Pestizidrückstände in Rapshonig

  • Nachtrag
    BIMO Untersuchung bei mir 2011
    Bienenbrotuntersuchung und ich vermute im Honig ähnliche Werte.


    Im Pollen sind die Werte regelmäßig weit höher als im Honig. Die Pestizide sind fettlöslich und sammeln sich deswegen im Pollen sehr viel mehr.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • 1.) Die Deklaration als Frühtracht ist eine Schutzmaßnahme. Es steht zu erwarten, daß Raps-Honige von Recherchepraktikanten onanym gekauft und ins Labor gegeben werden. Der Auftrag lautet dann: "Kaufe Rapshonig!" Im Ergebnis werden in Zeitungen die Rückstände von Raps-Honig stehen und BIO will da natürlich nicht beteiligt sein.
    2.) Die BIO-Zertifizierung umfaßt den Gesamten Betrieb. Einzelne Produkte konventionell herzustellen geht folglich nicht und die Herauslösung ebenso nicht, da dann ja konventionelle Raps-Honig-Rückstände den BIO-Rakazienhonig trüben würden.
    3.) Es ist schlicht unmöglich einen Radius von 3 km dauerhaft auf Kontaminationsquellen aus der Landwirtschaft zu überprüfen. Alleine dieses Argument macht die BIO-Richtlinie oder Verbandsrichtlinie zum Papiertiger mit eingebauter Selbstverschayserung.
    4.) Reicht die Behauptung, der Imkereibetrieb habe keine Kontaminationen aus der Landwirtschaft festgestellt. Der Zertifizierer prüft diese lediglich auf Plausibilität. Wer nachweisen kann, daß er beidseits vollständig blind ist, hat sehr gute Argumente.
    5.) Meine Bienen fliegen weiter als 3 km und bringen dennoch Tracht mit heim.


    Ich stehe mit 14 Völkern an 168 ha konventionellem Raps. Der Flächennutzer ist die Bauernland GmbH Beiersdorf. Der Chef der Bauernland GmbH ist Wolfgang Vogel. Wolfgang Vogel ist Sachsens Bauernpräsident.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hatte der dir nicht in Bezug auf PSM im Zeitungsartikel widersprochen?


    Ja, hat er. Er will reden. Miteinander nicht übereinander. Sagt er. Mit mir sprach er nicht. Ich würde auch über ihn reden.


    "Die Biene ist ein Urwaldtier -
    die Landwirtschaft die schadet ihr!"
    Wilhelm Strauch, Großpösna, 1352

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Henry,


    Ich stehe mit 14 Völkern an 168 ha konventionellem Raps. Der Flächennutzer ist die Bauernland GmbH Beiersdorf. Der Chef der Bauernland GmbH ist Wolfgang Vogel. Wolfgang Vogel ist Sachsens Bauernpräsident.


    Mit mir sprach er nicht. Ich würde auch über ihn reden.


    die Entwicklung bzw. den Niedergang deiner 14 Völker dokumentierst Du entsprechend? Und dann? Noch mehr Gerede übereinander?


    Gruß Sven

  • Bislang gehen die nicht nieder. Bislang gehen die auf. Da gibtas nichts zu reden. Werder über noch mit. Seine Pflanzenschutzberaterin hält intensiv Kontakt. Ich glaube nicht, daß da direkt vergiftungsmäßig was passiert. Dafür kennen wir uns zu gut.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Das hat sich für mich anders angehört bzw. angelest. Vielleicht ist ja auf diesem Wege die Erarbeitung eines Behandlungskonzeptes möglich, mit dem alle leben können.
    Dann viel Glück für deine Bienen!


    Gruß Sven

  • Ich stehe mit 14 Völkern an 168 ha konventionellem Raps.


    Wie ists denn gelaufen Henry, auch in Bezug auf evtl. Nachwehen? Ich stehe hier nämlich im nächsten Jahr inmitten einer konventionellen Rapslandschaft, sowohl am Hausstand, als auch am Waldstand. Dieses Jahr war der Raps rund ums Nachbardorf und hier ausschließlich Getreide, nächstes Jahr wirds umgekehrt sein, einige hundert ha gelbe Pracht...


    Grüße Sven

  • Aus aktuellem Anlaß:
    Die Rückstandshöchstmenge von Thiacloprid im Honig wurde von 0,2 auf 0,05 mg/kg gesenkt (EU-VO 2015/1200, in Kraft ab 12.2.2016 -> d.h. Honige, die davor gewonnen wurden, müssen lediglich den alten/höheren Grenzwert einhalten).
    Thiacloprid ist ein Wirkstoff, der im Rapsanbau genutzt wird (Mittel: Biscaya). Mit den bisher zugelassenen Anwendungen von thiaclopridhaltigen Insektiziden u. a. im blühenden Raps kann eine Einhaltung dieses neuen Grenzwertes voraussichtlich nicht gewährleistet werden, wenn nennenswerte Nektarmengen von derart behandeltem Raps eingetragen werden sollten. Bisherige Honigrückstands-Meßergebnisse bspw. von Celle ergaben Überschreitungen des neuen Grenzwertes.

  • Unangenehm wenn der Raps in der Nähe der Bienenstände in Verbindung mit unvernünftigen Landwirten ist.
    Angenehm für Bienen wenn sie nicht an jedes Giftfeld gekarrt werden.
    Gesamtheitlich betrachtet keine schöne Situation.

  • Aus aktuellem Anlaß:
    Die Rückstandshöchstmenge von Thiacloprid im Honig wurde von 0,2 auf 0,05 mg/kg gesenkt (EU-VO 2015/1200, in Kraft ab 12.2.2016 -> d.h. Honige, die davor gewonnen wurden, müssen lediglich den alten/höheren Grenzwert einhalten).


    Wer lässt seinen Honig auf Rückstände messen??? Oder werden entsprechende Untersuchungen nun Pflicht?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Meiner Meinung nach sollte der DIB zumindest bei Honigproben, die für Gold "kandidieren", durchgängig Rückstandsanalysen auf Pestizide und Varroabehandlungsmittel machen. Analog zur Bewertung von Lebensmitteln bei der Stiftung Warentest verdient ein Honig, der Grenzwerte für Pestizide/Varroabehandlungsmittel nur knapp einhält oder gar überschreitet, kein "sehr gut" bzw. "Gold". Ein halbes Prozent höheren Wassergehalt oder ein schief geklebtes Etikett finde ich im Vergleich dazu relativ uninteressant.
    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Thiacloprid ist ein Wirkstoff, der im Rapsanbau genutzt wird (Mittel: Biscaya). Mit den bisher zugelassenen Anwendungen von thiaclopridhaltigen Insektiziden u. a. im blühenden Raps kann eine Einhaltung dieses neuen Grenzwertes voraussichtlich nicht gewährleistet werden, wenn nennenswerte Nektarmengen von derart behandeltem Raps eingetragen werden sollten.


    Thiacloprid ist doch auch ein Neonicotinoid. Warum ist das denn eigentlich von der Eilverordnung ausgenommen? :evil:

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Weil es nicht zu den 3 derzeit verbotenen gehört. Die Schädlichkeit sei nicht so groß. Da treten erst bei wesentlich höheren Dosen Schäden auf.
    In Hohenheim gab es dazu Forschung, da wurden gar keine Schäden festgestellt! :wink:

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi