Könnten Hühner gegen den Beutenkäfer helfen?

  • In Käfergebieten wird das mit den Hühnern als ein Teil der Kontrollstrategie genutzt. SHB wird dadurch nicht ausgerottet !
    Ist wie bei der Varroa - es geht nicht darum die letzte zu erwischen, da sowieso von aussen wieder neue kommen, sondern den Befall niedrig zu halten.


    Weitere Teile sind Fallen, um die adulten Käfer im Volk teilweise zu entnehmen. Grundprinzip: dunkel & nicht kontrollierbar durch Bienen - also sone Art Käferruheraum, der dann zum Tode führt, egal ob per Gift, Vertrocknen(Kalk), Einfrieren, Verbrennen...
    Und ganz wichtig auch die Kontrolle des Wabenmaterials das nicht von Bienen kontrolliert werden kann !
    Wie der Drohn schon mal schrieb, ist der Käfer mit der Wachsmotte vergleichbar. Er wird in seinem Verbreitungsgebiet auch ähnlich entspannt von den Imkern angegangen.
    Nur was gar nicht geht, ist gar nichts zu ändern. Nature isn't nice.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hey Leute,


    Kann ich mir schon sehr gut vorstellen. Vor allem wenn ich immer seh was die da für Regenwürmer aus dem Boden ziehen... Ich sag mal so grob über den Daumen die vertilgen alles was nicht schneller rennt als sie selbst und natürlich kleiner ist. Allerdings glaube ich kaum das der Bewuchs maßgeblich durch die größe der Stallungen zu beeinflussen ist, selbst bei 2000m2 (knapp 30 Tiere) Garten halten sich meine bevorzugt in der nähe ihrer Hütte auf, und da wächst garnichts mehr. Ich meine was man in diesen Bereich bringt kann nicht mehr entkommen. Vor Stechinsekten haben sie aber Respekt, das Wespennest im eck wurde auch nicht angerührt obwohl es durch die "Hühnerleiter" zu erreichen gewesen wäre.


    Gruß

  • Hallo,
    gerade letztens einen Bericht über Freilandhühner gesehen.
    Mehrere Hektar Auslauf, doch die Hühner halten sich bevorzugt am Stalleingang auf.
    Ein Huhn ist ein Kontrollfreak was ständig den Stall in erreichbarer Nähe haben möchte.
    Jetzt bauen sie fahrbare Ställe. Die ziehen sie dann über die Flächen, damit auch die restlichen 90% beweidet werden.
    Das mal zur 20 Hühner/500qm Negativ-Aussage vom Theoretiker.


    Gruß Sanni

  • Hallo Sanni,


    Freilandhaltung in großem, Maßstab vermute ich mal - das kannst Du nicht vergleichen. Natürlich entfernt sich ein Huhn nicht 100te m weit weg vom Stall, schon gar nicht nicht, wenn der Stall schon Auslaufgröße hat. Und erst recht nicht, wenn der Auslauf eine schutzlose große Weidefläche ist. Hühner sind keine Weidetiere wie Gänse, sondern kommen aus dem Wald/Unterholz - die gehen ungern auf große einsehbare Flächen. Und klar, der Bereich direkt am Stallausgang ist hoch frequentiert und meistens kahl. Aber bei mir nutzen die Hühner den kompletten Auslauf (plus die restlichen 1500 qm, wenn sie mal wieder ein paar Flugübungen einlegen) - bewachsen, mit Büschen und Unterständen. 3 abgetrennte Ausläufe, die reihum genutz werden, da wird nur der Stalleingang, bzw der Trampelpfad vom Stall weg kahl. 5 bis 15 Hühner auch auf ca 500+ qm.


    Wenn man schon darüber diskutiert, Hühner als Beutenkäferpolizei zu halten, dann sollten halt deren Haltungsbedingungen auch stimmen. Da braucht es genauso eine "Betriebsweise" wie bei den Immen - einfach ein paar Gickel auf ein paar qm einzäunen und täglich eine Handvoll Körner reinschmeissen reicht halt nicht.


    Falls Du mich mit Theoretiker gemeint hast - ich oute mich gerne als jahrzehntelange Hühnerhalterin, die sich mit den gefiederten Flügeltieren weitaus besser auskennt als mit den summenden, die bei mir erst seit ganz kurzem Einzug hielten.


    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de