[Anfängerfragen] Was muss man beachten?

  • Hallo zusammen! Ich bin der Andreas, 24 Jahre alt , komme aus der West-kölnischen Umgebung und bin nun schon seit längeren mit einigen Insekten am "hantieren"


    Dabei halte ich im Moment sehr erfolgreich einige Ameisenvölker, allerdings würde ich nun auch gerne auf die Königsdisziplin umschwenken -> nämlich Bienen. Vor knapp 3-4 Jahren war ich mal bei einem Hobby Imker bei uns in der Gegend und habe mir so einen Kasten mal angesehen, mein Plan ist im Jahr 2016 mit der Haltung der Bienen zu beginnen.


    Dabei bin ich auf diese Seite gestoßen http://www.bienenkiste.de/doku/bauanleitung/index.html nach der ich mich auch beim Aufbau selbst richten möchte.
    Allerdings ist die Bauanleitung nun nicht mein Hauptproblem.
    Da es wohl mehr als nur eine Bienenart gibt ( ;) ) - bin ich mir da auch unsicher was es genau sein soll. Allerdings muss und wird es wohl die dunkle europäische Biene.


    Ich besitze einen Garten mit 1500m², welcher allerdings mehr in die länge gezogen ist.
    Die Schwierigkeit liegt da allerdings bei meinen Nachbarn welche einen Garten haben der direkt an meinen angrenzt. Abgegrenzt sind wir nur von einem einfachen Drahtzaun ohne wirklichen Sichtschutz.


    Dabei ist mein Garten von Norden nach Süden in die länge gezogen, mein Nachbar im Westen besitzt allerdings Pferde während mein östlicher Nachbar nahe dem Haus einen kleinen Pool hat aber hinten im Garten selbst Kartoffeln u.ä. Pflanzen ansiedelt.
    Könnte es dahingehend irgendwelche Schwierigkeiten geben wenn ich hinten im Bereich zu meinem Garten solch ein Bienenhaus aufstelle?


    Anfänglich hatte ich überlegt die Bienen auch nur so zu halten - allerdings hat sich in den letzten Jahren auch meine persönliche Gartenarbeit etwas intensiviert und ich bin gerade dabei aus meinem Garten einen kleinen "Nutzgarten" zu erstellen, so wie ich bald dort auch einige Apfel- und Birnenbäume anpflanze. So wie noch andere Pflänzchen welche durch die Bestäubung der Bienen unterstützt werden. Selbst für den Honig und für den Bienenwachs hätte ich im privaten Bereich eine sehr starke Verwendungsmöglichkeit :)


    Daher wollte ich, bevor ich mir letztlich etliche Bücher anschaffe erstmal eine grobe Übersicht bekommen um mich am Ende nicht mit dem Thema selbst zu überwältigen, ansonsten würde ich das ganze wohl nach hinten schieben bis mein Studium vorbeigegangen ist und bin auch dabei mich über rechtliche Grundlagen zu informieren - wo ich aber noch ein regelrechter Laie bin :)


    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas

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  • Hallo Andreas. Von einer Bienenkiste würde ich dir abraten. Kauf eine Zargenbeute sowas wie hier....Link...
    http://www.holtermann-shop.de/…2b69cbbfef2b18a320a3ddb2f
    Und dieser Händler bietet auch gute Imkerkurse an. Ist auch von Köln nicht weit entfernt. http://www.bienenland.de
    Und hier findest du Imkervereine in deiner nähe. http://imkerverbandrheinland.d…verbaende-und-Vereine.pdf
     
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von derbocholter () aus folgendem Grund: Imkervereine

  • ( ;) ) - bin ich mir da auch unsicher was es genau sein soll. Allerdings muss und wird es wohl die dunkle europäische Biene.


