Pestizidrückstände in Rapshonig


  • Wenn BIO drauf steht, dann will er auch BIO drin. Und zwar so kontrolliert wie es bei anderen Lebensmitteln auch ist.


    Hallo,


    ich glaube bei anderen Lebensmitteln ist nicht viel anderes. Nicht das Endprodukt, was wir kaufen wird kontrolliert, was ja eigentlich Sinn machen würde. Wurde vor Kurzem nicht ein Gesetzt gestoppt, der vorsieht, dass die Endprodukte PSM-frei sein sollen!


    Ich kenne einen Gemüselieferant bei Supermärkten und er hat uns empfohlen auch Bio-Gemüse ordentlich zu schälen. Er hat uns erklärt, wie Bio-Ware meist im gleichen Transport oder Behälter transportiert werden wie konvi-Ware und dazwischen macht keiner sauber oder wechselt die Handschuhe etc.


    Es stimmt aber, dass Bio ein Schritt in die richtige Richtung ist und im allgemein besser als Konvi bleibt. Wir kaufen gerne bio und regional.
    LG Sasero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Das ist schon mehr als merkwürdig. Werden Untersuchungen von den Bioverbänden eigentlich bezuschusst?
    Ich habe meinen Rapshonig letztes Jahr untersuchen lassen, gefunden wurde 'nur' Carbendazim, das ist ein Fungizid, das oft im Raps eingesetzt wird. Der ADI liegt bei diesem Pestizid bei 1mg/kg.
    Ich werde das dieses Jahr wieder machen- frage mich nur, was ich mache, wenn PSM über den Grenzwerten gefunden wird...


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    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Hallo!


    Hier mal ein Beispiel für die richtige Standortwahl für Biovölker:



    Quelle: Naturland.de, Richtlinien für Imkerei Seite 7 von 11


    http://www.naturland.de/images…d-Richtlinien_Imkerei.pdf



    Einen weiteren Kommentar auf Biozertifizierten Rapshonig, der dann als Frühjahrshonig unter dem Bio-Siegel - hier Naturland - verkauft wird.


    Alleine schon das anwandern der konventionellen Rapstracht ist ja wohl ein Unding für einen richtigen Bioimker...


    Mann, Mann, Mann!


    Erst gestern wieder 150 Völker eines bekannten Bioimkers am Raps gesehen.


    Was soll das denn eigentlich mit dem Biosiegel?


    Und dann noch für Rapshonig?


    Dass ich nicht lache!
    :evil:


    Es gehört schlicht und ergreifend verboten oder besser noch BESTRAFT!
    Das ist Volksverdummung!


    Mein Honig ist auch BIO.
    Kommt ja schließlich aus Völkern die auf totgespritzten Ackerrainen neben Rapsfeldern im konventionellen Anbau aufgestellt sind...
    :Biene:


    Eigentlich ist es unglaublich!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

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  • Hier stehen 30ha Biowinterraps, das ist schon ein ordentlicher Schlag, da steht aber kein Volk.
    Die Bienen des Bioimkers stehen ca 5km weiter am konvi Raps ca 250ha Schlag.
    Das ist schon ein Schlag ins Gesicht.
    Gruß David

  • Von dem Gedanken unbelastetes Essen genießen zu können habe ich mich schon längst verabschiedet. Als ich jetzt meine Hochbeete mit Gartenerde auffüllte kam mir unweigerlich der Gedanke, dass sicherlich hier auch eine gewisse Vorschädigung da ist.


    Besonders hier im niederbayerischen Gebiet haben wir immer noch eine sehr hohe Strahlenbelastung:


    http://www.br.de/themen/ratgeb…ilze_wildschweine100.html


    Meines Erachtens ist es egal was man isst und sei es auch Bio, belastet es ist heutzutage alles - leider!

  • Na das is ja Klartext


    Was mich so unverständig zurücklässt ist, daß vieles schon in
    sämtlichen Bienenzeitungen aus den 70/80ger Jahren beschrieben ist
    und sensible Menschen nicht grundlos
    http://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Mess%C3%A9gu%C3%A9
    schon vor 60 Jahren z.B. dazu geraten haben das Obst vor dem Verzehr besser zu schälen.


