DNM & Zander = ganz doofe Situation

  • Hallo zusammen!


    Ich bitte um kurze Hilfe und Tips zu folgender Situation:


    Ein bekannter hat Ende des Jahres drei Völker auf DN in Zander-Beuten gesetzt und auch so überwintert (auf einer Zarge). Alle Völker sind prima ins neue Jahr gestartet und jetzt kommt der Ärger. Unwissentlich wurde leider viel zu viel gefüttert. Ende März war noch immer alles voll mit Futter und die Königin hat keinen Platz für ihr Brutgeschäft. Es wurden also ein paar DN(Futter)Waben entnommen und durch Zander-Rähmchen mit MW ersetzt. Ausbau klappt und Brut läuft auch. Allerdings besteht jetzt das massive Problem des Wildbaus hinter den DN Rähmchen. Es wurde bereits vor einer guten Woche die zweite Brutzarge gegeben (nur mit MW), diese ist jedoch fast nicht ausgebaut worden. Dann wurde vorgestern das ein oder andere Rähmchen gezogen und dabei der Wildbau zerstört (inkl. Brut).


    Jetzt komm ich dazu und versuche zu helfen. Hier meine Gedanken dazu:
    1. DN am liebsten so schnell wie möglich raus - geht aber nicht weil Brut drauf ist. Mögliche Option wäre jetzt die Waben auszuschneiden und in Zanderrähmchen einzusetzen (würde ich mit einem Drah umwickeln und so die Wabe im Rähmchen fixieren und darauf vertrauen, dass die Bienen die Waben wieder fest an die Rähmchen kleben - dann den Draht wieder entfernen). Andere Option ist Schaumstoffstreifen an die DNR zu kleben und keinen Platz für Wildbau zu lassen und im Herbst die DN rauswerfen und einzargig auf neuen Zanderrähmchen überwintern.


    2. Die Rähmchen zu ziehen wird kaum vermeidbar sein wenn es darum geht die Weiselzellen zu suchen. Werden die R gezogen wird der Wildbau zerstört, wird der Wildbau zerstört verzögert sich die Bautätigkeit in der oberen Brutzarge. Teufelskreis....


    Wie würdet ihr mit der Situation umgehen? Auch wenn der Anfänger sich hier übernommen und nicht gerade rosig vorbereitet hat bringt es nichts das an dieser Stelle zu diskutieren. Bitte habt Nachsicht...

  • Du meinst eine Zarge auf DN und die zweite nur mit Zander? Klingt machbar aber in diesem Falle nicht. Eine Heroldbeute extra anzuschaffen scheidet aus - die Entscheidung liegt auch nicht bei mir - ich muss ebenfalls mit den Gegebenheiten umgehen.
    Außerdem ist bereits DN und Zander in "einer" Zarge gemischt. Wäre das nicht, wäre es sicherlich einfacher.

  • Ich hatte das Thema auch mal: DN und Zander in einer Zarge.
    Ich hab das so gelöst, dass ich alle DN in einen Block gerutscht habe und den Leerraum mit einem Holzklotz aufgefüllt habe. Also lagen die Ohren dann auf an der einen Seite auf dem Rähmchenträger und auf der anderen Seite auf dem dem Holzklotz und nicht auf dem Rand.
    Toll war das nicht, aber manchmal muss man eben improvisieren...
    Viel Glück!
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Wenn die Mittelwände oben zumindest schon ein bischen ausgebaut sind (müssen nicht bestiftet sein, nur halt keine MW mehr), die Königin oben mittels einem ASG festzusetzen. Nach drei Wochen kannst du dann den unteren Brutraum entnehmen und fertig.


    Alternative wäre, an einem warmen Tag (morgen wird es bei uns z. B. sehr warm). Die untere Zarge zu entnehmen und nur die neue Zanderzarge stehen zu lassen. Die Königin dann in die neue Zarge geben plus Bienen von zwei Waben der alten Zarge. Die alte Zarge dann mit Boden und Deckel am Stand verstellen. Dann musst du entscheiden, was du in drei Wochen mit dem anderen Volk machst. Hier müsste dann ja eine neue Königin schon drin sein. Entweder suchst du die, schickst sie in den Bienenhimmel oder auch hier musst du alle Bienen in eine neue Kiste schütten und neu ausbauen lassen. Das hängt aber von der Bienenmasse ab. Wenn du vereinigst, würde ich viel rauch geben, das Flugloch am Zandervolk recht eng halten und die Bienen vor das Flugloch schütten. Die betteln sich dann ein.


    Du könntest auch ein ASG vor das Flugloch legen und die Kiste einfach so abfegen. Dann ersparst du dir das suchen der neuen Königin, da diese ja nicht in den Zanderkasten kann.


    Gruß vom Frank

  • Also so ganz kann ich die Sache nicht nachvollziehen:


    Wovon haben die Bienen seit dem Herbst gelebt? Die haben doch mindestens 5 DN Waben Futter verbraucht.
    Wenn jetzt (April) auf diesen 5 Waben Brut steckt, dann sind doch nochmal 2-3 Waben Futter dafür verbraucht worden.
    Meine Völker haben in den letzten 2 Wochen extrem viele Zellen freigeräumt. Dort wo Anfang April 1 EL Futter für die Futterkranzprobe entnommen wurde (also noch reichlich Futter vorhanden war) herrschte 1 Woche später gähnende Leere.


    Leider hast du nicht geschrieben, wieviele "einige DN" Rähmchen durch Zandermittelwände ersetzt wurden.
    Die Annahme des 2. Brutraumes mit Mittelwänden kann natürlich noch etwas dauern, vor allem wenn die Entwicklung des Volkes bisher durch Platzmangel gebremst wurde. Aber jede jetzt angelegte Brut "kostet" Futtervorrat, so dass weiterer Platz für neue Brut geschaffen wird.


    Ich denke die Beste Lösung wäre: warten bis der 2. Brutraum angenommen und ausgebaut wird. Jetzt würde ich um keinen Preis der Welt Brut zerstören (egal ob Wildbau oder nicht)!


    Stefan

  • Hi,


    im unteren Raum nur die Waben mit nennenswert Brut hängen lassen, alles andere raus, durch setzen eines Schiedes einengen. Eventuell den Raum, in dem an den DN-Rähmchen Wildbau entsteht durch Holzklötze füllen, falls er jetzt noch leer ist. Oben über das Brutnest die ausgebauten bzw. im Ausbau begriffenen Zanderwaben. Wenn sich dort genug Bienen aufhalten, dann wie Frank vorschlug die Königin nach oben, Absperrgitter zwischen die zwei Zargen damit sie nicht wieder runter kann, Brut unten auslaufen lassen und dann weg mit der unteren Zarge.


    Grüße,
    Robert

  • Du meinst eine Zarge auf DN und die zweite nur mit Zander?


    ... so würde ich es machen: In die untere Zarge nur DNM-Rähmchen und in die obere Zarge alle Zander-Rähmchen. Fehlende Waben durch Mittelwände ersetzen.
    Am besten wäre es, die Königin zu suchen und in die obere Zarge geben, dann Absperrgitter zwischen die beiden Zargen. Dann könnte man irgendwann im Sommer die untere Zarge mit den DNM-Rähmchen wegnehmen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo


    das ist wirklich eine doofe Situation. Die DNM Rämchen sind in der Zanderzarge im Warmbau drin und die Zanderrähmchen im Längsbau, das weis ja eigentlich der Imker der diese Magazine gewählt hat.Wie der Verbau in der jetzigen Brutzarge aussieht kann ich mir gut vorstellen. Deshalb alles lassen wie es ist, eine Zarge mit Zanderwaben (MW) oben drauf und warten bis die Königin oben ist und auch ein schönes Brutnest hat. Dann erst würde ich das Absperrgitter einsetzen und wenn die Brut nach 3 Wochen ausgelaufen ist, die untere Zarge mit den DNM Rähmchen entfernen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)