    Hallo Andreas, wieso ausgerechnet eine Biene, die bestimmt kein Nachbarimker in deiner Umgebung hat ? Ich persönlich würde es auch gut finden, die einheimische Biene wieder einzuführen, solange das aber nicht Flächendeckend passiert, bringt ein einzelnes Volk der dunklen Biene gar nichts.
    Zum Magazin hat der Josef schon was geschrieben.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Andreas,


    eigentlich ist jetzt auch eine gute Zeit um anzufangen: die Schwarmsaison 2015 geht gerade los, und selbst wenn du keinen Naturschwarm abbekommen solltest (weil es gerade einen unglaublichen Bienenhaltungsboom gibt und deshalb auch eine große Nachfrage nach Schwärmen) ist es ein leichtes, gegen Ende Juli einen Kunstschwarm oder einen Ableger zu bekommen.
    Erst wenn man eigene Bienen hat (oder wenigstens öfter bei einem 'Paten' mitimkert) kann man beginnen den Überfluss an Informationen aus Büchern, Zeitschriften und Foren etwas besser einzuordnen. Man verzettelt sich sonst beim Planen des 'Traumschlosses' oft in Details...



    Dabei bin ich auf diese Seite gestoßen http://www.bienenkiste.de/doku/bauanleitung/index.html nach der ich mich auch beim Aufbau selbst richten möchte.
    Allerdings ist die Bauanleitung nun nicht mein Hauptproblem.
    Da es wohl mehr als nur eine Bienenart gibt ( ;) ) - bin ich mir da auch unsicher was es genau sein soll. Allerdings muss und wird es wohl die dunkle europäische Biene.


    ...Details wie z.B. die 'Planung' der 'gewünschten Bienenart'. :wink:
    Eigentlich gibt es nämlich für uns hier in Europa keineswegs "mehr als eine [Honig]bienenart": nämlich die westliche Honigbiene, Apis mellifera. Das woran du vermutlich denkst sind Unterarten. Selbst die afrikanische 'Killerbiene' Apis mellifera scutellata ist die gleiche Art wie die hier üblichen Honigbienen Apis mellifera carnica oder die von dir genannte Apis mellifera mellifera.


    Ich verstehe nicht, warum Anfänger unbedingt immer als erstes die gehaltene Unterart oder Bienenrasse planen wollen. Das ist doch ein Aspekt, der sich später am allerschnellsten ändern lässt. Königinnen bleiben doch meistens eh nur zwei Jahre im Volk, und man könnte auch vorher umweiseln. Also um Himmels willen, fang doch einfach erstmal mit dem an, was deine Nachbarimker auch verwenden.
    Und wenn schon nicht um des Nachbarfriedens willen, dann wenigstens um den etwas erfahreneren, die Apis mellifera mellifera halten wollen, nicht die raren echten dunklen Königinnen wegzunehmen und bei unvermeidlichen Anfängerfehlern 'zu verbrauchen'...


    'Normale' Magazinbeuten kann man übrigens auch selber bauen. Und man hat, gerade als Anfänger, den Vorteil, dass man flexibler und mobiler ist als mit einer Bienenkiste.


    Grüße,
    Robert

  • Ah, der "typische" Anfänger der heutigen Zeit. Bienenkiste und Dunkle Biene... :lol:


    Per se gibt es keine Gründe, von den Dunklen abzuraten. Aber für Anfänger der Bienenhaltung gibt es Gründe.


    1) Dunkle Bienen - die es wert sind, so genannt zu werden - sind schwer erhältlich. In seltenen Fällen kannst Du Ableger erhalten. Also wirst Du vermutlich erst Bienen bekommen und dann später eine dunkle Königin zugeschickt bekommen. Es ist sowieso sehr schwierig, Königinnen in Völker einzuweiseln. Die Bienen merken, daß die neue Königin mit ihnen verwandschaftlich gar nix zu tun hat und es geht viel schief. Das Einweiseln an sich ist also eher was für Fortgeschrittene. Das (erfolgreiche) Einweiseln von anderen Unterarten für fortgeschrittene Fortgeschrittene.


    Die Annahmequoten sind grottenschlecht und bei Anfängern schätze ich sie gegen Null. (wenn keine Hilfe von Erfahrenen verfügbar ist.)


    Das Ende vom Lied ist, daß die dunkle Königin entweder tot ist oder es geht nach einem Brutdurchlauf ein kleiner Schwarm mit der Dunklen ab, sie wurde durch die Bienen mit einer eigenen Königin umgeweiselt.


    2) Du mußt jedes Jahr neue Dunkle Königinnen kaufen, um eine tatsächliche Erhaltungsarbeit zu leisten. Oder eine Belegstelle einrichten oder eine Mondscheinbegattung durchführen oder eine künstliche Besamung. Nur weil Du mal für ein Jahr eine Dunkle bei Dir leben läßt, ist das noch keine Erhaltungsarbeit. Für die oben genannten Dinge brauchst Du aber erst mal grundlegende Erfahrung in der Bienenhaltung. Wenn Du diese Dinge nicht machst, sondern nur mal hier und dort Dunkle Bienen einkaufst, dann ist es schade um das seltene Bienen"material", daß Du da verheizt. Keinem ist damit geholfen.


    Ergo: Wenn - dann richtig. Wenn überhaupt zu Anfang, dann mit Ablegern oder Kunstschwärmen/Schwärmen der Dunklen arbeiten. Und dann in die Erhaltungsarbeit einsteigen - aber richtig. Das ist viel Arbeit. Meines Erachtens für den Anfang zu viel Arbeit.


    Zur Bienenkiste gibt es die Suchfunktion im Forum und viele "interessante" Beiträge. :wink:

  • Hallo Andreas,
    mal von Anfänger zu Anfäger:


    Die Frage nach der richtigen Beute ist die Box der Pandora. Da wird dir hier jeder seinen persönlichen Liebling empfehlen. Im Prinzip gibt es zwei Vorgehensweisen. Entweder suchst du dir einen Imkerpaten vor Ort und übernimmst zunächst mal seine Betriebsweise (und eben auch seine Beuten) oder du suchst dir selbst etwas, das zu dir passt, versuchst dir das notwendige Wissen selbst anzulesen und bleibst dabei.


    Vorerst würde ich mich mal mit der Frage befassen wie du dir deine Bienenhaltung vorstellst. Die Bienenkiste steht basiert ja eher darauf die Tiere weitesgehend in Ruhe zu lassen und nur zu füttern oder zu behandeln, wenn es unbedingt sein muss. Die Magazinimkerei dagegen versucht die Prozesse im Bienenvolk eher im Sinne des Imkers zu beeinflussen. Das geht natürlich mit einem höheren Ertrag einher. Nach meinem Gefühl aber auch mit deutlich höheren Aufwenden, sowohl finanzieller wie auch zeitlicher Art.


    Wenn es dir eher um die Bestäubungsleistung der Bienen geht, wäre die Bienenkiste wahrscheinlich eine gute Möglichkeit. Willst du vor allem viel Honig ernten, dürftest du über kurz oder lang eher bei der Magazinimkerei landen.


    Rechtlich gesehen ist Bienenhaltung wohl überall erlaubt, wo die Kleintierhaltung nicht explizit verboten ist. Trotzdem bringt es natürlich nichts die Beziehung zu den Nachbarn zu vergiften. Insofern am besten zu gegebener Zeit ein offenes Wort suchen und mal schauen ob du deine Bienenkiste etwas abschirmen kannst. Dazu gibt es in der Literatur einige Hinweise (Hecke davor z.B.)


    Thema Dunkle Biene: Find ich - offen gesagt - Quatsch. Versprichst du dir davon irgend etwas bestimmtest? Bin jetzt auch bei Hunden eher Mischlingsfan aber dir ist klar, dass sich bei natürlicher Haltung in der nächsten Generation deine Dunkle Königin mit den lokal vorhandenen Drohnen paart und dann ist es sowieso Essig damit, oder? Schau doch lieber, ob du irgendwo in deiner Gegend einen Natur oder Kunstschwarm bekommen kannst und überlasse die ganze Rassefrage Leuten die das nötig haben.


    Grüße,
    Felix

  • Man, das Forum ist ja sowas von diszipliniert geworden... vor Jahren gab es hier mehr Aufregung über solche (aus Nichtimkersicht ganz "normalen") Anfänger-Kombinationen. Weil da Anfänger ahnungslos in ein riesiges, unübersichtliches Wissensgebiet hereinstolpern. Es ist gut, dass dies immer wieder Anfänger tun...


    Mit der Bienenkiste denkst Du ganz bewusst an ein unprofessionelle Lösung (Ich weiß, wovon ich schreibe, ich habe mit der BK angefangen und betreibe auch heute noch eine). Die Bienenkiste ist nicht erfunden für Völkerführung mit den vielen Maßnahmen wie Umweiseln, Schwarmverhinderung etc. und demzufolge auch nicht für eine besondere Bienenart. Das wurde hier schon angedeutet: Bienen sind im ständigen Austausch mit ihrer Umgebung, auch mit den Bienenvölkern (durch Verflug, Paarung u.a.) Deswegen hat es keinen Sinn, in der BK zu versuchen, eine - für die Gegend - besondere Biene zu halten.
    Einen zweiten Grund gibt es, es mit der im Umkreis normalen Biene zu versuchen: Auch wenn manche Bienenseiten wie die der Bienenkiste den Anfänger mit "Imkern einfach" locken, Bienen halten sich nicht so einfach nebenher. Versuche Dich also erst einmal im Bienenhalten! Da tut Hilfe aus der Umgebung immer gut, auch praktische (wenn man neue Bienen braucht...)


    In Bezug auf die Dunkle Biene kennst Du sicher auch schon die entsprechende Website und kannst Dir sicher auch die Meinung des Dunklen-Spezialisten einholen, der die Website betreibt. Ich glaube, der Kai-Michael Engfer hat inzwischen auch eine BK, was er mehr als Kuriosum ansieht.

  • Erst einmal schon vielen Dank für die vielen Informationen. Zum lokalen Imkerverein wollte ich dann soweit gehen wenn meine Grundinformationen soweit bestehen und ich einen ungefähren Überblick bekommen habe.
    Die Bienenart ist dahingehend dann wohl tatsächlich eher etwas Nebenrangig und auf den Allgemeinen Bereich in dem man wohnt zu beziehen.


    Die Bienenkiste kam mir soweit als relativ einfachen Einstieg vor - da sie auch nicht so komplex ausgehen hat wie ein Magazin und preislich sich in einen anderen Segment befand.
    Da mir aber nun davon abgeraten wird, ist denke ich wohl auf die Erfahrung zu vertrauen.


    Bei den Magazinen kam ich als ich die letzten Tage preislich in so Bereiche von 200-300€ - Mittlerweile bin ich aber auch auf die 100-120€ Magazine gekommen welche man auf 200€ mit den Zwischenwänden verstärken kann
    http://www.bienenzuchtbedarf-s…ander-Beute-komplett.html
    http://www.bienenzuchtbedarf-s…erger-Beute-komplett.html
    http://www.holtermann-shop.de/index.php/cPath/1_318
    http://www.bienen-janisch.at/index.php?route=common/page&id=1015


    Welche preislich für mich als Student in Erwägung gezogen werden kann.


    Bevor ich die Bienen überhaupt ansiedeln kann und möchte, muss ich so oder so den Bereich hinten im Garten mit einer kleinen Fläche einbetonieren - der Gartet dabei einen Durchmesser von 15-20m. Wenn ich den also in der Mitte aufstelle dürfte es soweit kein Problem darstellen :)


    Allgemein würde ich aber gern eine stärkere Auslastung des ganzen haben, erstmals für den Eigenbedarf und Bedarf für Freunde. Auch da ich noch einem anderen Hobby fröhne (Mittelalterliches Re-Enactment im Vollkontakt) bietet sich Wachs und Honig dafür natürlich auch perfekt an um private Süßungsmittel und Kerzen mit aufs Lager zu nehmen :)


    Da ist dann auch gleichzeitig die Frage wie "lang" man solche Bienen denn allein lassen könnte - da so ein Event auch mal um die eine Woche dauern kann.


    Das Abschirmen dürfte dahingehend denke ich auch nicht die Problematik sein. Was ich aber bisher an chemischen Zusätzen gelesen habe, auch für die Varraomilbenbekämpfung sorgen natürlich für einige komplikationen.


    Ich wohne im übrigen im Bereich Euskirchen - Weilerswist :) Wenn es in dem Bereich einen Imker hier im Forum gibt. Ich google aber auch nach entsprechenden Vereinen

  • Hallo,
    ich glaube wirklich ab und zu raten kann man dir auf Anhieb im Moment gar nicht. Eine Bienenkiste würde sicherlich für dich funktionieren. Eine Warré-Beute oder eine Top Bar Hive wahrscheinlich auch. Genauso die verschiedenen Magazine.


    Persönlich erscheint mir einem neuen Hobby erstmal ein möglichst unaufwendiger Einstieg sinnvoll. Meistens orientiert man sich sowieso nach den ersten ein bis zwei Jahren noch mal um und entscheidet in welche Richtung es gehen soll. Bevor du dich also in Schulden stürzt, ... :-)

  • Moin Kael,


    das sind ja mal die typischen Anfängerfragen: Mal schauen, ob ich alles beantworten kann.


    Wenn du dich für ein Magazin entschieden hast, stellt sich noch die Frage, welches und woraus. Da hast du wieder eine vielzahl an (entscheidungs)Möglichkeiten. Am besten, du schaust dir mal die typische Zweiraumbetriebsweise (heißt in Imkerkreisen Zander oder DeutschNormal) sowie eine Großraumbetriebsweise (Dadant oder die Zwitter Deutschnormal1,5 bzw. Zander 1,5) an. Danach kannst du das besser (und günstiger) entscheiden. Ich habe erst Zander gekauft und dann später auf Dadant umgeschwenkt. Bei mir hatte das vor allem Rückengründe. Der Honigraum bei der Zweiraumbetriebsweise wiegt schon mal bis zu 30 Kilo - bei Dadant halt 15 - maximal 20. Ob du dich dann für Holz oder Kunststoff entscheidest, ist geschmackssache.


    Deinen Hinweis mit den Zwischenwänden als Verstärkung verstehe ich nicht so richtig. Meinst du Mittelwände? Das sind die Wachsplatten, die man in die Rähmchen einlötet. Sie dienen eigentlich als Vorgabe des Zellenbaus (naja aber auch als Verstärkung des Rähmchens). Also ich habe mal eine Dadantbeute zum Vergleich komplett Bestückt identisch von vier Lieferanten ausgerechnet (also mit Rähmchen und Mittelwänden). Da lag ich bei fast allen Lieferanten bei rund 150 EUR / Beute inkl. der Honigräume.


    Was genau willst du denn betonieren? Je mehr grün, desto besser für die Bienen (naja je mehr Blumen ist besser). Hier muss nix betoniert werden. Maximal ein paar Steine kannst du legen, damit der Beutenständer nicht in den Sandboden einsackt. Das ist auch schon alles.


    Für den Eigenbedarf ist eine Beute schon mal ganz gut. Wobei man immer mindestens zwei Beuten mit Bienen (besser drei) haben sollte. Das hat den einfachen Grund, dass man zwischen drei Völkern besser vergleichen kann und möglichen Verluste der Königin einfacher ausgleichen bzw. korrigieren kann. Ich hatte im ersten Jahr zwei Völker und habe rund 50 Kilo geerntet. Das liegt in Wohnort im unteren Mittel. Das sind dann 100 Glas Honig. Hört sich viel an, die waren aber bis November nur im Bekannten / Kollegen Kreis weg. Wenn du also auf Mittelaltermärkten verkaufen und gar Meet machen willst, brauchst du also viel mehr Völker. Heißt aber auch, viel mehr Arbeit und mehr Anfangsinvestitionen.


    Zum Urlaub: In der Zeit von heute (also Anfang / Mitte April) bis Ende Juni / Anfang Juli sollte man schon einmal / Woche kurz in die Völker schauen, um nach möglichen Schwärmen ausschaue zu halten. Macht man das nicht, ist es auch nicht schlimm. Entweder passiert nichts, oder bei einem Volk zieht ein Schwarm aus, den man dann wieder einfangen kann oder in die freie Natur entlassen hat. Die Überlegenschance in der freien Natur liegt jedoch bei fast Null, da es einfach kaum noch Nistmöglichkeiten sowie die Varoamilbe gibt. Gerade die Milbe ist neben diversen andereren Dingen der Hauptgrund für den Tod der Bienenvölker. Also wenn du mal eine Woche im Urlaub bist, vorher mal reinschauen. Wenn du dann wieder da bist, eben wieder reinschauen.


    Der Schwarmdrang ist übrigens Rassen- bzw. Linienabhängig. Wenn du eine gemische Landbiene erhälst, wird diese warscheinlich ehr zum schwärmen neigen als eine Buckfast bzw. einige Carnica-Linien. Aber darum würde ich mich im zweiten / dritten oder vierten Imkerjahr kümmern.


