Mittelwände ja? nein?

  • Moin,
    es laufen die letzten Vorbereitungen. Die ersten Mädels sollen bald einziehen, aber die Sache mit den Mittelwänden ist noch nicht geklärt. Einige streng wesensgemäß Imkernde verzichten ganz auf Mittelwände. Einige von ihnen sagen, zumindest im BR sollten welche sein, Andere sagen im HR sollten zumindest welche sein. Wie haltet ihr das, wovon ratet ihr ab.
    Geimkert soll ausschließlich in 2/3 Dadant mod. Gruß Klaus

    mir egal wer dein Vater ist, solange ich hier angel latscht hier keiner übers Wasser.

  • Hallo Klaus,


    es geht um dein erstes Volk? Ich würde zumindest im Brutraum erstmal komplett auf Mittelwände setzen (abgesehen vom Baurahmen). Und im Honigraum kannst du es ja mit halbe-halbe probieren, also einige Mittelwände und einige Rähmchen mit Anfangsstreifen.


    Ich lasse manchmal einen Schwarm oder einen Kunstschwarm auch die Bruträhmchen im Naturbau machen. Es geht, aber meistens empfinde ich einen Brutraum mit Mittelwänden als einfacher (zu handeln, durchzusehen etc.). Und gerade bei den ersten Völkern würde ich halt auf Nummer sicher gehen.


    Was zum Teufel ist 2/3 Dadant? Rechnerisch müsste das etwas in der Nähe von 1/1 Langstroth sein (Dadant ist ja ca. 1,5 Langstroth). Ich vermute, du meinst 2/3 Langstroth, also Langstroth-Flachzargen mit 159mm hohen Rähmchen?


    Grüße,
    Robert

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Re-Mark () aus folgendem Grund: 'Baumrahmen' zu 'Baurahmen' korrigiert

  • Danke, richtig 2/3 Langstroht. Nicht nur das Imkern, auch deren Begriffe muss ich mir noch vertiefen. Auch der Begriff "Baumrahmen" ist mir fremd. Im HR mit halbe halbe finde ich genial. Gruß Klaus

    mir egal wer dein Vater ist, solange ich hier angel latscht hier keiner übers Wasser.

  • Danke, richtig 2/3 Langstroht. Nicht nur das Imkern, auch deren Begriffe muss ich mir noch vertiefen. Auch der Begriff "Baumrahmen" ist mir fremd. Im HR mit halbe halbe finde ich genial. Gruß Klaus


    Sorry, der Baumrahmen war ein Tippfehler. Sollte natürlich 'Baurahmen' heißen. Davon hast du aber schon gelesen, oder?


    Die Mischung im Honigraum soll dazu dienen, dass die Bienen mit den Mittelwänden erstmal eine relativ schnelle Möglichkeit haben, Honigvorräte einzulagern. Außerdem können sie so besser hochlaufen. Manche hängen die Mittelwände in die Mitte und die Leerrähmchen mit Anfangsstreifen daneben, andere machen es umgekehrt (also z.B. drei Mittelwände links, drei Mittelwände rechts, und dazwischen, in der Mitte, die Leerrähmchen).


    Grüße,
    Robert

  • Hallo,


    das ist mehr oder weniger Ansichtssache, sehr viel Überzeugung und auch Gewohnheit, bei manch einem Religion.


    Es kommt betont auch darauf an, wann, wieviele und in welcher Form Du Bienen bekommst:


    Einen Naturschwarm kann man ganz prima Naturbau im Rähmchen machen lassen, das ist herrlich anzusehen.


    Zum Thema Naturbau der sozusagen beste Link aus dem Imkerforum, vom Günther:daumen::liebe002::p_flower01:: Hier klicken und als Hausaufgabe lesen :u_idea_bulb02::lol:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Die Mischung im Honigraum soll dazu dienen, dass die Bienen mit den Mittelwänden erstmal eine relativ schnelle Möglichkeit haben, Honigvorräte einzulagern. Außerdem können sie so besser hochlaufen. Manche hängen die Mittelwände in die Mitte und die Leerrähmchen mit Anfangsstreifen daneben, andere machen es umgekehrt (also z.B. drei Mittelwände links, drei Mittelwände rechts, und dazwischen, in der Mitte, die Leerrähmchen).


    DAs teste ich seit gestern auch in einem meiner Völker. 1 HR zu 3/4tel angenommen bzw. voll mit Bienne und im 2. HR zwei oder drei Mittelwände, der Rest mit Anfangsstreifen. Mal schauen, wie das so wird.


    Gruß vom Frank

  • Hi zusammen,


    MWs sind schon ein coole Erfindung und machen es für den Imker einfacher. Wenn man aber über Rückstände im Wachs nachdenkt, dann kommt man m.E. an einer Eigenwachs-Wachsstrecke nicht mehr vorbei und dann ist man auch gezwungenermaßen bei einem Teil Naturbau...


    Ich versuche auch zu mischen. Manchmal ist das eine anstrengende Sache, z.B. gebrochene HR-Waben beim Wandern. Aber da kommt man durch!


    Gruß Jörg, Wander-Rookie

  • Moin liebe Wachsbalge,


    die meisten Optionen habe ich mit MW UND NB.


    Schwärme und Ableger bauen bis zu einer bestimmten Größe Arbeiterinnenbau, da lohnt sich NB und zur Erweiterung werden dann die MW genommen.
    Im HR genau umgedreht. Zu Beginn MW als Aufstiegshilfe für die Bienen und dann zur Erweiterung NB möglich - nie ganze Zarge mit Anfangsstreifen aufsetzen !


    Das Wachs bezeichnen manche sinnbildlich auch als Leber des Bienenvolkes (logger bleiben liebe Gerstungjünger), da sich in ihm alle fettlöslichen Gifte, also eingefüllte Akarizide und eingetragene Pestizide, und ihre Abbauprodukte (Metaboliten) ansammeln.
    In einem geschlossenen Wachskreislauf sammelt sich in jeder Runde mehr davon an. Von daher macht mehr NB und MW aus Entdeckelungswachs/unbebrütetem NB (Wachstrecke/offener Wachskreislauf) am meisten Sinn.


    Gruss Molle, Kirschrookie

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“