    Schöne alpenländische Grüße


    till
    -------------------------------
    Viel Vergnügen:
    https://www.youtube.com/watch?v=1UK9Vwgua5o

  • Für Vorteile, egal ob Bienen oder sauberen Honig, brauchst du keine Zertifizierung.
    Das ist eine Einstellungssache. Punkt.

    Du wanderst in den Raps ?:cool:



    Interessantes Thema und unter Bioimkern schon lange beliebt.Hier etwas heiss serviert, mit Verallgemeinerungen und "die Anderen sind böse"attitude aufgetischt. Gut.Ist halt der einfachste Weg.


    Jetzt verrate ich euch mal was: die PSM im Raps sind unser aller Problem. Bloss weil ihr kein Zertifikat habt, könnt ihr Raps anwandern und euren Kunden das ruhigen Gewissens so verkaufen ? Ihr könnt denselben Preis fürs Endprodukt nehmen ohne die Mehrkosten einer Zertifizierung zu haben und hackt auf den Bioimkern rum.:roll:



    Kritisch sehe ich das direkte Anwandern von KonviRaps durch Bioimker. Doch gibt es tGegenden und Standplätze, da bist du mitten auf nem Biobetrieb und erntest doch Raps da ringsherum um die Bioinsel alles voll ist damit. Damit hätte ich kein Problem aus Richtliniensicht, doch das löst noch nicht die PSMrapsproblematik...


    So hoffe das genügt zum weiteren Anheizen einer Diskussion. Konstruktiv angegangen wäre interessant ob es Alternativen zum Raps gibt oder ob gute Vereinbarungen mit Landwirten zu saubererem Honig führen.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Du weißt das ich wandere. Ich wandere sogar vom Raps weg in den Raps rein ;)
    Du hast es gesehen. Sag an....wo soll ich hin mit den Bienen?


    Du hast die gesamte Diskussion nicht verstanden. Bei meinem Rapshonig wird niemand getäuscht, denn es steht nicht Bio drauf.
    Wenn ich ein Bioprodukt kaufe, völlig egal was es kostet, dann hätte ich es gern rückstandsfrei.
    Wenn mein Kunde das Glas bei mir für 5,50 kauft, dann wird das wohl andere Gründe haben.


    Ich sag dir warum das mit dem Rapshonig trotzdem geht:
    Keine große Imkerei würde sich mehr zertifizieren lassen wenn der Raps rausfallen würde. Niemand. Das Aus für die Biokmkerei.


    Ich brauche kein schlechtes Gewissen haben, ich verzichte sehr bewusst aufs Label und den Euro mehr.
    Ich führe oft Gespräche mit meinen Kunden die wissen wollen wie Rapshonig denn sein kann. Ob es da spezielle Felder gäbe, unter Folie vielleicht. Das ist dann immer ein wenig wie fremdschämen!


    Warum wird der Rapshonig nicht außen vor gelassen? Wird man gezwungen ihn als bio zu declarieren?


    Absprachen mit dem Landwirt kann bestimmt sauberen Honig geben. Da muss man aber nicht auf due fetten konvi Böden in die Börde gehen, sondern auch da hin wo die Bios heimisch sind.
    Hier wird kein Landwirt auf Spritzungen verzichten....nicht bei 700 € Pachtpreisen.


    Geh los in die Abgaben mit konventionellem Honig. Dir werden die Augen tränen, ich versprechs dir.


    Gruß Sanni, bei der das Thema auch immer sehr beliebt ist.

  • Ich verstehe schon um was es hier geht.
    Leute die Raps verkaufen, schimpfen über andere Leute die Raps verkaufen und zertifiziert sind.
    :cool:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • ...
    Leute die Raps verkaufen, schimpfen über andere Leute die Raps verkaufen und zertifiziert sind.
    :cool:


    Hallo molle!


    Bin nicht deiner Meinung! Soll auch mal vorkommen...
    :liebe002:


    Was ich vorher geschrieben habe und was ich an den Pranger stelle ist schlicht und ergreifend der Umstand, dass man sich mit einem Bio-Zertifikat vor allerlei Schadstoffen exkulpiert, die in beiden Honigen sind. Ob Bio oder nicht sagt dir gleich das Licht? :u_idea_bulb02:


    Und man wandert, obwohl man BIO-zertifiziert ist den konventionellen Raps auch noch an?
    :oops:


    DAS ist doch das Problem...


