Bernhard's Topbarhive (TBH)

  • Zuerst die Schablone, nach der ich dann auch weitere TBH bauen kann. Die obere Weite ist 44,5 cm, unten ist knapp 23 cm, die Seiten sind 30 cm. Die Höhe ist 28 cm. Die Wandstärken und die Position des Handgriffes habe ich auch eingezeichnet. Außerdem die Bohrlöcher der Fluglöcher und die Löcher zum Vorbohren der Schrauben. (Nach Wyatt Mangum.)


    Schablone ausgeschnitten.


    Anzeichnen der beiden Kopfenden.



    Für die Schrägen ist eine Handkreissäge besser geeignet, als eine einfache Tischkreissäge.


    Die Löcher zum Anzeichnen der Bohrlöcher.


    Außerdem habe ich zum Anzeichnen der Handgriffe seitlich je zwei Schlitze gesägt.

  • Übertragen der Positionen von der Schablone auf die Kopfenden.


    Vorbohren.


    Und mit den Seitenbrettern verschrauben. Seiten: 30 cm x 95 cm.


    Die obere Seite nicht abflachen. Diese Kante dient als Auflage für die Oberträger und wenn man sie auf der scharfen Kante aufliegen läßt, kann man sie besser aufnehmen.


    Die Handgriffe an der angezeichneten Position anlegen...


    ...und verschrauben.


    Die untere Kante wird mit dem Hobel abgeflacht, so daß der Boden dicht schließt. Der Boden ist einfach ein aufgenageltes durchgehendes Brett.

  • Mit einem Bohrer werden die Fluglöcher an den angezeichneten Positionen ausgebohrt. Durchmesser: 1,6-2 cm.


    Das Anflugbrett habe ich anklappbar gemacht. Es sollte beim Transport nicht nach vorne überstehen, aber groß genug sein.


    Dazu habe ich einfach ein breites stabiles Band (ein altes Stück Spanngurt) mit zwei Stücken Blech angetackert. Ein Klavierband als Scharnier ist vermutlich besser. Hatte ich aber gerade nicht zur Hand. (Die ganze Beute ist aus Reststücken gebaut.)


    Das Flugbrett ist groß genug.


    Fast fertiger "Bienensarg".


    Die Oberträger werden in der Mitte geschlitzt, zur Aufnahme der Mittelwände.


  • Die vorderste Leiste ist kleiner und dient nur als Abstandshalter, damit man später von vorne arbeiten kann.


    Fast fertige TBH.


    Ist die am einfachsten und leichtesten zu bauende Beute, die ich kenne. Kann man in wenigen Stunden fertigstellen und kostet nichts, wenn aus Reststücken gebaut. Selbst wenn man die Bretter kaufen müßte, ist der Preis verschwindend gering. Mit zwei Brettern 2,50 m zu je 6-7 Euro kommt man hin.

  • Zwei selbsterstellte Kunstschwärme haben im Seerosenkorb zwei Nächte im kühlen Keller verbracht. Die Königinnen habe ich per Teigverschluß im Käfig zugehangen. Sie wird freigefressen und befindet sich frei bewegend im Schwarm. Ich habe das so lieber - manche geben sie erst in der Beute frei. Wichtig ist, daß die Bienen für den Kunstschwarm aus mindestens zwei verschiedenen Völker stammen. (In diesem Fall jeweils aus drei Völkern.) Je unterschiedlicher die Herkünfte, desto weniger ärgern sie die Königin und desto besser wird diese akzeptiert. Ein Bienenstock lebt von den Unterschieden und gegensätzlichen Kräften.


    Deckelfolie zurückgeschlagen...


    ...und ein paar der Oberträger in der Mitte entfernt.


    Meine Fütterungseinrichtung ist denkbar einfach: mit einem Lochbohrer habe ich in einer der Oberträger ein Loch gebohrt, Futtereimer drauf, fertig. Der Vorteil ist, daß man damit die Bienen beim Bauen lenken kann. Sie sind relativ faul und werden da mit dem Wabenbau beginnen, wo die Futterquelle ist. Außerdem schützt die Bautraube den Fütterer vor Räubern. Und es ist schnell nachgefüttert.


