Wie weit fliegen Bienen?

  • ...


    @ Jörg K. : Sage es doch einfach und lass uns nicht dumm sterben. Ich nehme an, du hast Rapshonig bekommen. Und waren die Völker dann recht stark "abgeflogen"?


    Ja, logo! Genau so viel von dem Stand, der 500m neben dem Raps stand...


    Ich bin mir bewusst, daß es Verluste geben kann. Wirklich beeinflussen kann ich das nicht. Ich werde deshalb aber nicht diese Panik schieben, wie manche Kollegen hier! Ich werde auch keine toten Bienen im Gras suchen...



    Gruß Jörg

  • Meine haben im vergangenen Jahr auch Raps eingetragen, obwohl im näheren Umfeld kein Feld war. Dafür haben sie Linde nicht eingetragen, obwohl nur 40 m entfernt.
    Im Bienenjournal gab es im vergangenen Jahr den Artikel über die abgebrannte Zuckernbude, wo die Bienen auch aus 8 km Entfernung noch schwarzes Karamell eingetragen haben.


  • ... Wirklich beeinflussen kann ich das nicht.


    Hört man oft in dieser Zeit, in diesem Irrenhaus Deutschland.


    Nur kurzes Bsp. aus der Landwirtschaft: Derzeit wird kräftigst Grünland umgebrochen, weil es "die EU" so will. Eine ökologische Katastrophe. Gerade haben sie den Arbeitsflugplatz des Agrarfliegers umgebrochen. Den eigenen Ast abgesägt! Soviel Idiotie funktioniert nur, weil alle sagen, ich kann da nichts machen.




    ...
    Ich werde deshalb aber nicht diese Panik schieben...


    Man merkt es an der Wintersterblichkeit.


    Und wenn ich mir überlege, daß ich vor 20 Jahren die Frontscheibe einweichen mußte, um die toten Insekten weg zu bekommen und heute die Luft fast insektenfrei ist, doch da sollte langsam Panik in einem hochkommen. Aber siehe oben. Alles klar.

  • Dann bring sie doch einfach weg vom Raps. Pack alle 20 ein und bring sie weit weg!
    Der honigmeyerhofer hat keinen, sitzt im Bayrischen auf dem Berg. Bring sie dort hin.
    Oder geh zum ALF und erkundige dich wo du sie hinstellen kannst.
    Aber bitte....ernte und verkaufe keinen Rapshonig. Auch nicht von Feldern ohne Blütenspritzung, denn die haben im
    Vorfeld auch schon mindestens 4x Insektizid bekommen.
    Und lass uns bitte teilhaben wie konsequent du bist/warst...bin sehr gespannt!
    Nicht immer nur labern - einfach mal TUN!


    Gruß Sanni

  • Hallo Sanni!


    Du entwickelst dich immer mehr zu einer meiner beliebtesten Schreiberinnen hier im IF.
    Respekt und dann für diesen Beitrag, der so manchen Nagel auf den Kopf trifft.
    Danke Dir und eine gute Rapshonigernte!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • ... doch da sollte langsam Panik in einem hochkommen.


    Mach Dir nix draus, die sägen über kurz oder lang sämtliche Äste ab, auf denen wir alle sitzen. Und dort, wo es derzeit noch halbwegs normal funktioniert, wird bald auch nix mehr zusammenlaufen. Das ist völlig normal, dass man sich in Sicherheit wähnt, wenn glücklicherweise nur die anderen betroffen sind.


    Der Jörg hat bestimmt auch einen völlig unbelasteten Standplatz, von dem aus er die Völkervermehrung betreibt, hier läuft garnix mehr zusammen, wenn die Völker erstmal Rapsbestandteile in der Kiste haben.


    Wünsche eine gute Rapshonigernte allerseits :daumen:


    Gruß Sven

  • Ist mal wieder zum Quieken hier.


    Ich würde mal beim Imker gucken und nicht immer und ganz ausschließlich in der PSM-Kiste.


    Und :liebe002::p_flower01::Biene: an Sanni. Besser geht's nicht.


    Eine, wo auch mal nicht viel ging... irgendwie haben die alle hier aufgehört zu spritzen :cool:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Dann bring sie doch einfach weg vom Raps. Pack alle 20 ein und bring sie weit weg!
    Der honigmeyerhofer hat keinen, sitzt im Bayrischen auf dem Berg. Bring sie dort hin.


    Nicht immer nur labern - einfach mal TUN!


    Gruß Sanni


    Ok, dann geh mit guten Beispiel beim "TUN" voran und lass meinen falsch geschriebenend Namen aus dem Spiel.
    Ich möchte und mag mich hier sicherlich auf kein persönliches und nicht sachdienliches Geplänkel einlassen, dazu sind mir meine Nerven zu kostbar und bitte dich dies zu berücksichtigen.



    Vielen Dank...

  • Mach ich gerne...:liebe002:


    Aber wer austeilt, der sollte auch mal Einstecken lernen Xaver...das sind die Geister die du riefst!
    Denn ich weiß was das Wort "TUN" bedeutet :roll:


    Allen anderen einen bombastischen Raps. Mit ein wenig Niederschag wird's echt eine Punktlandung :)
    Gruß Sanni <3

  • Meine Frage war doch verständlich gestellt, nur zur Begründung der Fragestellung habe ich meine Pestizid-Bedenken genannt. Da müßt Ihr hier keinen Glaubenskrieg ausfechten. Und besonders gering schätze ich Beiträge und deren Schreiber, die das Pestizid-Dilemma kleinreden.


    Mir ging es rein um die Sammelentfernung, egal ob Bienen auch 5 km weit fliegen könnten. Es ist ja heute Mode, Antennen auf Bienen zu kleben und alles mögliche zu erforschen, hatte gehofft, daß aus der Richtung was kommt.



    ...


    ... einen völlig unbelasteten Standplatz, von dem aus er die Völkervermehrung betreibt, hier läuft garnix mehr zusammen, wenn die Völker erstmal Rapsbestandteile in der Kiste haben.


    Maybee, Volltreffer. Meine Sorge gilt der Völkervermehrung. Letzten Winter ist bei mir kein einziges Volk gestorben, also so falsch mache ich es sicherlich nicht. Der Raps in meiner Nähe war nicht in die Vollblüte gespritzt. Es gibt solche und solche Landwirte.


    Übrigens, ein Bekannter hat 2 Bienenwagen, einer stand im Herbst zu Hause in Gelbsenfreichweite, 1 von 7 Völkern tot. Der andere wurde wegen des Gelbsenfes erstmal nicht nach Hause geholt und hat zur selben Zeit mehrmals die Pestizidspritze (vom Nachbarfeld) abbekommen (habe ich selber gesehen), 10 von 20 Völkern tot. Rückschlüsse überlasse ich Euch.


    Und tschüss.

  • Um beim Thema zu bleiben:
    Sie werden im Umkreis von 2-3 Kilometer alles anfliegen was interessant ist. Raps mit oder ohne Spritzung und alles am Wegesrand was den Bicaya-Abdrift abbekommt.
    Sie werden diesen Pollen zu sich nehmen und ihre Brut damit füttern. Flugbienen die von der Biscaya-Flüssigdünger-Mischung erwischt werden verkleben sofort und werden sterben.


    Und weil man irgendwann mal über den thoretischen Teil hinauswachsen muss, treffen wir uns am besten im Januar zentral auf der A2, die ist für Sven und Xaver auch auf dem Weg nach Berlin. Ich nehm euch von da aus mit, natürlich unentgeldlich.
    Den Obolus für Sprit gebt ihr dann bitte dem Walter Haefeker oder dem Thomas Radetzki weil sie an forderster Front für uns kämpfen.
    Ich brauche nicht...habe einen Dauerauftrag dafür.
    Zieht euch bitte warm an, es ist immer sehr kalt.


    Bis dann...freue mich euch persönlich kennenzulernen :liebe002:
    Gruß Sanni

  • Hallo Sanni,


    ... Walter Haefeker oder dem Thomas Radetzki weil sie an forderster Front für uns kämpfen.


    noch nie davon gehört. Paul Watson kenn ich, der kämpft.


    ... treffen wir uns am besten im Januar zentral auf der A2, die ist für Sven und Xaver auch auf dem Weg nach Berlin.


    bin mir nicht so sicher, ob es nach finalem Börsencrash/Europleite und dem Auseinanderfallen der EU noch ein Recht auf freie Demonstrationsausübung bei uns gibt. Die Frage ist nur, obs im Januar schon geschehen ist.


    freue mich euch persönlich kennenzulernen :liebe002:


    Würde mich auch mal freuen, aber nicht in Berlin.


    Und weil man irgendwann mal über den theoretischen Teil hinauswachsen muss ...


    Wie schauts in Bezug aufs Thema mit Ablenkfütterungen aus. Massig eingetragen wird ohnehin erst bei Temperaturen ab 20 Grad, sofern der Raps auch honigt. Es sollte eigentlich nicht so schwierig sein, die Bienen an diesen Tagen anderweitig zu beschäftigen, gerade wenn die Völker etwas weiter entfernt vom Raps stehen. Der Remsi hatte doch letztens mal die Stockwaagendaten von 2014 gepostet, das waren ja nicht ganz soviele Tage mit üppiger Tracht.


    Es sollte doch möglich sein, die Bienen mit Hilfe einer Honigwassertränke vorm Stock vom Raps fernzuhalten? Notfalls färbt man das Zeug mit Lebensmittelfarbe ein, damit man die befüllten Waben nach dem Raps eindeutig erkennt und beispielsweise zur Ablegerbildung verwendet. Pollen gibt es im Frühjahr meist im Überfluß, ohne dass weit geflogen werden muss.


    Gruß Sven