Sturmschäden

  • Diejenigen die geschädigt sind, kennen den Grund, und können gerne auf oberlehrerhafte Belehrungen verzichten. Dieses "Ichmachallesbesser" nervt echt!
    Gruß Hermann


    Vor kurzem wurde hier in dem Forum ein Beitrag gepostet. Dabei ging es um Winterverluste und warum es keine Posts von jemanden gibt, der keine Verluste hat. Da wurde vermutet, dass diese Leute dies nicht tuen (sagen, dass sie keine Verluste haben), weil genau solche Reaktionen erwartet werten.


    Die Intention meines Posts war es keinesfalls hier jemanden anzugreifen, sondern meiner Meinung nach aufzuzeigen, warum meine Beuten nicht weggeweht wurden, andere hingegen schon. Damit alle von den Erfahrungen profitieren.


    Zugegebenermaßen war mein Beitrag provokant formuliert, mit Absicht, da ich (liegt hier der Fehler bei mir?) es einfach nicht verstehe, wie man dies nicht vorhersehen konnte. Und da wir mit Lebewesen arbeiten und diese halten, sollten wir uns (meiner Meinung nach) auch bestmöglich um diese kümmern. Das ganze soll weder Oberlehrerhaft, noch ein "Ätschi bätschi, bei mir läufts besser" sein.


    Ich habe hier schon einige Posts im Forum gelesen und mir war klar, dass solche übertriebenen Reaktionen kommen, dennoch hoffe ich hiermit zumindest den einen oder anderen beim nächsten Sturm dazu angeregt zu haben, über die Sicherung der eigenen Beuten nachzudenken.


    Klaus

    Der größte Fehler meines Lebens war es, mir von anderen Leute sagen zu lassen, was ich nicht kann. (Arthur Boorman)

  • Hallo Klaus,
    es wurde sehr wohl von Einigen berichtet das sie keine Verluste haben. Das ist auch eine Diskussion die man führen kann und muss, denn es gibt einfach wahnsinnig viele Unbekannte beim Thema Winterverluste.
    Bernhard und Ludgar hatten sogar eine große Umfrage gestartet, hast du ja bestimmt gesehen.
    Niemand, ich betone NIEMAND, bringt hier in diesem Forum seine Bienen bewusst in Gefahr und behandelt diese als Nachkaufsache.
    Genauso wie niemand bewusst ungenügend gesichert hat. Das wird auch keinem der hier Schreibenden ein zweites Mal passieren.
    Wer sonst keine Proleme in der Vergangenheit mit starken Stürmen hatte, der hat auch nicht damit gerechnet das sowas passiert.
    Ein Anfänger eh nicht, der kann gar nicht einschätzen wie windempfindlich eine Beute ist.
    Ich freue mich für dich das alle deine Biene wohl auf sind, aber das war kein Können sondern Glück, lieber Klaus.
    Die einzige übertriebene Reaktion war deine.


    Gruß Sanni


    PS: Darf ich mal fragen wieviele Warre du hast und wie weit das von dir weg ist, nur mal so aus Neugier!?

  • Hallo Klaus,
    ...
    Niemand, ich betone NIEMAND, bringt hier in diesem Forum seine Bienen bewusst in Gefahr und behandelt diese als Nachkaufsache.


    Gruß Sanni


    Das ist zwar lieb gemeint, würde aber bedeuten, dass Bienenhalter (Imker) bedeutend rücksichtsvoller als der Durchschnitt der "Menschheit"
    sind und das, wie Du betonst, sogar ohne jede Ausnahme .
    Ich will die Imkergemeinde nicht schlecht machen, meine sogar sie ist im Allgemeinen umweltbewusster und tierlieber...aber ganz sicher nicht
    ohne Ausnahmen, auch hier im Forum nicht !


    mfg
    hartmut17

  • Denen, die hier schreiben, ist es nicht egal ob ein Deckel fliegt.


