[Anfängerfragen] Was muss man beachten?

  • Ich war heute bei einem lokalen Imker welcher auch eine Vorstandsposition innehat. Ganze 2 Stunden wurde mir alles erklärt wie alles funktioniert, als wir dann soweit fertig waren riet er mir noch eine Imkerschulung für Anfänger zu machen - einfach anmelden und hin.


    Zum Einrauchen hat er sich einfach eine Zigarre angemacht und die Bienen damit "besmoket" und zum Anfängerbereich sagte er nur man bräuchte zum Anfang 2 Beuten, Schutzkleidung - also ne Jacke mit Hut und Handschuhen, zum "Smoken" kann man eine Zigarre nehmen, ansonsten einen Mini-Smoker und wenn man Rauch nicht mag kann man die Bienen auch mit Wasser besprühen das hätte den selben Effekt. Investition wäre ca. 300-400€, Mittel etc. gibt es dann vom Imkerverein und bei Problemen gibt es dann jemanden aus dem Verein der einem helfen kommt


    Bei uns ist die Carnica-Biene sonst noch zu nutzen.

  • Hallo,


    Was genau kannst du dir ausleihen? Weil wie gesagt wasich aufgelistet habe ist alles was du persönlich haben solltest..da sind wie bei mir gerätschaften vom verein nicht mitgrrechnet. Aber auf jedenfall einen Anfängerkurs belegen. Bei uns besteht dieser aus zwei Grundkursen und für jede weitere Möglichkeit einen weiteren kurs...wie z.b. Ablegerbildung Honogkurs ist an 3 Samstagen. .Könnigenzucht..bienenkrankheiten..auswintern...einfüttern...krankheitsbekämpfung und und und..wenn du mindestens 15 Kurse belegt hast innerhalb von zwei Jahren hast du das Zertifikat abgeschlossene Imkerausbildung..also nur mal so über die Schulter schauen ist nicht alles..alleine wenn ich bedenke wieviele Möglichkeiten der ablegerbildung es gibt oder gar die Krankheitsbekämpfung..

  • Die Schleuder lässt sich soweit ausleihen. Die Behandlung gegen Varrao und Bienenseuche wurde mir auch erklärt. Die Ameisensäure-Behandlung wird sogar ziemlich simpel mit einem Schwammtuch gemacht, mit der Erklärung das durch die Bienenwärme eslbst diese verdunstet und dadurch, durch die Beute gefiltert wird. Auch sagte der Herr das er bisher noch kein Volkssterben durch Varrao hatte.


    Bei Krankheitsbekämpfung und anderen Dingen würde der Verein unterstützen

  • Hallo,


    kein Sterben durchVarroa..okay lass ich mal so stehen...
    Die problematik ist nicht zu wissen was es alles gibt sondern wie richtig angewandt und wann!!!! Bei Krankheit etc diese schon im ansatz zu erkennen..und beim schwammtuch kommt es auf die richtige Menge an. Und ganz ganz wichtig das wird den meistens anfänger nämlich nicht gesagt..Zwei Dinge
    du solltest eine versicherung abschließen oder schauen ob du schon versichert bist und zwar auf personenschäden..weil wenn ein spaziergänger gestochen wird und des in der nähe!! deiner bienen ist gilt per Gesetz dass es sich um deine gehandelt haben muss es sei denn du beweist das Gegenteil
    und das zweite..du musst deine bienen incl standort beim Veterinäramt melden!!! Machst du das nicht und es ist was hast du richtig ärger an der backe ( Tierseuchengesetz)


    Gruss Markus

  • Ja ,das hat er mir auch gesagt. In dem Fall ist man allerdings wohl über den Verein abgesichert - das mit dem Veterinäramt ist mir soweit bewusst. Bei Bienen muss man da ja soweit immer vorsichtig sein.


    Bei Varroa sagte er nur das es keine Bienenvölker mehr gibt welche von dieser Milbe nicht betroffen sind - er selbst hatte aber ein großes Sterben einmal, als die Bienen Honig eingetragen haben welcher nach der eigentlichen Honigzeit war. Ich habe den Begriff nun nicht mehr im Kopf - dort musste er einen Großteil seiner Völker vernichten - da er Imkerei schon seit 50 Jahren betreibt.

  • Bis dahin hast du ja dann jede Menge wissen gesammelt und kannst ja dann auch schonmal praktische Erfahrung sammeln..und evtl den ein oder anderen Ableger selber betreuen und immer wieder material dazu kaufen und nächstes jahrcum die selbe zeit startest dann

  • Zur Schutzkleidung: ich habe mir am Anfang einen Schleier, einen Hut und eine Imkerjacke gekauft. Drei getrennte Teile. Ich dachte, das kann ich besser reinigen und bei Schäden auch Einzelteile austauschen. Aber irgendwie bin ich damit dauern am fummeln, weil Bienen an den Grenzflächen zwischen zwei Teilen durchschlüpfen oder weil irgendwas verrutscht.
    Immerhin: statt der Imkerjacke trage ich meistens ein BW-Hemd 'wüstentarn', da sieht man die Propolisflecken nicht. Aber wenn ich mir einen weiteren Schleier kaufe, dann diesmal einen, der per Reißverschluss mit einer Jacke verbunden ist. Meistens brauche ich den Schleier ja gar nicht (da reicht mir das Flecktarnhemd), aber wenn ich mal wirklich Schutz brauche, weil Bienen aus irgeneinem Grund wirklich aggressiv werden, dann arbeitet es sich mit einem einheitlichen Teil Schleier+Jacke besser. Noch besser wäre dann natürlich ein kompletter Imkeranzug, aber der ist halt umständlicher anzuziehen und nimmt im Rucksack noch mehr Platz weg.


    Als Handschuhe trage ich eigentlich nur noch Nitril-Einweghandschuhe. Da können die Bienen zwar durchstechen, aber das tun sie nur, wenn man sie beim Rähmchenziehen quetscht. Diese Handschuhe trage ich hauptsächlich des Propolis wegen.


    Zu den Beuten: man braucht mindestens eine mehr als man Völker hat. Man braucht zusätzliche Zargen bei der Honigernte. Man braucht evtl. eine Zarge um überschüssige Futterwaben zwischenzuparken etc. Langstroth 2/3 Zargen bauen ist aber wirklich kein großes Problem.
    Als Boden habe ich provisorisch schonmal ein Wahlplakat verwendet: seitlich einrollen, Brutzarge draufstellen, hinten mit einem Stück Holz oder mit abgeschnittenem Streifen eines weiteren Plakates verschließen. Vorne bleibt ein Schlitz. Geht alles. Ist aber wie gesagt ein Provisorium, damit würde ich nicht in den Herbst gehen.


    Das dumme an Provisorien ist, dass sie unglaublich viel Zeit kosten. Vielleicht bei zwei Völkern nicht soo schlimm, aber trotzdem wirst du bald mehr Geld für mehr Werkzeuge ausgeben wollen.


    Da sind sehr viele Kleinigkeiten: z.B. Zubehör um Königinnen zu zeichnen. Opalithplättchen, Leim, Zeichenrohr, Fangclip... ok, man kann die Königin auch mit der Hand fangen und 'freihändig' zeichnen. Aber irgendwann hast du mal mit Propolis verklebte Finger, siehst zufällig das schöne Tier, dass du stundenlang gesucht hast. Dann bist du froh, wenn doch ein Fangclip da ist.
    Man muss die Königinnen auch nicht unbedingt zeichnen. Aber ich bin sehr froh, dass ich es mir angewöhnt habe. Es erleichtert manchmal die Arbeit ungemein, wenn man die Königin schnell finden kann.
    Oder Begattungskästchen: sicher, man braucht es nicht unbedingt, wenn man nur wenige Völker hat. Aber manchmal ist es einfach sehr praktisch, auf diese Art mit relativ wenig Material- und Platzaufwand eine Weiselzelle oder eine Jungkönigin zu retten oder zu parken.


    Wenn du jetzt bei dem ganzen Aufwand sehnsüchtig an die 'Bienenkiste' denkst: man kann auch bei Magazinbeuten 'minimal' arbeiten, z.B. ohne Mittelwände.


    Wasser sprühen würde ich nicht unbedingt als vollkommen gleichwertig zu Rauch ansehen, aber manches geht damit schon. Und es gibt ja auch noch das Nelkenöltuch.


    Grüße,
    Robert

  • Hallo Andreas,


    Ich habe auch erst vor ein paar Wochen angefangen, meine Bienen stehen seit drei Wochen im Garten. Ich habe mir anfangs auch Gedanken über eine Bienenkiste gemacht, das liest sich alles so einfach... in der Theorie.
    Besser für die Praxis ist aber eine Magazinbeute, das habe ich relativ schnell begriffen. Mit der Kiste tust Du Dir selbst keinen großen Gefallen.


    Ich habe für mein neues Hobby schon über 1.000 Euro ausgegeben weil ich mit neuem Material arbeiten möchte, eine Beute kostet im Schnitt um die 130,- mit allem.
    Dunkle Bienen... wie die anderen schon sagen... Nimm das Maß und die Bienen wo alle anderen in Deiner Nähe haben, das ist schon mal die beste Wahl.


    Empfehlen kann ich Dir unter anderem auch den YouTube Kanal vom Imkern von Anfang an, sowie vom Dirk Unger. Da lernst Du vieles was wichtig ist und damit hast Du scho mal die halbe Miete und bei dem Rest hilft dieses Forum Weltklasse ☺