Bienen trinken am "falschen" Ort? Was tun?

  • Hallo in die Runde


    Ich habe hier schon mal die Situation detailliert geschildert: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=45021


    Kurz gesagt geht es jedoch darum, dass die Bienen (5 Völker) am falschen Ort trinken, nämlich in unserem Garten, ca. 12 Meter hinterm Ausflugsloch.
    Das wurde die letzten Monate immer mehr und jetzt wo die Völker gross sind bient es in jedem Beet und Blumenkasten.


    Ein BlumenKasten war speziell beliebt. Wir haben ihn inzwischen umgestellt, so 2 Meter vor die Ausflugslöcher.
    Seitdem geht keine einzige mehr ran.


    Das Problem: Der Garten ist nicht privat, sondern hochfrequentiert.. spielende Kinder, kleine Gruppen etc.. vor allem im Sommer..


    Was können wir tun, damit die Ladies anderswo trinken?


    Freue mich von euren Erfahrungen zu lesen.


    Grüsse aus Berlin
    Till

  • Hallo,


    Sie sind jetzt auf die Wasserquelle eingestellt. Sumpfiges- oder Pfützen- oder "Schmuddelwasser" zieht besonders. Insbesondere, weil das Wasser gefahrlos aufgenommen werden kann, lieben sie feuchte Stellen. Matschränder an Pfützen, moosige Schwammstellen und feuchte Erde.
    Aus nem Becher trinken sie nicht gern.
    Wie sieht denn die Bienentränke aus?


    Was man jetzt tun kann:


    -die Tankstellenbedingungen nachahmen, besser noch toppen.
    -alte Tankstelle möglichst abräumen, ändern, trockener halten.


    sie benötigen diese Wassermengen, da kannst Du nichts dran machen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich habe ganz nebenbei eine offensichtlich von den Bienen sehr geschätzte Tränke gebaut: Eigentlich ist es ein Sand-Kies-Filter für den Gartenteich, der aus insgesamt drei Becken besteht. Das obere Becken ist bis zum Rand mit feinem Kies befüllt und mit Wasserpflanzen bepflanzt. Macht man in den Kies Furchen, kommen die Bienen an Wasser, ohne Gefahr zu laufen hineinzufallen.
    Außerdem sehr gern angenommen werden die Randstellen des anderen Beckens, wo nasse Teicherde zugänglich ist.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Ein Nachbar hatte sich beschwert, dass meine Bienen an seinen Teich gehen, er fühlte sich bedroht. Ich hatte keine Bienentränke eingerichtet. Ich hatte daraufhin eine Mulde ausgehoben, mit Teichfolie ausgelegt, mit Wasser gefüllt und reichlich Rindenmulch hinein und an den Rand gestreut. Die Bienen haben das zunächst ignoriert und weiter am Teich des Nachbarn getrunken. Heute, 14 Tage später, sind sie an der von mir eingerichteten Tränke zugange, aber auch noch am Teich des Nachbarn. Ich denke, dass die Tätigkeit am Nachbarteich immer mehr abnehmen und sich an die eigene Bienentränke verlagern wird; man muss eben nur etwas Geduld haben und den Bienen Zeit zum Umlernen geben.


    Gruß Ralph

  • Vielen Dank für all diese Informationen!


    eine naive Frage: Geht jede Biene trinken oder gibt es Wasserbienen, die nur vom Stand hin und her fliegen und das Volk versorgen?


    ;-) Grüsse
    Till

  • Hallo,
    jetzt ist ja wieder so eine Zeit wo die Bienen schon Wasser benötigen aber bei tiefen Temperaturen noch nicht so weit fliegen.
    Von meinen Bienentränken sind folgende 2 Varianten bei den Bienen gerade sehr beliebt und auch relativ sicher.


    Blumenerde um Hornveilchen oder an anderen Stellen auch Stiefmütterchen. Gleiche Blumenwerde ist ja nach Bepflanzung manchmal uninteressant für die Bienen.


    Auch die neuen 10 Liter Geflügeltränken mit Salzwasser machen sich gut.


    Im Sommer fliegen die Bienen aber eher weiter so den Teichen der Nachbarn, sofern es mit dem Nektar nicht genug Wasser gibt.

  • Hallo


    Ich nehme meine Bienentränke spätestens nach dem Reinigungsflug in Betrieb, da ich sie mit einer dünnen Zucker-Honiglösung anlocke sind in kürzester Zeit alle Völker informiert wo was zu holen ist. Wenn fremde Bienenvölker in der Nähe sind würde ich das so nicht empfehlen. Bei mir klappt das sehr gut und ich gehe dann problemlos auf Wasser über, auch die erwähnte Darreichung mit Salzwasser setze ich ein. Ich benutzte Bretter in die mehrere Nuten eingefräst sind, wo eine Flasche aufgesetzt werden kann. Ich benutze auch die Rillentränke für Futterballon von Seip.
    Ganz verhindern kann man das fliegen der Bienen, zu Wasserquellen in der Nähe aber nicht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Ulrich


    ich habe die Natur gelassen und nur ein Brett drunter geschraubt, das auf der Erde aufliegt, weil sich die Bretter der Tränke verziehen können.Die Selbstgebauten Rillentränken habe ich aus Duglasie gefertigt, nur die Rillen tiefer gefräst und an den Enden Leisten angebracht damit das Wasser höher stehen bleibt. In der Mitte den Halter für die Flasche, im Prinzip wie bei Seip.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo ,


    wieviel Salz gebt ihr in das Wasser?


    Habe auch gehört, dass Bienen Wasser mit Torfanteil mögen. Habt ihr da Erfahrungen gemacht?


    Gruß,


    Sonnenblume

    Der Bien lehrt mich auf wunderbarer Weise eine schwere Disziplin: Geduld mit Ruhe. Ich bin dankbar an ihm Teil haben zu dürfen.