Honig ohne Luftkontakt rühren

  • Ich suche nach einer Möglichkeit, Honig mit möglichst wenig Luftkontakt zu rühren.
    Mich hat beeindruckt, wie viel intensiver der Honig schmeckt, der ohne Rühren (durch Einfrieren) auskristallisiert ist
    Wäre Umpumpen auch für kleinere Mengen (bis 100 kg) eine brauchbare Lösung?
    Könnte man den Hobbock wie eine Mischtrommel bewegen (ich müsste mir noch ausdenken wie)?


    Vielen Dank für Eure Hinweise!


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Umpumpen bringt mitunter auch Luft in den Honig!
    Rühren aber auch
    manche Rührwerke aber nicht
    Langsam müssen sie sein (20 Umdrehungen/Min) und die Konstruktion der Rührarme haben großen Einfluss. Letztlich natürlich auch der Kesseldurchmesser.


    Denn je größer diese ist um so höher ist die Umfangsgeschwindigkeit. Diese muss aber so gering wie möglich gehalten werden. Denn sonst reist die Strömung ab und das baut die Luft ein.


    Hoffentlich kapiert das ein Laie

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Könnte man den Hobbock wie eine Mischtrommel bewegen (ich müsste mir noch ausdenken wie)?


    Vielen Dank für Eure Hinweise!


    Wolfgang


    Eine Farbmischmaschine wie die Baumärkte sie haben.


    Alternativ könntest du dir eine Stickstoffgefüllte Kammer bauen.


    Oder den Honig pressen statt schleudern.

  • Na, es sollte schon irgendwie praktikabel sein.
    Pressen mache ich schon (mit einem Teil der Ernte), auch der Presshonig muss aber gerührt werden.
    Ich arbeite bisher mit dem "Auf-und-ab", der ja weniger Luft reinbringen sollte als ein Rührwerk.


    Würde denn ein bloßes Rotieren oder (wie bei der Farbmischmaschine) Rütteln die Kristalle, die entstehen klein halten?
    Man könnte ja irgendwas in den Hobbock packen, was ähnlich wirkt wie die Mischarme (Oder wie nennt man das?) in der Trommel eines Betonmischers.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • beim Betonmischer tauchen die Arme ins Material und dann wieder raus


    das ist schlecht. Bei deinem Auf und Ab kann es (wenn zu schnell) auch zu Lufteinschlüssen kommen.


    Da Honig eine recht zähe Masse ist, und diese mit fortschreitender Cremigkeit noch zäher wird, musst du hier vom Gedankengang zu etwas sehr langsamen greifen.


    Die groben Kristalle können sich nur dann bilden, wenn keine Bewegung stattfindet. Bewegung verhindert grobes kristallisieren.


    Die Rührarme müssen nicht bis an die Außenwand reichen. Sie müssen den Honig nur in Bewegung halten. An allen Stellen in deinem Behälter.


    Ruhen dazwischen ist aber auch wichtig. Denn in der Ruhephase bilden sich die Kristalle.


    So jetzt hast du alles zum Cremig machen.


    Stopp die Temperatur spielt auch noch ne Rolle. Je kälter um so zäher ist es ja.


    SO nun rann

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Diese coolen italienischen Scheibentrockner erzeugen m.E. eine sehr schöne Konsitzenz und beeinflussen den Geschmack offenbar nicht sooo sehr. Die haben eine Umlufttrocknung und drehen sich langsam.


    Gruß Jörg

  • man muss unterscheiden, zwischen Geschmacksverbesserung oder Veränderung durch Luft


    oder Oberflächenveränderung durch Cremigkeit! das sind zwei paar Schuhe


    mousse au chocolat ist das beste Beispiel was Lufteinschluss bewirkt


    Wenn ich aber Wolfgang richtig verstanden habe will er gerade diesen Effekt nicht


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • ja, schon klar.


    Ich dachte dabei an den Vergleich zwischen einem schlecht mit dem Bohrmaschinenrührer gerührten, geschmackstoten, cremigen Honig und einem aus dem Trockner. Der letztere hat mir auffällig besser geschmeckt.


    Gruß Jörg

  • Eindicken kann natürlich auch einen positiven Effekt auf den Geschmack bewirken.


    Das ist auch unbestritten.


    Die Parameter sind vielfältig

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • beim Betonmischer tauchen die Arme ins Material und dann wieder raus
    das ist schlecht. Bei deinem Auf und Ab kann es (wenn zu schnell) auch zu Lufteinschlüssen kommen.


    Das wäre insoweit kein Problem, als nur die Luft da wäre, die im Hobbock ist.
    Der Hinweis, dass die Rührarme den Honig nur in Bewegung halten müssen, ist aber gut.
    Man müsste den Hobbock ja nur irgendwie so einspannen, dass man ihn drehen kann (Ich benutze Edelstahlhobbocks mit Spannverschlüssen.) Das wäre sogar weniger mühsam als das Rühren.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)