Denn Sie wissen nicht was sie tun......

  • Wenn das nicht nachdenklich macht.
    Als ich heute von ca. 7o km entfernten Apple Serviceprovider meine Geräte wieder abholen konnte, sah ich einige Landwirte mit hochgelegten Schleppern, die das schon zur Endhöhe gewachsenen Getreide spritzten.



    Mein Pächter spritzt es nur noch am Anfang des Wachstums, aber manche lernen es nie.



    http://www.br.de/mediathek/vid…7-quer-glyphosat-100.html

  • ja, welches Getreide spritzen die denn da? Soweit ich weiß wird bei Gerste die Halmverkürzung erst (oder auch) spät gemacht. Hier beginnt die Gerste mit dem Ährenschieben und dort wurde heute auch gespritzt.
    Gruß David

  • Soweit ich weiß wird bei Gerste die Halmverkürzung erst (oder auch) spät gemacht. Hier beginnt die Gerste mit dem Ährenschieben und dort wurde heute auch gespritzt.


    Das macht man deshalb, damit die Biertrinker da auch noch was von haben und gegen die dauerhafte Halmverkürzung die Einnahme blauer Pillen erforderlich wird.


    Gruß Sven

  • Hallo,


    Ihr solltet auch an die Möglichkeit denken, dass die Bauern sehr wohl wissen, was sie tun. :roll:


    Um diese Zeit und in dem beschriebenen Wachstumsstadium werden Spritzungen mit Fungiziden gegen Getreide- bzw. Ährenkrankheiten gemacht.


    Diese Substanzen sind weder für den Anwender, also den Bauern selbst, noch für die Umwelt gesund, in Intensivregionen und bei feuchter Witterung ist die Anwendung zur Erntesicherung aber oft nicht zu vermeiden.:-(


    Mit wenig Begeisterung


    Quirin

  • Soweit ich das die letzten Jahre verfolgen kann, werden die Spritzungen im Getreide und Mais immer mehr. Entweder es werden neue Schädlinge oder neue Krankheiten von der Industrie erfunden.
    So oft wie heuer wurde noch nie gespritzt - Wahnsinn.

  • Guten Morgen, Franz Xaver.
    Deine Aussage kann ich nur bestätigen, das gilt allerdings bereits seit vielen Jahren. Ich lebte lange inmitten eines Naturschutzgebietes, innerhalb dessen ein Weinanbaugebiet einen Sonderstaus "genoss". Hier durfte nämlich gespritzt werden, was das Portemonnaie des Bauern nur hergab. Meine damaligen Nachfragen bzgl des Spritzgutes ergab, wen wunderts, Glyphosate. Lt Herstellerangaben durfte das im Weinbau, wenn ich recht erinnere, 2x während der Vegetationsperiode ausgebracht werden. In dem Jahr habe ich nach der 16. (!!!) Spritzung aufgehört, zu zählen und habe mich damit getröstet, dass nicht ich es bin, der das Zeug ohne Maske so oft im Nebel auf die Lagen ausbringen muss. Blauäugig, wie ich damals noch war, hatte ich kein Bewusstsein dafür, wie sehr sich das anreichert und nach jahrelangem Einatmen und durch Verwehung aufgenommene Mengen auch in mir konzentriert haben MUSS.
    Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob es mir rein mental nicht besserginge, wenn ich auf dem Dummheitszustand von damals stehengeblieben wäre.
    So, und gleich wieder ran an die Bienen. Schönes Wochenende!
    Landpomeranze

  • Leider werdet ihr den Artikel in der heutigen, hiesigen Tageszeitung als "Nichtabonennten" nicht lesen können, aber allein schon die Unterschrift ist ein Schlag ins Gesicht jedes umweltbewussten Menschen. Es suggeriert hier jedem, besonders auch Hobbygärtnern völlige Problemlosigkeit des Wirkstoffs.


    http://www.pnp.de/nachrichten/…n-Massen-gefaehrlich.html

  • Ich sehe es auch nur in der www-Zeile:
    Glyphosat nur in Massen gefährlich.


    Kannst du vielleicht ein paar Worte dazu schreiben, wer das festgestellt haben will und aufgrund welcher Beobachtungen?


    Danke und Gruß
    Doro

  • Der Quintessenz des Artikels ist laut einer Studie so zu verstehen, dass Glyphosat z. B. Wenn es zur Vorerntebehandlung (Abreifebeschleunigung) eingesetzt wird, dann gilt für Weizen und Roggen beispielsweise ein Rückstandshöchstgehalt von 10 mg je Kilo Erntegut. "Um allerdings über den EU-Grenzwert zu kommen, müsste ein Erwachsener über 100 Kilo Brötchen am Tag essen", rechnet Claudia Schuller vor. "Und der Grenzwert hat einen Sicherheitsabstand: In Fütterungsversuchen mit Ratten und Hunden ergaben sich auch bei einem Anderthalbtausendfachen des Grenzwertes keine Schäden. Zudem ist es unmöglich, täglich 150 Tonnen Brot zu verzehren."


    Also alles unbedenklich und Panikmache scheint der Artikel dem Leser vermitteln zu wollen.

  • Ja klar.
    Wir essen ja ausschließlich Brötchen
    und wir nehmen auch keine andere schädliche Substanz auf.
    Und Grenzwerte, wenn ich das Wort schon höre!


    Ich finde das ziemlich dreist, so eine Verharmlosung und Beschwichtigung zu verbreiten.
    Warum geschieht so etwas?
    Wem nutzt das?
    (Das sind rhethorische Fragen.)


    Danke fürs Zusammenfassen und Vorstellen des Artikels.


    Gruß Doro