    Ich hoffe, ich konnte dir helfen.


    Gruß vom Frank

  • Nun ja - bis 200€ wäre es für mich möglich etwas zu investieren, alles was darüber geht ist für mich noch nicht rentabel - Wenn ich dann also einfach annehme das so eine Beute mit 3 Magazinen für 100€ in Ordnung ist, ich dann nach und nach mit den Zwischenwänden "expandieren" kann und die Überwinterung dadurch auch Gesichert ist - wäre es für mich investierbar. Sonst würde ich wohl noch ein paar Monate mehr warten und etwas sparen. Dann ist aber definitiv erst nächstes Jahr angesetzt - auch wenn mir schon privat geraten wurde die Gelegenheit wahrzunehmen und jetzt anzufangen ^^


    Betonieren: Da die Beute sonst auf der Wiese stehen würde - gäbe es das Problem das ich schlecht sehe was "unter" der Beute passiert. Soll heißen: Wenn ich irgendwann einen Ameisenbefall habe könnte ich zu spät erkennen wenn dies vorkommt und bis dahin wären meine Bienen eventuell schon Überfallopfer geworden. Auch wenn ich annehme das die gemeine Biene gegen eine Lasius niger oder Myrmica rubra Art sich gewiss zu verteidigen weiß aber auch die Erfahrungsberichte schon mal gelesen haben wo selbst diese invasiven Völker auch ein Bienenvolk komplett vernichten könnten. Wenn aber einfach auf den Rasen zu stellen keine Problematik darstellt - nu ndann ist es keine Schwierigkeit, oder ein paar Steine dorthin zu verlegen.


    Direkt zu Verkaufen ist zumindest nicht mein Drang, es wäre nur etwas um mein Studentengehalt etwas aufzubessern - ist aber nicht mein primärer Grund. Der primäre ist wohl eher der Spaß an der Freude aber gleichzeitig kommt bei mir im Hinterkopf immer die Effizienzmöglichkeit rein - das ist allerdings in allem was ich mache so, da ich erst bei einer vernünftigen Auslastung mit mir selbst zufrieden gestellt bin. Einige mögen das Ehrgeiz nennen!


    Die Möglichkeit später zu erweitern ist mir dahingehend auch Wichtig :)

  • Also für 200 Euro maximum und neu, bekommst du eigentlich gar nichts richtiges bzw. nur Minimum. Wie ich schon schrieb, kostet ein Beute rund 150 Euro - aber ohne Bienen. Dazu noch Bienen. Mit Glück vom Bekannten kostenlos - oder ab 50 Euro aufwärts. Dann ist dein Budget entweder weg oder du hast noch 50 Euro. Wenn noch 50 Euro da sind, hast du glück, und du kannst dir einen Smoker plus Stockmeißel kaufen. Vielleicht reicht es dann noch zu einem Schleier, dann ist aber wirklich alles weg.


    Sinnvolles Zubehör wäre:


    - Schleier
    - Stockmeisel
    - Futterzarge / Futtertasche,
    - Prof. Verdunster für die Ameisensäurebehandlung (Nassenheider Prof.)
    - Ameisensäure
    - Säurefeste Handschuhe
    - Schutzbrille
    - Imkerhandschuhe muss jeder selber wissen
    - Abkehrbesen
    - Set für die Oxalsäurebehandlung im Winter (Spritze etc.)
    - Ordentliches Futter (Weizen oder Zuckersirup)
    - Mindestens zwei Völker
    - Smoker hatte ich noch vergessen


    Unter dem würde ich nicht anfangen wollen. Wobei du einiges erst später im Jahr brauchst.


    Gruß vom Frank

    12er Dadant, Buckfast

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Hobbit () aus folgendem Grund: Smoker fehlte noch

  • Welche Gegenstände die du aufgelistet hast wären denn erst "später" hinzukaufbar?



    Bei dem ordentlichen Futter muss ich auch die Frage stellen: Im normalfall habe ich bei anderen Vespiden mit einer Zuckerlösung gearbeitet welche auch entsprechend angenommen wurde, könnte man den Bienen soweit nicht auch einen Teil ihres eigenen Honigs als Nahrung anbieten?