Mittelwände einlöten

  • Ich lege die Waben imer unten an, damit ich oben Platz habe für die Zange, und sie unten weniger Dronenbau hinpacken sollen. Aber eigentlich hat der Imker mehr probleme damit wie die Biene

    Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht laut Garfield

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Aber im Kurs hat er gesagt dass man die Mittelwände unten am Rahmen anlegen sollte weil die Bienen immer von unten nach oben bauen.


    Bienen bauen von oben nach unten.
    Aber sie bauen oben stets an. Daher soll man die Mittelwand unten aufsetzen. Der evtl. oben verbleibende Spalt wird somit zugebaut.
    Setzt man oben an und der Spalt entsteht unten, kann/ wird es passieren das dieser dauerhaft bestehen bleibt und die Festigkeit der Wabe darunter leidet.


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Man legt die Mittelwände unten an weil die Bienen die Waben nach oben zubauen. Legt man die Mittelwand oben an, bleibt unten ein Spalt frei.
    Du hast also nix falsch gemacht. Den Bienen ist es egal, die kommen mit beidem klar.

  • Super, wenn du in meiner Gegend bist, kannst das Einlöten testen, bis alle fertig sind, ich hasse diese Arbeit. Rähmchen drahten, einlöten, das ist der einzige Grund warum ich mal mit der Imkerei aufhöre.....:mad: Pro Volk min 12 MW jedes Jahr neu, da beneide ich die alten Imker die Jahrzehnte ihre alten Schinken für den Honigraum verwenden, bei mir wird jedes Jahr neu gebaut.


    Reibebrett (Metall oder Holz, wobei ich wegen der Eigenschwere Metall bevorzuge): siehe Maurerwerkzeug.


    Anfangsstreifen Drohnenrahmen geht nicht genau ca: 5 cm.

  • Ich habe jetzt 25 Rähmchen fertig. Allerdings... Die Qualität muss stark verbessert werden aber ich bin ja lernfähig.


    Der Fehler war einfach, dass ich mit 14V auf Edelstahl nur zwei der vier Drahtreihen löten kann, aber dann hat's richtig gut funktioniert.


    Muss mir im Hornbach mal so a Reißbrett sägen lassen, das lege ich dann unter, kostet 1,50 € und dann passt des...


    Ich will ja maximal nur 5 Völker, mehr nicht, deswegen hält sich das Basteln ja noch in Grenzen.


    Allerdings ist mir ein Teil der Mittelwände am Backblech fest geklebt und jetzt fehlt oben eine kleine Ecke... aber das werden die Mädels schon raffen

  • Statt Reibebrett nimmt man besser eine Glasplatte. Saugnapf drauf und alles wird gut. Zudem sieht man auch wo man den Draht hingeschmolzen hat. Da kann dann die Mittelwand so wellig sein wie sie will, die Glasplatte befördert sie sauber auf die Drähte.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • :daumen: Ach so, derselbe Effekt, als vor Einführung eines FI Schalters die Regenwürmer zum Angeln mittels Strom aus ihren Löcher getrieben wurden.
    Sicherheit sollte immer oberste Priorität haben!

  • Statt Reibebrett nimmt man besser eine Glasplatte. Saugnapf drauf und alles wird gut. Zudem sieht man auch wo man den Draht hingeschmolzen hat. e.


    Das Reibebrett verdeckt auch nicht die ganze MW, sodass man an den Rändern den Einlötvorgang gut beobachten kann....

  • mit 14V auf Edelstahl nur zwei der vier Drahtreihen löten kann, aber dann hat's richtig gut funktioniert.


    Ist dein Draht nicht durchgehend, dass du paarweise lötest? Oder habe ich etwas nicht gelesen?
    Mit einem Notebook- oder Laptop Netzteil (ca. 20V/3,5 - 4A) kann man MW auf Edelstahl komplett durch den Rahmen erhitzen. Ca. 2 - 3sec, dann ist sie drin. Aber das mit der Unterlage muss ich auch noch probieren, bisher habe ich die gedrahteten Rahmen ohne Unterstützung auf meiner Vorrichtung liegen.


    Gruß Andreas

  • Moinsen,


    ich habe überhaupt keine Vorrichtung, Reisbretter oder vier Hände. Einfach einen ordentlichen Trafo aus dem Fachhandel für 60 Euro. Den kann ich zwischen 20 und 40 Volt umschalten. Bei den halben Rähmchen (Honigraum oder noch schlimmer Mini-Plus) muss ich Schubweise einlöten. Wenn ich hier zwei Sekunden Dauerstrom bei 20 Volt gebe, glüht der Draht, wird ganz weit und die Mittelwand rutscht durch. Mit etwas Übung dauert das ganze pro Mittelwand 2-5 Sekunden (ohne die Vorarbeiten wie Kontrolle der Spannkraft der Drähte oder das einlegen der Mittelwand).


    Das erste Jahr habe ich noch einen anderen Trafo genutzt und keinen Drahtspanner gehabt. Da habe ich auch Bücher auf die Mittelwand gelegt, da ich das gleiche Problem wie viele hier hatte - eine Seite hängt schon durch, die andere noch nicht eingelötet. Das hat sich mit einem Drahtspanner schnell erledigt. Ich will das ganze nicht mehr missen. Mein Schwiegervater nutzt einen alten Eisenbahntrafo. Er muss immer pro Drahtseite einzeln einlöten. Macht also bei Vierfachbespannung für eine Beute 40 mal ansetzen und warten. Darauf habe ich keine Lust.


    Gruß
    Frank

  • Der Typ im Kurs ...

    Ich bin auch so ein "Typ" der in Kursen den Anfängerplinsen erklärt, daß Bienen oben immer anbauen unten aber eben nicht und deshalb bei senkrechter Drahtung die MW stets unten anliegen muß. Ich lasse die Dummerchen hören, daß die eingelegte MW auf den Drähten klappern und wenigsten etwas Spiel haben muß, damit sie auf den Drähten gleiten kann. Ich erkläre den Pfeifen auch, daß die MW nicht langsam warm werden soll und butterglasig durchscheinen, sondern schlagartig am heißen Draht flüssig und sofort wieder kalt und fest, weil die MW keine Zeit hat die Wärme erst wegzuführen und zu verteilen. Dazu ist sind gewellter Draht mit vielen hunderten kleinen Kontaktpunkten und ein Trafo mit geringem Innenwiderstand und großer Stromstärke nötig, der den Draht sehr zügig erhitzt. Manche von den Tassen kapieren das ganz flott und sind nach wenig Übung über perfekt eingelötete MW glücklich.


    Die würden mich dann auch nicht "Typ" nennen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder