Wie erweitere ich einen Ableger (Anfänger)

  • Hallo und frohe Ostern zusammen.


    Ich komme aus aus den Raum Kiel und bei uns ist der Raps die Haupttracht.
    Bis jetzt habe ich 3 Ableger und ich weiß nicht ganz genau wie ich meine Ableger erweitern soll, da ich als Anfänger leider nur MW habe.
    Ich hätte es so gemacht > jetzt 2 Zage mit MW als BR. Zur Rapszeit dann das ASG und den HR wieder mit MW. So war mein Plan.
    Gestern erzählte mir ein ältere Imker ich sollte jetzt auf den Ableger ein ASG und ein HR mit MW geben.
    Nach dem Raps den Honig ernten. Die neuen Honigwaben dann als 2 BR geben, darüber das ASG und dann wieder einen neuen HR mit nur MW.
    Wie denkt ihr darüber? Was ist besser, was könnt ihr mir empfehlen?


    Rene

  • Hallo Rene, ich wäre auch für die Variante mit dem Honigraum. Die Gefahr ist aber, dass sie sich den Brutraum so voll Honig knallen und dann Schwarmgedanken bekommen. Ich würde aber den Honigraum viel früher geben. Bald blüht die Kirsche und das wäre mein Startschuss.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Olli,


    Frau Googel und versch. Bücher/ Zeitschriften habe ich schon bemüht, leider hab ich für mich noch keine befriedigende Antwort gefunden, deshalb hier meine Frage im IF.


    Rene

  • Hallo,


    eine Zarge mit MW unter den derzeitigen Brutraum setzen. Dann HR über Absperrgitter aufsetzen. Habe ich letztses Jahr mit Erfolg so gemacht.


    Viele Grüße


    Tom

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Hi Rene,


    der Tip ist gut !


    Gruss Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“


  • Hallo Rene. Untersetzen ist grundsätzlich falsch, weil oben einfach besser gebaut wird. Also Zarge aufsetzen ist hier und jetzt
    angesagt. Dazu werden an beiden Seiten jeweils eine Mittelwand als (Deckrahmen) und dann der Baurahmen mit Anfangstreifen gesetzt. Der Rest wird mit Mittelwänden aufgefüllt. Jetzt kein Absperrgitter einlegen. Die Bienen sollen in die zweite Zarge gehen und bauen, Was sie auch bei Bedarf tun werden. Also das Brutnest nach oben erweitern. Zur Kirschblüte wird dann der Honigraum über Absperrgitter aufgesetzt.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo,auch die Imkerei Gerdes hat zu der Erweiterung durch untersetzen einer Zarge was passendes geschrieben:

    Zitat

    Das eigentliche Problem beim zweigeteilten Brutraum ist aber die Erweiterung der einräumig überwinterten Völker. Zu einem Zeitpunkt, wo Dadantvölker bereits Überschüsse im Honigraum sammeln wird der Brutraum verdoppelt und das Brutnest ausgedehnt, was eindeutig auf Kosten der Erträge geht. Durch „Untersetzen“ versucht man neuerdings diesen Nachteil zu kompensieren. Dabei wird ignoriert, dass das „Untersetzen“ bereits 1970 durch wissenschaftliche Untersuchungen von Alborzi in Hohenheim als „nicht sinnvoll“ bewertet wurde. Deshalb wurde in Hohenheim das „Aufsetzen“ zur Maxime erhoben. Wenn man jetzt, 40 Jahre später, zu den alten Zöpfen zurückkehrt ist das nur ein weiterer Beleg für die betriebstechnischen Nachteile und die Kompromisse bei zweigeteiltem Brutraum in Verbindung mit einräumiger Überwinterung. Ein Dadant- Brutraum ist von solchen betriebstechnischen Überlegungen frei, ein dem Volk angepasster Brutraum wird zur Verfügung gestellt, Honigräume nach Bedarf, das war´s!

    Quelle:Imkerei Gerdes
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Zusammen!


    Ich würde aufsetzen. Bei meinen Buckfast lege ich sogar das ASG schon dazwischen.
    Bei Carnikas ist das eher problematisch wegen dem Schwarmtrieb.
    Derzeit schlüpfen viele Jungbienen. Die Kästen werden schnell voll.
    Fast alle haben schon die Drohnenwabe angefangen und die Altbienen sind nahezu weg.
    Also nicht sparen mit Raum.


    Wenn es kommende Woche mit der Kirsche losgeht, dann soll aufgesetzt sein.


    Am Donnerstag spätestens kann man an die Völker.


    Los gehts! :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Klassisch ist: Im Frühjahr untere Zarge entfernen, zur Weidenblüte 2. Brutraumzarge aufsetzen, zur Kirschblüte Honigraum aufsetzen.
    Wenn man aber genauer nachdenkt, dann weiß man, dass die Bienen zur Weidenblüte keine zweite Brutraumzarge brauchen, da in dieser Zeit selbst in 1 Zarge nicht alle Zellen bebrütet werden können. Deshalb kann man das klassische Verfahren wie folgt abwandeln:
    Zur Weidenblüte wird wie bei der klassischen Betriebsweise eine Mittelwandzarge aufgesetzt, aber es wird darunter ein Absperrgitter eingelegt. Die Vorteile sind:

    • Die Bienen haben bis zur Kirschblüte den Honigraum sicher angenommen.
    • Das Brutnest wird nicht nach oben expandiert, sondern wird in die Breite gezogen und schließt an das Absperrgitter an; dadurch wird in der Tracht weniger Honig im Brutraum gelagert.

    Später kann man sich überlegen, ob man den Brutraum vergrößern möchte. Wenn ja, dann muss man diese zusätzliche Zarge untersetzen, ansonsten stört man die Nestordnung und gibt dem Volk wieder die Möglichkeit, unter dem Absperrgitter eine Honigkappe anzulegen.
    Falls jemand einwenden möchte, dass untergesetzte Zargen schlechter ausgebaut werden: Es ist egal, ob die Bienen sie ausbauen. Wenn sie sie brauchen, dann werden sie es tun. Die natürliche Reihenfolge beim Ausbau des Nestes ist schließlich auch von oben nach unten.


    Gruß Ralph


  • das währe auch mein Weg,
    das Wetter soll gut werden, da kommt auch Tracht rein, es wird bei genügend Bienenmasse zügig gebaut.
    wenn der Raps Blüht ASG drauf und Honigraumsetzen,
    zwei nicht bebrütete Randwaben mit hochziehen und mit MW auffüllen.
    viel Spaß dabei.


  • zwei nicht bebrütete Randwaben mit hochziehen und mit MW auffüllen..


    Wozu das, Jürgie ?

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Bienen lagern Honig nur in Waben ab, die ständig von Bienen besetzt sind. Und auch so riechen.


    Die Amis entdecken diese Methode für sich neu, und nennen es "pyramiding up" oder "opening the sides of the broodnest" (Begriff von Matt Davey). Dabei werden seitlich vom Brutnest befindliche aber unbebrütete Waben entnommen und nach oben über das Brutnest gehangen. Machte ich bei den einräumig geführten Segebergern auch mit großem Erfolg. Die linke und rechte Seitenwabe zentral hochgehangen.


    Die Honigräume werden unmittelbar angenommen.

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