Thymol & Brutschäden

  • Hi,
    ich war heute in Ulm und da hielt P.Aumeier einen Vortrag und sprach davon, dass Thymol zu Brutschäden und Königinnenverlust führen kann?


    Hab ich jetzt noch nie gehört - ist dass so? Dann würde ja der Vorteil zur AS komplett verloren gehen - da ja noch dazu fettlöslich

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Ist mir noch nie passiert, zumindest Königinnenverlust, Brutschäden sind sicher schwerer festzustellen, habe a ber auch da noch nichts registriert,


    Pia glaube ich auch immer weniger, möge man von dieser Sauna halten was mal will, aber ohne sich mit dem Gerät auseindergesetzt zu haben und dann so ein Kommentar dazu ist alles andere als wissenschaftliche Arbeit.


    Grüße aus Werder an der Havel wo das Blütenfest tobt

  • Die wird mir immer "sympatischer"....


    Vielleicht hat sie es verwechselt und meinte (mit Recht) die Ameisensäure :u_idea_bulb02:


    Neee...im Ernst. Sie hat ja auch keinerlei Vorteil davon wirksame Mittel zu propagandieren...im Gegenteil!!!


    Gruß Sanni

  • Hi,
    ich war heute in Ulm und da hielt P.Aumeier einen Vortrag und sprach davon, ...


    War das nicht auch die Pia Aumeier, die diesen grandiosen Fernsehauftritt hatte.
    Ich denke, aber das ist nur meine Meinung, dass sie das mal wieder "ein wenig provokant formuliert" hat.


    Ich arbeite seit über 10 Jahren mit Thymol. Anfangs neben der Ameisensäure, inzwischen benutze ich nur noch ApiLife Var. Ich hatte noch nie Königinnenverluste wegen einer Thymolbehandlung, wohl aber wegen AS. Ich habe bis jetzt nur einmal ein Volk verloren, da hatte ich das Flugloch zu eng, und es war zu heiß. Bei AS sind mir schon einige Völker über den Jordan geflogen, z.B. auch weil der beknackte Liebigdispenser ausgelaufen war.



    Von daher, sie hat im Prinzip recht, aber das wird dir dann auch mi AS passieren.




    Grüße,
    Arnd

  • Ok,
    d.h. ja, aber seltener???


    Und Arnd - wie haste das in Kombination gemacht?


    Mist ich hätte den Namen weglassen sollen und einfach nach Brutschäden ALV ja/nein fragen sollen [emoji6]

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • ok


    d.h. wenn ich mit AS nach Anleitung behandle und mit ALV nach Anleitung, dann sind Brutschäden bei AS um einiges Wahrscheinlicher als bei ALV?!
    richtig verstanden?

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • ok


    d.h. wenn ich mit AS nach Anleitung behandle und mit ALV nach Anleitung, dann sind Brutschäden bei AS um einiges Wahrscheinlicher als bei ALV?!
    richtig verstanden?


    Halte einfach mal die Nase dicht an Ameisensäure und dann an apilifevar, dann kann man sich die Frage selbst beantworten.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Königinnenverlust und Brutschäden habe ich in 2 Jahren Thymol und 7 Jahren ApiVarLife nicht erlebt- ich frage mich, was diese Spezialisten immer reitet, solche Aussagen von sich zu geben :confused:. Selbst im LAVES in Celle habe ich vor wenigen Jahren Flyer über Varroabekämpfung entdeckt, in denen ausdrücklich von der Verwendung von ALV abgeraten wurde...

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Kann als Anfänger nur wenig beitragen. Habe letztes Jahr 2 Völker mit Thymol behandelt. Die Varroa-Reduzierung war eher bescheiden. Allerdings konte ich weder Flügeldeformationen noch Brutschäden beobachten und habe beide Völker über den Winter gebracht. Bei einem Volk an einem anderen Standort, das ich mit AS 60% / Nassenheider Professional behandelt habe, ging die Kö verloren.
    Als Argument gegen Thymol werden von Liebig und/oder Aumeier immer wieder "Rückstände", da fettlöslich, angeführt. Kennt jemand nachvolziehbare Analysen / Untersuchungen zu den Rückständen in Wachs oder Honig und deren negativer Wirkung (?) auf menschliche Gesundheit oder Biene?
    Karl

    Etwa 10 Völker auf Dadant an etwa 3 Standorten. "Bienenrasse":roll:: was sich bei Nachbarimkern so bewährt hat.

  • Hallo Karl,
    es gab 2014 einen ganz guten Artikel im DBJ von Dr.Klaus Wallner zur Rückstandsproblematik von Thymol- leider finde ich den nicht wieder. (Vielleicht hat den jemand anderes zur Hand?) Wenn ich mich richtig erinnere, war das Fazit, daß sich anhand von Analysen zeigen läßt, daß sich Thymol von selbst abbaut. Rückstandsuntersuchungen werden jährlich an der Uni Hohenheim durchgeführt und in Jahresberichten veröffentlicht, google mal.
    Hier noch was zum Lesen: http://www.imkerhof-salzburg.at/portal/index.php?option=com_content&task=view&id=55&Itemid=98
    Und zur Wirkung auf die Genaktivität: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=29739&highlight=thymol
    Was die Rückstände im Honig betrifft, kann durch strikt getrennte Brut- und Honigraumwaben und einer korrekten Anwendung von ALV dieser Problematik aus dem Weg gegangen werden.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna