Verschiedene Ernten im HR trennen

  • Hallo Zusammen,
     
    ich bin Neuimker seit letztem Jahr, imkere auf Dadant und habe derzeit drei Völker. Leider habe ich noch nicht so die Routine, woher auch?
     
    Wenn ich den Honigeintrag von den ersten Blüten (Löwenzahn, Kirsche usw.) im HR trennen möchte von bsp. Raps, habe ich mir überlegt die Honigwaben mit farbigen Reisszwecken zu kennzeichnen. Erster Eintrag bsp. weiße Zwecken, Raps gelbe Zwecken. Nach Raps wollte ich das erste mal ernten.


    Wie macht Ihr das? Lasst Ihr die HR drauf? Bis auf Raps natürlich.
     
    Vielen Dank schon mal für Eure Antworten.

  • So wie ich das sehe, macht das nur Sinn, wenn die Waben auch verdeckelt sind, sonst wird der Honig eh gemischt. Und wenn sie verdeckelt sind, sind sie ziemlich sicher auch gleich schleuderbar.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Ich habe mir die Frage auch schon gestellt. Würde vermutlich auch mit Reißzwecken markieren.
    Nur sind die Zellen denn zum Raps schon alle verdeckelt oder gibt das eh Mischmasch ?

    Seit 16.4.2014 aktiver Imkerneuling. :daumen: 8 Völker auf Dadant. :)

  • ....die Honigwaben mit farbigen Reisszwecken zu kennzeichnen. Erster Eintrag bsp. weiße Zwecken, Raps gelbe Zwecken. .....


    Mit Verlaub: Das funktioniert überhaupt nicht! Die Bienen "mischen" den Honig. Alle Zellen, die nicht verdeckelt sind, werden dann u.U. mit "anderen" Honig gefüllt.
    Es gibt nur eine Chance, Sortenhonige zu ernten: Nach dem Verblühen der einen Tracht, sofort alle Honigwaben schleudern.
    Alles andere ist vergebliche Liebesmüh'.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Das hängt natürlich von der konkreten Trachtsituation ab. Meine Erfahrung ist aber, dass vor dem Raps nicht zu ernten ist und dann eine Mischung vorliegt, in der der Raps mengenmäßig dominiert.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Mir stellt sich die Frage ob es nützen würde Honigraum mit Zander 1/2 Zarge, also nur 113mm hoch, zu nehmen.
    Wenn man dann die HR-Erweiterung vom Timing ideal gestaltet, hätte man dann bessere Chancen?
    Oder bleibt zu befürchten, da man die nächste HR-Zarge so frühzeitig geben muß, damit das funtz, daß man doch nur "Mix" bekommt.


    VG Martin

  • Hallo Zusammen.


    Aber sicher hängt das von der Trachtsituation ab. Mein denken war, dass die erste Tracht wie Kornelkirsche, Schwarzdorn, Süßkirsche und Löwenzahn zum größten Teil eingefahren ist. Klar, hier in der Region Kirsche erst zur Hälfte. Der Raps ist aber schon zu einem Drittel auf. Wenn ich nun markiere, ist der vorhandenen Honig ja zum größten Teil schon umgetragen, d.h. wasserreduziert und das verdeckeln steht bald bevor. Also wäre alles was nun frisch reinkommt (ab Markierung) zum größten Teil Raps (sicher gibt es einen Überhang in der ersten Frühtracht wie auch im Raps) aber ich könnte die erste Frühtracht zusammen bis Ende der Rapsblüte drin lassen. Wenn ich ernte, schleudere ich nach der Farbe der Reisszwecken.


    Und? ;-)


    Viele Grüße Sven

  • Hallo Sven,


    sicher geht das. Aber macht das wirklich Sinn? Lohnt der Aufwand? Sind die ganzen Sortenhonige nicht eher mehr Verkaufs-Denke?


    Ich mag meine Mischhonige, da ist keiner wie der andere und zu allen Varianten fällt mir dann noch die "Geschichte" ein. Wirklich sortenreine Honig zu ernten ist gar nicht sooo einfach. Lass doch mal eine Pollenanalyse machen.


    Und außerdem schätze ich mal, daß ich mindestens eine Schleuderfüllung (4x DNM oder 8x Dadant-1/2) brauche bevor überhaupt Honig im Eimer ankommt. Der Rest klebt erst einmal an sämtlichen Utensilien. Willst Du nach 2 Schleudergängen (vielleicht 3 Völker à 4 Rähmchen) immer alles saubermachen...?


    Gruß Jörg

  • He Sven,


    ja, kannst du so machen. Wie du schon selbst schriebst, ist durch dieses Vorgehen jeweils Frühtracht und Raps im Überhang, doch nicht 100% sauber.


    Viel Erfolg & berichte bitte nach der Schleuderung/Verkostung doch nochmal


    Gruss Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“