Pestizidrückstände in Rapshonig

  • Wenn es Dr. Wallner nicht untersuchen läßt -> es gibt auch andere zertifizierte Labore, die das bzw. Vollanalyse incl. Thiacloprid mit Metaboliten für den gleichen zweistelligen Preis wie sein Institut oder weniger machen würden. Ab 20 Proben gäbe es sogar Rabatt. Und das ganze innerhalb von 5 - 6 Arbeitstagen bzw. bei Eilaufträgen (mit Aufpreis) innerhalb von 24h. Es kommt also darauf an, wen man wie fragt. Und das sind keine Hinterhoflabore zweifelhaften Rufes, sondern solche, die öfters im staatlichen oder gerichtlichen Auftrag analysieren...
    Wenn Hohenheim seine Preise ab Herbst wie geplant etwas erhöht, steht bei DIB u. den Landesverbänden ohnehin die Frage sparsamer Mittelverwendung bspw. im Zusammenhang mit den Analysen für Honigprämierungen. Dr. Wallner gefährdete dann mglw. die Arbeitsplätze von sich + seinen Mitarbeitern, wenn er sich weigern würde, mögliche Untersuchungen durchzuführen.
    Nach den Auskünften, die ich erhielt, wird bei der Analysemessung ohnehin "alles" aufgezeichnet. Der entscheidende Aufwand entsteht erst bei der Auswertung der Spektralzacken, die den jeweiligen Substanzen zugeordnet werden müssen, hat also etwas mit personellem Aufwand, Qualifikation incl. Erfahrung zu tun.
    Die nötigen modernen Analysegeräte braucht man dafür selbstverständlich...

  • und?


    alles mal richtig lesen oder 2 mal oder 3 mal


    Die Bestimmung von Thiacloprid und anderen NNeonics war lange Zeit ein Problem für unser Labor in Hohenheim..abzuschätzen ... die PSM werden zusammen...Heute können wir.. ..diesen Wirkstoff erfassen und bieten die Analysen seit Dezember 20015 auch als Service an..


    was sagt uns das?


    Man ging also immer davon aus, dass Neonics immer in Kombination ausgebracht werden


    und man konnte Neonics überhaupt nicht detektieren


    man ging von Annahmen aus!


    Und schließt aus all dem an anderer Stelle


    Neonics sind bei Sachgerechter Anwendung kein Problem


    nun stellen sich für mich daraus sehr viele Fragen


    eine z.B. wenn einer nicht richtig gemischt hatte (also weniger Fungizid und dafür mehr Neonic oder gar kein Fungizid und nur etwas zu viel Neonic) blieb das bis Dezember 2015 unerkannt!


    aber das ist nicht die einzige Frage


    so viel zu dem


    und?

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • ...lange Zeit ein Problem für unser Labor in Hohenheim


    Andere (besser ausgestattete) Labore konnten schon länger vorher die PSM, auch Neonic´s und deren Metabolite bestimmen. Zu denen mußte Hohenheim die Proben dann abgeben, wenn man Thiacloprid o.a. spezielll suchen wollte. Aus den rückgemeldeten Analyseergebnissen und Kenntnis der landwirtschaftlichen Praxis ergab sich dann die vereinfachende Annahme Hohenheims, daß bspw. Thiacloprid in etwa der gleichen Menge in den Proben ist wie die gemessene Menge an Boscalid (Fungizid). So abwegig ist die Annahme ja nicht, auch wenn sie mittlerweile nicht mehr zutrifft, wie Dr. Wallner ja selbst zur Begründung seiner Meßgeräte-Neuanschaffung selbst sagte.
    Diese vereinfachende Annahme wurde von Dr. Wallner auf Anfrage zumindest mir gegenüber auch offen kommuniziert und nicht zuletzt mit dem Wunsch der untersuchungswilligen Imkerschaft nach möglichst kostengünstigen Analysen begründet -> was man in der aktuellen Analysepreisliste Hohenheims auch entnehmen kann:
    https://www.uni-hohenheim.de/f…se_Rueckstandsanalyse.pdf
    Nach meinen telefonischen Recherchen sind da andere zertifizierte Labore wesentlich preiswerter für eine Vollanalyse und begnügen sich mit Probenmengen von nur 20g Honig.