    Dem kann ich nur zustimmen, denn denen die hier schreiben liegt was an den Bienen und ob Sturmschaden, verhungert oder Varroaschaden, den meisten geht das nahe...
    Schuldzuweisungen sind kontraproduktiv und für den Sturm kann nun wirklich keiner was. Wäre es fair aus einer windgeschützten Ecke, in der sogar leere Warre´s unfestgezurrt stehen und die Deckelder Seegeberger Zargenstapel unbeschwert drauf blieben mit den Finger auf jene zu zeigen die es arg gebeutelt hat?


    LG
    Andreas

  • Denen, die hier schreiben, ist es nicht egal ob ein Deckel fliegt. Den Rest kenne ich nicht.


    Du hast aber, ohne rechthaberisch zu sein, geschrieben :

    Zitat

    Niemand, ich betone NIEMAND, bringt hier in diesem Forum seine Bienen bewusst in Gefahr und behandelt diese als Nachkaufsache.


    Dann solltest Du wenigstens das "NIEMAND" nicht so betonen.
    Es ist wirklich alles gesagt und ich bin mir sicher, wir haben uns verstanden.


    mfg
    hartmut17

  • Hallo Sanni, Werner und Bernhard


    Schade, dass bei euch der Sturm/Orkan so gewütet hat. Ich hoffe, alles was danach noch zu retten war, erholt sich wieder und die emotionalen/finanziellen Schäden halten sich in Grenzen.


    Nachdem es bei euch dreien erfahrene Imker/-innen erwischt hat, möchte ich gar nicht wissen, wie es erst bei anderen aussieht. Ja und danke, dass ihr uns darüber informiert habt.


    Und die hochintelligenten Bemerkungen die andere von sich gegeben haben will ich gar nicht kommentieren.


    Liebe Grüße an die Geschädigten und hoffentlich trotzdem ein erfolgreiches Bienen- und Honigjahr wünscht euch


    Jürgen

    Nicht jeder, der mir Honig ums Maul schmiert, meint es auch wirklich gut mir mir. :wink:

  • Danke Jürgen :liebe002:


    Ja wir haben uns verstanden Hartmut.
    Ich für meinen Teil sehe diese Sturmentwicklung echt besorgniserregend. Geht es nur mir so?
    Ich bin ja nun noch nicht sooo alt, aber als Kind oder Jugendlicher gab es sowas bei uns nicht.
    Vielleicht sah man es auch differenzierter? Jetzt hat man Haus und Hof und sorgt sich mehr als damals?
    Nicht nur der Bienen wegen...auch diesmal haben wieder Menschen ihr Leben gelassen :(


    Nachdenkliche Grüße, Sanni

  • Der Wind wird durch die Ozeane generiert, die auf der Erde die meiste Wärme speichern und abgeben. Bei der Abgabe entsteht Wind. (Über 300 km/h sind auf der Erde schon gemessen worden.)


    Da die Ozeane sich immer weiter erwärmen, werden die Winde in den nächsten Jahrzehnten immer heftiger werden. Plus 1 Grad Celisius Wassererwärmung erhöht das Potential um 20 km/h oder so.


    Wir haben in Europa noch eine nette Nische auf der Erde - aber es reicht, um heftig zu werden.

  • Es gibt keine Ratschläge bei der Sturmpropylaxe.
    Ich habe zwar eine Mauer an der sturmgefährdeten Seite meines Heimatstandes, aber das heißt nicht, dass deswegen meine Bienen zu 100 % geschützt sind.
    Bei der heutigen Waldinspektion habe ich an die 10 größeren Laubbäume als Opfer des Sturms zu beklagen.



    Aber einen solchen Sturm fallen selbst uralte Obstbäume zum Opfer



  • Ich habe zwar eine Mauer an der sturmgefährdeten Seite meines Heimatstandes, aber das heißt nicht, dass deswegen meine Bienen zu 100 % geschützt sind.


    A pro po Mauer. Bei uns im Kreis gab es einen Toten, er wollte seine Mauer vorm Einstürzen bewahren !
    Also man sollte sich nicht auf eine Mauer verlassen, sie kann auch das Gegenteil bewirken.


    mfg
    hartmut17