Jetzt habe ich auch meinen ersten Stich hinter mir

  • Heute morgen (als es noch "kühler" war) verhedderte sich eine Biene in meinen Haaren und platzierte einen Stich über meiner Stirn. Seither spüre ich, wie das Gift der Schwerkraft folgt, gerade kommt es an meinem Kinn an. Meine Augen fühlen sich an, als hätte ich ein Dauergrinsen aufgesetzt, die Lippen wie nach einer Zahnarztspritze. Alle Gesichtsfalten verschwinden so nach und nach. Nur das verschwitzte Glänzen ist der Optik nicht zuträglich. Ebenso das Wissen, dass bei mir die richtige Schwellung immer erst am zweiten/dritten Tag kommt... Meine Mimik ist auch schon etwas eingeschränkt, insofern finde ich, dass mir das Pokerface jetzt besser gelingen könnte als in natura.


    Quasimodal verjüngt
    Kikibee

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.

  • Gestern gab es einen bösen Stich direkt an die Ohrmuschel am Übergang zum Kopf. Viel Knorpel da und wenig Gewebe. Das War ein lang lang anhaltender böser Schmerz, fast wie an der Nase aber anders und länger. So wie wenn man heftigst eine aufs Ohr bekommt und dann der Schmerz Richtung Kopf zieht. Andere Stellen am Ohr sind da nicht ganz so schlimm.
    Meine Schwester meint es könnte so ein Akupunktur Punkt sein wo Nervenbahnen laufen und daher besonders fies weh tun.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hhm. Echt? Das ist ja DIE Marktlücke!


    Ähm, mich hat mal eine beim pippimachen gestochen - das war Hölle! Aber vielleicht wirklich eine Marktlücke....


    Gruß Jörg, wiedergenesen


    PS: ins Ohr... kann ich nur lachen, darüber!

  • Ähm, mich hat mal eine beim pippimachen gestochen - das war Hölle!


    Also WOBEI sie gestochen hat, ist weniger interessant, aber WOHIN GENAU sie gestochen und wie sich das dann entwickelt hat, das wäre jetzt wissenschaftlich sehr interessant ... :wink:


    Es gab da doch den Typen, der eine Schmerzkarte für Bienenstiche erstellt hat und sich systematisch an verschiedenen Stellen einen Bienenstich setzen ließ, u.a. auch da, wo es dich vermutlich erwischt hat. Stimmen deine Erfahrungen mit seinen überein?

  • Ich habe nun vor einigen Wochen auch meinen ersten Stich kassiert. Hätte das drohnenbrütige Volk vielleicht nicht in kurzen Hosen abkehren soll......Der Stich ging genau in den Knöchel. Angeschwollen ist er nicht, tat aber einige Tage recht weh. Vorgestern schaute ich mir den ganzen Stolz eines Vereinskollegen an....57 Völker.....Diese waren allerdings nicht sonderlich gut aufgestellt meiner Meinung nach. Alle standen mit der Rückseite zum Zaun, so dass man zwangsläufig vor den Beuten langgehen musste. Auf dem Rückweg von den Beuten waren wir zwar schon gute 10m entfernt, allerdings liefen wir trotzdem durch die Einflugschneise. Da waren wir wohl im weg, jedenfalls attackierte mich eine Biene so lange bis sie mich schließlich erwischte. Genau über dem rechten Auge. Vielleicht hat sie nicht richtig zugestochen, oder ich hab sie einfach schnell genug weg gewischt, jedenfalls ist nichts geschwollen. Es tat ca. 1 Stunde lang etwas weh und das wars.....Glück gehabt!

  • Seit einer Woche habe ich meine ersten Bienen und heute bin ich mit meinem ersten Stich getauft worden - trotz Vollschutz. Ich habe mich aber auch irgendwie ziemlich ungeschickt angestellt, als ich die geliehene Futtertasche gegen meine neu gekaufte ausgetauscht habe.
    Der Stich ging in die Ellenbeuge - da hatte sich eine Biene niedergelassen und ist wohl beim Abwinkeln des Armes gedrückt worden.


    Erst durch einen Schmerz bin ich aufmerksam geworden. Stachel hat keiner gesteckt, minimalst vorübergehend angeschwollen; nach einer Viertelstunde habe ich nichts mehr gespürt und gejuckt hat es auch nicht. Ich vermute, dass durch den Stichschutz der Stachel nicht stecken bleibt und nur minimal Gift in den Körper gelangt. Böse kann ich ihr natürlich nicht sein, sie hat ja nur das gemacht, was ich an ihrer Stelle auch gemacht hätte :)

  • Zitat:
    "Insektengiftallergien sind insgesamt selten, wenn auch durch die mögliche Schwere ihres Verlaufes von wissenschaftlichem Interesse [30]."
    "Demnach liegt die Lebenszeitprävalenz (LZP) für [...] Insektengiftallergien bei 2,8%."


    Aus Häufigkeit allergischer Erkrankungen in Deutschland. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)
    Bundesgesundheitsbl att 2013·56:698–706 DOI 10.1007/s00103-012-1652-7
    http://edoc.rki.de/oa/articles…pVo/PDF/20xkoi9E0FU4w.pdf


    Frauen sind anscheinend etwas anfälliger für Insektengiftallergien. Alte Männer immer unempfindlicher. :wink:

  • ...Alte Männer immer unempfindlicher. :wink:


    Puh... noch mal Glück gehabt.


    Im Ernst: Nach meiner Groß-TBE am letzten Wochenende in T-Shirt und Gesichtsschleier hatte ich mir schon etwas Sorgen gemacht. Vielleicht ist ja eine "größere" Anzahl von Stichen auf Dauer vielleicht doch nicht so harmlos. Nach langem hatte ich wieder leichte Schwellungen an den Stichstellen (Handrücken usw.). Jetzt ist aber wieder alles schick.


    Gruß Jörg

  • Keine wilden Feste einen Tag vor den Bienenarbeiten feiern. :wink: Je nach Konstitution (= Tagesform) deines Immunsystems kommt der Körper besser oder schlechter damit zurecht. Bei mir merke ich es bei Schlafmangel oder wenn alle um mich herum Grippe haben, daß ich auf Bienenstiche mehr reagiere. Dann juckt es fast eine ganze Minute lang. :wink:


    Vitamin C nehmen bei vielen Stichen. Bienengift im Körper erhöht den Verbrauch an Vitamin C. Allgemein auf ausreichend Schlaf und ausgewogene Ernährung achten.