    Nach Auskunft der hiesigen Pflanzenschutzdienste werden regelmäßig unangekündigt und verdachtsunabhängig (Spritz-)Faßproben gezogen und analysiert. In den letzten 15 Jahren wurde hier noch nie ein Fall von unzulässigen Mischungen entdeckt, obwohl die Kontrollen sehr genau sind und auch die Übereinstimmung mit der übrigen Buchführung, Bestellisten, Lagerrestbeständen etc. umfassen. Mißbrauch ist naturgemäß nie ganz auszuschließen, aber der Aufwand an krimineller Energie zur Verschleierung und das wirtschaftliche Risiko bei Entdeckung sind enorm, ja i.d.R. existenzbedrohend, wenn die Fördermittel für all die eigene Arbeit plötzlich nicht nur nicht ausgereicht, sondern ggf. über die ganze letzte Förderperiode rückwirkend zurückgefordert werden.
    Unser Problem sind m. E. nicht so sehr die Verletzer von Regeln, sondern vielmehr die Regeln selbst...


  • nun stellen sich für mich daraus sehr viele Fragen


    Lieber Christoph,
    warum nur sollte die chemische Industrie anders handeln als die Automobilindustrie?
    Hier war es doch auch Tatsache das die Rußpartikel so klein waren, das messtechnisch nicht zu ermitteln und schon waren die Motoren auch für unsere Politik sauber...
    Heute gibt es bessere Messtechnik und die Probleme sind die alten... was so auch nicht stimmt, denn durch die Aktionen trieb man die NOX Werte in die Höhe.
    Überall da wo Geld zu machen ist werden die Menschen verschaukelt unabhängig davon ob Verbraucher, Landwirt oder Imker. Leider ist heute mit der Menschheit nix mehr los, denn früher hätte man die Gschaftlhuber mit dem Shit-Besen aus dem Dorf gejagt...
    LG
    Andreas

  • Andere (besser ausgestattete) Labore konnten schon länger vorher die PSM, auch Neonic´s und deren Metabolite bestimmen. .


    ja z.B. Frankreich
    und die hatten schon lange vor 2002 die Neonicbeize am Mais und Sonnenblume verboten
    uns sagte aber z.B. Hohenheim, dass an dem Verbot nichts dran ist und die Biezen den Bienen nix machen würden


    verstehst du was ich meine


    mir geht es jetzt nicht nur um das was gerade mit CALYPSO und co passiert sondern was länger zurück liegt.



    .. Mißbrauch ist naturgemäß nie ganz auszuschließen, aber der Aufwand an krimineller Energie zur Verschleierung und das wirtschaftliche Risiko bei Entdeckung sind enorm, ja i.d.R. existenzbedrohend, wenn die Fördermittel für all die eigene Arbeit plötzlich nicht nur nicht ausgereicht, sondern ggf. über die ganze letzte Förderperiode rückwirkend zurückgefordert werden..


    kennst du Fälle in denen das in der Vergangenheit so schon gemacht wurde?


    Ich sage nur das Stichwort DeBiMo
    und sehe da auch eine große und spezielle Rolle von HH
    Straßburger Protokolle etc.
    die Liste ist lange



    Unser Problem sind m. E. nicht so sehr die Verletzer von Regeln, sondern vielmehr die Regeln selbst...


    doch beim den Ansätzen diese Regeln zu ändern sehe ich von egal welchem Bieneninsitut keine Schützenhilfe. Im Gegenteil dadurch, dass sie bis jetzt sagten alles im grünen Bereich, sind sie uns eher noch in den Rücken gefallen. Selbst 2008 war erst dann Hilfe gekommen, als es anders nicht mehr ging.


    Vorher und selbst im Abschlussbericht stimmt nichts mit der Wirklichkeit überein


    Das ist es was mir auf den Sender geht

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!


  • Bayer wirbt z.Zt. noch immer vollbrüstig mit der B4-Anwendbarkeit von Biscaya in die Vollblüte.


    Oh, der Bayer-Wolf mußte schnell Kreide fressen. In seiner Hast unterliefen ihm auf der aufwändig gestalteten HP für Biscaya peinliche grammatikalische Fehler... Langsam essen! riet schon meine Großmutter...
    Ob dem Wolf seine klammheimliche Tarnung hilft? Resp.: Ob jeder Kunde auch nach dem Kauf noch auf Wolf´s HP nach neuesten Änderungen forscht? Aber unbestreitbar: Sein Schafsfell sitzt ihm jetzt bedeutend besser. Er soll bevorzugt Imker für seinen Vertriebsapparat einstellen. Hier ist ihm das verschiedentlich bereits gelungen. Hoffentlich hören wir, wenn´s aus dem Uhrkasten jammert...