    Aber mir einen erzählen, weil ich den Flügel einer Königin schneide.
    Wie viele Bienen sterben bei der Anwanderung in die konventionellen Trachten?


    Ich persönlich nehme das doch tatsächlich in Kauf, dass da was passieren könnte bei Anwanderung.


    Aber ich stelle mich auch nicht hin und erzähle hier einen im Imkerforum von BIO und "klatsche" dann noch irgend so ein "Babberla" (=fränkisch für Aufkleber) drauf auf dem dem Verbraucher suggeriert wird, wie gesund dieses Lebensmittel aus dem frisch gespritzten Rapsfeld ist.


    Da lobe ich mir den toyota, wenn er sagt, dass er in den Löwenzahn wandert und auch dazu steht und das macht, weil er vielleicht auch irgendwann die Welt verändern wird...


    Aber in den konventionellen Raps ganz bewusst seine Bio-Zertifizierten Bio-Bienen mit Bio-Mittelwänden aus Bio-Wachs aus Bio-Afrika mit Bio-Rauch/Feuer zerstörten wirklichen Bio-Bienenvölkern stellen und dann sich hinstellen und mit dem "Babberla" der Bio-Verbände dem Verbraucher signalisieren:


    Mann, Mann, Mann: Bin ich BIO!


    Ich kann nur mit dem Kopf schütteln.


    Mit Neid hat das SICHER nichts zu tun!


    Eher mit Volksverdummung und Verbraucher-Verar...ung!


    Klebt ruhig euer BIO-Siegel auf euren Honig drauf!


    Und zum Thema "Veränderung" und Sokrates fällt mir ein:


    "Wenn Sie über lange Zeit praktizieren, werden Sie früher oder später Veränderungen an sich feststellen." (Dalai Lama)


    Die Gier nach Geld verändert die Menschen früher oder später - mit oder ohne Biozertifikat! (Lebenserfahrung)


    :roll:


    So und nun geht es zu den Bienen und wandere von der konventionellen Kirsch-Plantage in den konventionellen Raps.


    Und ich schimpfe bewusst nicht über Leute, die Rapshonig verkaufen.
    Ich schimpfe bewusst über Leute die Rapshonig verkaufen und BIO-zertifiziert sind.


    Ohne Rückstandsuntersuchung würde es bei mir niemals Bio-zertifizierten Honig geben.


    Das würde bei mir für alle Bio-Honige gelten!


    So schauts doch aus.


    Wir lügen uns in die Tasche und haben dabei noch Spaß, weil der Geldbeutel sich dabei füllt.


    Ach ja, ich vergaß zu erwähnen: Mein Geldbeutel ist natürlich aus garantiert Bio-zertifiziertem Bio-Leder...


    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • tandsuntersuchung vorlege. Das kann ich soweit nachvollziehen. Wozu ist das Siegel schließlich gut?!
    Dem Prüfverband ist aber egal, was drin ist, solange ich nicht "Rapshonig" draufschreibe. "Frühtracht" o.ä. darf ich also mit Siegel verkaufen, ganz egal wie hoch die Rückstände sind.


    Wolfgang


    Hallo Wolfgang,


    danke für die Zeilen, es ist genau das was ich an Bio kritisiere. Nur weil ein Produkt ein Biosiegel hat, hat es nicht zwangsläufig eine bessere Qualität.
    Hier mal ein netter Film zu diesem Thema, allerdings kommen keine Imker darin vor http://www.monagoo.com/magazin…illusion-oekosiegel-arte/


    Bio bleibt in meinen Augen eine Verbrauchertäuschung, denn den Verbraucher interessiert es nicht ob die Beute aus Holz ist oder nicht, oder der Kö der Flügel geschnitten würde.


    Viele Grüße,


    Max

  • Hallo Wolfgang,
    oder der Kö der Flügel geschnitten würde.


    Viele Grüße,


    Max


    Hallo Max. Was hat das mit Bio zu tun, wenn der Kö ein Flügel gestutzt wurde?


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.