  • Oh man, du ahnst ja gar nicht was du mit dem Thread bei mir auslöst... :daumen:
    Ich hab erst vor ein paar Tagen beim Lesen gedacht, dass ich gern auch ein TBH-Volk hätte. Nun bin ich bekräftigt und werd dieses Jahr das Projekt angehen. Kannst du gescheite Literatur empfehlen, Bernhard?
    Was hat es denn mit den Fluglöchern auf sich? Bei deiner TBH befinden sie sich ja an der Stirnseite, teils unten und teils mittig. Ich gab bisher auch schon TBH's mit seitlichen Fluglöchern gesehen.


    Aber zum Projekt: tolle Arbeit und 1000Dank das du es hier öffentlich teilst.


    Falk

    Gelegentlich verstecke ich Rechtschreibfehler.Wer Einen findet, darf sich freuen und ihn behalten...

  • Hallo Bernhard,


    ich freue mich auch sehr, das zu lesen, denn auch ich bin gerade intensiv dabei, mir alles anzulesen, was man braucht um damit anzufangen –*allerdings starte ich erst nächstes Jahr.


    Wie viele Völker wirst Du als TBH führen? zwei?
    Bitte berichte ausführlich!


    An Literatur hat mir bisher am besten gefallen:
    Les Crowder, Top Bar Beekeeping: Organic practices for Honexbee Health.


    Er hat 100 Völker in der TBH und arbeitet seit Jahren nahezu ungestört von Varroa.
    Er erklärt sehr einleuchtend alle Schritte, die man sich als Imker vorstellen kann.
    Ich hatte als Jugendlicher Bienen, erinnere mich gut an alle Schritte der klassischen Imkerei und sehe in dem, was Crowder schreibt eine wirklich sehr sauber formulierte Betriebsweise mit dieser Beute.
    Er baut sie etwas anders – mit Seitenlöchern und etwas flacher.


    Ich selber werde mich and en Plan des bayerischen Landesamtes halten, der leuchtet mir sehr gut ein –*außer das tief liegende Seitensegment zum Abnehmen – das soll wohl der Nachschau dienen...


    Han Kle

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Hi Bernhard,
    danke für die Bilder. Mir gefällt die Idee mit dem Ersatz für das Klavierband. Klavierband ist verhältnismäßig teuer.
    Leider habe ich keine Handkreissäge etc.
    Grüße
    apirita

  • Varroa-Behandlung muss in einer TBH genauso gemacht werden, wie in einem Magazin! Deshalb würde ich eine TBH jetzt verbessert bauen: die Oberleisten 5mm schmaler, dafür zwischen die Oberträger je eine 5mm Leiste einfügen. Das erleichtert die Ox-Träufelung erheblich, eigene Erfahrung. Denn meine TBH hat das leider nicht und dann muss man im Winter die verkitteten Leisten auseinanderziehen. Finden die Bienen nicht lustig. Fluglöcher unbedingt an die Stirnseite, das verlagert und trennt den Honigbereich eindeutiger.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Deshalb würde ich eine TBH jetzt verbessert bauen:die Oberleisten 5mm schmaler, dafür zwischen die Oberträger je eine 5mm Leiste einfügen. Das erleichtert die Ox-Träufelung erheblich, eigene Erfahrung. Denn meine TBH hat das leider nicht und dann muss man im Winter die verkitteten Leisten auseinanderziehen. Finden die Bienen nicht lustig. Fluglöcher unbedingt an die Stirnseite, das verlagert und trennt den Honigbereich eindeutiger.


    Ich würde sie mittlerweile noch verbesserter bauen.:wink:


    Nämlich so


    Naturbau in Rähmchen.
    Leichtere Handhabung.
    Einfachere Varroabehandlung.
    Einfachere Honigernte.
    Kein Gefummel mit zahlreichen Leistchen/bombenfest verkitteten Oberträgern.
    Weniger Bienentotgequetsche.
    Ect.


    Sonnige Grüße
    Regina, die meint, jede(r ) muss seine praktischen Erfahrung machen.
    Von daher....bastelt erstmal schön die "normale"-unverbesserte" TBH. :daumen:


    P.S. holmi :
    Mach doch mal ein schönes (Jahres)Video von Deiner Imkerei mit der TBH.
    Damit Anfänger sieht, wie die vollbesetzte, gemütlich eingerichtete Bienenwohnung nach ein oder zwei Jahren aussieht.

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

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