  • ... Hoffentlich hören wir, wenn´s aus dem Uhrkasten jammert...


    hören werden wir es ganz bestimmt
    doch ob es auch alle (richtig) verstehen werden?
    :confused:
    denn das steht ja bekanntlich auf einem andern Blatt

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Bernhard
    Du schreibst bei den Bienen und Hummeln von einem Spritzansatz in die Blühte!.
    Ich denk die Spritzung in die Blühte ist verboten, was haben die da gespritzt (siehe dein Bild).
    Haben die was anderes wie Biscaya ausgebracht?
    Ich hatte schon den Traum durch die Einschränkungen des Biscaya Mittels würde es etwas besser??
    Gruß Peter


  • Du schreibst bei den Bienen und Hummeln von einem Spritzansatz in die Blühte!.
    Ich denk die Spritzung in die Blühte ist verboten, was haben die da gespritzt (siehe dein Bild).


    Hallo,


    hier haben sie auch vor etwa 2 Wochen in die zu diesem Zeitpunkt noch geschlossene Blüte gespritzt. Wie immer mit Dunstwolke / Abtrieb auf alles Mögliche, was halt bei einer 100 ha-Spritzung im Tal wohl unvermeidlich ist. Vereinzelte frisch geschlüpfte/ausgeräumte Jungbienen mit ausgestrecktem Rüssel hab ich schon gesehen, aber nicht in großer Anzahl. Bin gespannt, wie es dort weiter geht, meine 2 besten Völker hab ich sicherheitshalber kurz nach der Spritzung woanders untergebracht.


    Grüße Sven

  • Bernhards Bild im PSM-FRED zeigt eine Spritze übers Getreide fahrend, nicht über den Raps!



    "Mittel gegen Rapsglanzkäfers und Kohlschotenrüssler


    Bei der Bekämpfung des Rapsglanzkäfers und des Kohlschotenrüsslers soll der Schwerpunkt bei der Nutzung von Mitteln ohne Selektion auf Pyrethroidresistenz liegen. Bei Rapsglanzkäfern ist dies mit Avaunt oder Plenum 50 WG (je max. eine Anwendung) bis kurz vor dem Auftreten der ersten offenen Blüten (auch bei Unkräutern!) im Bestand möglich. Sind Blüten vorhanden, stehen (max. 2 Anwendungen) und Mospilan SG (1 Anwendung) zur Verfügung, Biscaya aktuell aber nur noch bis BBCH 59 (d.h. erste blühende Rapspflanzen dürfen im Bestand vorhanden sein, da d ie BBCH Einstufung für den Bestand an repräsentativen Einzelpflanzen erfolgt). Dabei ist zu beachten, dass bei Beginn der Rapsblüte das Schadpotential des Rapsglanzkäfers massiv zurückgeht.


    Mittel gegen Stängel- und Triebrüssler


    Stängel- und Triebrüssler sollen bevorzugt mit Klasse I Pyrethroiden (z.Z. nur Trebon 30 EC zugelassen) bekämpft werden, wenn gleichzeitig auch schon Rapsglanzkäfer in Gelbschalen vorhanden sind. Bei alleinigem Auftreten von Stängel- und Triebrüsslern sollten die am besten wirksamen Mittel auch aus Pyrethroiden der Klasse II gewählt werden. Bei gleichzeitig starkem Befall mit Rapsglanzkäfern und Stängelrüsslern kann eine Kombination von Pyrethroiden bevorzugt der Klasse II (zur späten Bekämpfung der Stängelrüssler) und Avaunt oder Plenum (zur Bekämpfung des Rapsglanzkäfers) sinnvoll sein, wenn der Raps mindestens BBCH 51 erreicht hat. Dabei sind die Mischungspartner jeweils in voller Dosierung zu nutzen.


    Mittel gegen Schotenschädlinge


    Gegen Schotenschädlinge stehen aktuell nur noch Pyrethroide zur Verfügung, nachdem Biscaya nur noch bis BBCH 59 angewandt werden darf und die Zulassung gegen die Kohlschotenmücke ruht. Wenn nötig sollten B4-Pyrethroide möglichst abends nach Bienenflug genutzt werden. Die Bekämpfungsrichtwerte sind strikt zu beachten, um unnötige Anwendungen zu vermeiden."


    Gruß, Sanni

  • Sanny
    Was dort gespritzt würde kann Bernhard mal schreiben.


    Aber Du scheinst Dich ja richtig auszukennen.
    BBCH 59 was soll das genau bedeuten. Wieder eine Ausrede oder eine Verschleierung mit Hintertür.
    Was ist Klasse II, was für Mittel sind das.
    Und ich denk Mischungen sind verboten.
    B4 sind also nach wie vor erlaubt in die Blüte.
    Gruß Peter