neben PSM noch den Baum und die Laus. Aber an wem liegt es?

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • ...
    -der Druck in der Pflanze ist so hoch, dass er durch die Laus regelrecht durchläuft
    ...


    Bei der aktuellen Hitzewelle und mangelnden Regen sollte das eher nicht der Fall sein. Der Saftdruck verringert sich eher bei Wassermangel. Und ich sehe bei meinen aktuellen Waldspaziergängen sehr viele Pflanzen mit hängenden Blättern.


    Grüsse, Robert

  • kurzes Feedback;


    meine Bienen haben dieses Jahr Raps in 2 km Entfernung entdeckt und angeflogen. Ich habe gestern Mele im Wildbau entdeckt, muss am WE schnell schleudern. Mein erster Mele juhuu bin gespannt

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Bei der aktuellen Hitzewelle und mangelnden Regen sollte das eher nicht der Fall sein. Der Saftdruck verringert sich eher bei Wassermangel. Und ich sehe bei meinen aktuellen Waldspaziergängen sehr viele Pflanzen mit hängenden Blättern.


    Grüsse, Robert


    Hier darf man aber nicht vergessen, dass in den Bäumen zwei unterschiedliche Ströme vorhanden sind. Einer "Aufwärts" und einer "Abwärts".
    Wir haben hier dann selbst bei sinkendem Zelldruck eine Missgefüge von Konzentrationen zwischen Wirtspflanze und Schädling, dieser wird umso höher je geringer der Wasseranteil bzw. je höher die "Zucker"konzentration in der Zelle ist.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hallo Hannes!


    Bei uns gibt es sogar noch Spritzer, aber weiterhin Abnahmen...
    Mal sehen, ob es noch einmal los geht...
    Geduld ist gefragt!
    :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo an alle Waldsepzies.


    Also nach den Regentagen war heute einer ohne.
    Aber es gab auch keine Zunahmen.
    Temp. unter 19 Grad.
    Sollte man noch warten oder war es das?

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Ich geb die Hoffnung noch nicht auf. Lassen wir ihr noch etwas Zeit und den Bäumen auch. Etwas mehr Feuchtigkeit wäre für die Bäume nicht schlecht.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Für die Fichte war es das.
    Und für die anderen Läuse wohl auch.
    Derzeit nur Abnahmen.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Seit Dienstag diese Woche, der letzte heiße Tag, gab es bis heute ca. 3 kg Abnahme.
    Nordschwarzwald ca. 500 m Höhenlage.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Die Suche am Wochenende war leider ein Satz mit X. Wenige trockene Spritzer waren zu finden, aber nichts was auf ein erfolgreiches Ergebnis hoffen lässt. Alles trocken, dafür war der "Waldhonig", der am Wochenende aus der Schleuder lief, sehr dunkel und man könnte fast einen leichten Tannenanteil erahnen.
    Ich denke für dieses Jahr bleiben uns nur noch Goldrute und Springkraut -oder Völkerpflege und auf nächstes Jahr vorbereiten.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hast du denn noch Stände mit Tracht? Oder ist es flächendeckend vorbei mit dem Wald?


    Ich werde Ende der Woche abschleudern...


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)