Beuten Desinfizieren

  • Hallo zusammen,


    wir sind seit ca. einem halben Jahr Imkeranfänger. Haben seit September zwei Völker und auch beide erfolgreich durch den Winter gebracht.
    Eines ist ziemlich stark, die werden wir die Tage erweitern müssen. Das zweite sitzt aktuell nur auf 3 Rähmchen, aber solange es durch kommt sind wir zufrieden.


    Ich habe mir gestern zwei komplette, gebrauchte Liebig-Beuten gekauft, da ich mir gerne noch 2 Ableger zulegen möchte.
    Jetzt habe ich schon einiges über Desinfektion gelesen.


    - Kochen in Natronlauge, da nach mit Wasser abwaschen
    - Abbürsten mit Natronlauge, danach mit Wasser abwaschen
    - Abflammen


    Wenn ich so einige Beiträge lesen, ist je nachdem die Methode oder die Methode von einigen bevorzugt oder nach Meinung einiger die wirkungsvollste.
    Aber was würdet ihr mir nun empfehlen.


    Das einfachste wäre ja Abflammen oder Abbürsten mit Natronlauge.
    Das Kochen darin ist doch etwas aufwendig, da ich erst einmal solch einen Topf oranisieren müsste, wo die Sachen reinpassen.
    Lauge habe ich selbst, da ich diese für die Seifenherstellung brauche.


    Für Tips und Hilfe bin ich euch sehr dankbar.


    Grüße
    Marina

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kandela ()

  • was würdet ihr mir nun empehlen.

    Auskratzen, abflammen, auskratzen und ein "F" kaufen. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    "F" ist gekauft.
    Brauche unbedingt eine neue Tastatur. Das N ist auch so ein Problem - hängt manchmal gerne :-)


    Ist das Abflammen dann ausreichend?


    Grüße
    Marina

  • Ist das Abflammen dann ausreichend?

    Schon das Auskratzen ist der Bringer. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Naja, meinte ja für evtl. Krankheitserreger etc.
    Weis ja nicht, was da mal drin war.


    Sehen zwar noch gut aus, der Herr hört auf. Scheint schwer erkrankt zu sein.


    Gut, abgeflammt und gekratzt wird dann die Tage mal.


    Danke :)

  • Frage Dich im Geheimen, welchen Krankheiten Du auf den Leib rücken willst und ob die da sind und wie Du sie bekämpft kriegst.


    AFB kannste in der Überlegun schlicht vergessen, denn hättest Du den Verdacht, würdest Du wohl kaum die Zargen wieder mit Bienen besiedeln. Was also bleibt? Varroa? Waxmotte? Sackbrut? DWV? Trachenemilbe? Beutenkäfer? ...


    Du merkst schon: Oft isses bloße Geigelei.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Naja, eine Faulbrut denke ich nicht.
    Dann hätte er ja wohl auch kaum noch den Rest Bienen gehabt.


    Also den Rest meint ihr ist Abflammen vollkommen ausreichen - OK.


    Hat jemand schon mal was davon gehört, die Beuten mit Natronlauge (Ätznatron) abzubürsten?
    Wäre ja im Vergleich zum kochen doch etwas einfacher.
    Vor allem hat man bei weitem keine 100 Liter Lauge anschließend zum entsorgen.


    Grüße
    Marina

  • Hallo Marina,
    Mädchen lass die Finger von der Natronlauge, das ist das letzte was zur Anwendung kommen kann, muss.
    wie Henry schon geschrieben hat, Auskratzen und ein bisschen Ausflammen hat bei sachgemäßer Ausführung auch noch nicht geschadet.


    Gruß Jürgen


  • Reicht da auskratzen und abbrennen?


    Bitte nicht abbrennen, das wäre doch schade wegen so ner Motte gleich alles in Feuer zu schmeissen!
    Versuche es doch erst mal mit kratzen, das dürfte langen.



    Wenn hier wer was flammt, dann bitte nur toasten, nicht verbrennen.
    Das Holz sollte nur leicht brauner werden, fertig.



    Grüße,
    Arnd

  • Hallo Kandela,


    kann mich nur anschliessen. Auskratzen und abflammen reichen völlig, aber gut wäre, in alle Falzen, Fugen, Nuten und Bohr/Schraublöcher, gerne auch in den Deckeln oder unter den Böden nach noch vorhandenen Gespinsten der Wachsmotten zu schauen und diese mit auszukratzen. Die Viecher nutzen echt die kleinsten Verstecke. Wenn alles weggekratzt ist, können die neu einquartierten Völker sofort ohne lästige Vormieter starten.
    Gruss, LP

  • Hallo Marina,


    ja - sauber auskratzen oder anderswie mechanisch Reinigen sollte absolut ausreichend sein. Desinfizieren, insbesondere mit kochender Natronlauge ist nur dann sinnvoll (und notwendig), wenn du von einem Erreger ausgehen musst, den du nicht siehst. Motten und deren Larven siehst du aber!
    Mit Natronlauge solltest du eigentlich nur herangehen, wenn du einen konkreten Verdacht auf Faulbrut hast. D.h. du hast selbst einen sogenannten klinischen Befund, oder aber den Nachweis von Sporen durch eine Futterkranzprobe. (Letztere solltest du selbst wenn du nicht wanderst, Bienen verkaufst, oder Belegstellen besuchst, hin und wieder machen lassen, um den Erreger zu finden, bevor er sich ausbreiten kann.)
    Wenn du massive Probleme mit Kalkbrut oder Nosematose (beides Sporenbildner) hast, kann eine solche Desinfektion auch noch angesagt sein.


    Bei Wachsmotten reicht auskratzen, oder meinetwegen auch mit dem Hochdruckreiniger spülen und in der Sonne trocknen.


    Gruß
    Ludger